
© Foto: 2026 DroneShield Ltd
Wer hätte das gedacht? Mitte Dezember sprachen wir von einer möglichen Verdopplung bei DroneShield - und genau das ist eingetreten. Der australische Spezialist für Drohnenabwehr hat seitdem eine beeindruckende Rally hingelegt. Von rund einem Euro auf über zwei Euro in wenigen Wochen. Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Neue Millionenaufträge aus aller Welt, ein verstärktes Management und eine Welt, die immer unsicherer wird, sprechen für weiteres Potenzial. Die technischen Indikatoren zeigen nach oben, die Fundamentaldaten stimmen und die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Ist DroneShield jetzt ein zweiter Verdoppler? Wir schauen genau hin.
Auftragsboom treibt den Kurs
Die Zahlen sprechen für sich. Im Dezember allein hat DroneShield Aufträge im Wert von über 70 Millionen US-Dollar an Land gezogen. Der jüngste Vertrag über 8,2 Millionen australische Dollar kam von einem westlichen Militärkunden und umfasst tragbare Systeme zur Drohnenabwehr plus das komplette Drumherum. Ersatzteile, Zubehör, Software-Updates - alles aus einer Hand. Das Schöne daran: Die Produkte liegen bereits im Lager. Die Auslieferung läuft quasi sofort an. Genau diese Schnelligkeit verschafft dem Unternehmen einen entscheidenden Vorteil in einem Markt, der keine Zeit hat zu warten. Davor kamen bereits 6,2 Millionen Dollar aus dem asiatisch-pazifischen Raum und satte 49 Millionen Dollar aus Europa. Diese Serie zeigt deutlich: DroneShield ist international gefragt. Die Systeme werden nicht nur verkauft, sie werden gebraucht. Überall dort, wo unbemannte Fluggeräte zur Bedrohung werden, kommt das Unternehmen ins Spiel. Und diese Bedrohung wächst täglich. Moderne Konflikte werden zunehmend von Drohnen geprägt. Die Technik aus Sydney hilft, sie zu erkennen und abzuwehren. Das Vertrauen in das Management ist zurück. Nach den belastenden Insiderverkäufen im Herbst, die den Kurs regelrecht abstürzen ließen, hat die Führung reagiert. Topmanager dürfen ihre Aktien nicht mehr einfach verkaufen. Diese Selbstverpflichtung wirkt.

Charttechnik
Die charttechnischen Signale stehen immer noch auf Grün. Nach dem Durchbruch über die Zwei-Euro-Marke liegt die Aktie über beiden wichtigen SMAs (50er und 200er). Das ist ein klassisches Kaufsignal. Der Weg nach oben scheint frei. Das nächste Kursziel liegt bei 2,80 Euro. Sollte auch diese Hürde fallen, dürfte es weiter bis 3,10 Euro gehen. Die Umsätze an der Börse sind hoch. An manchen Tagen war DroneShield der meistgehandelte Wert in Australien. Das zeigt echtes Interesse, keine Luftnummer. Die Spanne der letzten zwölf Monate ist riesig. Das macht deutlich, wie volatil die Aktie ist. Wer hier einsteigt, muss Schwankungen aushalten können. Aber genau diese Schwankungen bieten auch Chancen. Aktuell notiert das Papier bei rund 3,90 australische Dollar, umgerechnet etwa 2,30 Euro. Zuletzt hat sich der Kurs verdoppelt. Analysten sehen weiteres Potenzial bis 4,70 australische Dollar. Das wären von heute aus noch einmal einige Prozent nach oben.
Was tun?
DroneShield hat im letzten Quartal über 100 Millionen australische Dollar Umsatz gemacht und sitzt auf einem Kassenbestand von über 200 Millionen. Das Unternehmen ist solide finanziert und kann sein Wachstum aus eigener Kraft stemmen. Die Auftragsbücher sind voll, die Lieferungen laufen. Mit einem Börsenwert von 3,6 Milliarden australische Dollar ist das Unternehmen zwar keine Schnäppchen-Bude mehr, aber noch lange kein überteuerter Wert. Wenn DroneShield in drei Jahren tatsächlich dreistellige Millionengewinne schreibt, ist das ein Forward-KGV von ca. 35. Für ein Wachstumsunternehmen mit solchen Perspektiven ist das durchaus akzeptabel. Die geopolitische Lage spielt dem Unternehmen in die Karten. Die Welt wird nicht sicherer, sondern unsicherer. Länder rüsten auf, Verteidigungsbudgets steigen. Drohnen sind längst keine Spielerei mehr, sondern ernsthafte Waffen. Wer sich dagegen schützen will, braucht Technik wie die von DroneShield. Das wird auch 2026 und darüber hinaus so bleiben. Unser Fazit: Wer Mitte Dezember auf unsere Einschätzung vertraut hat, sitzt bereits auf einem satten Gewinn. Wer jetzt noch einsteigt, sollte sich über die Volatilität im Klaren sein. Aber die Chancen stehen gut, dass die Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzt. Stopp-Loss nicht vergessen, denn Rücksetzer sind bei diesem Wert jederzeit möglich. Aber die Richtung stimmt.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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