DRESDEN (dpa-AFX) - Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich zum Jahreswechsel kaum verändert. Wie das Dresdner Ifo-Institut mitteilte, bewerteten die befragten Unternehmen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate nur geringfügig besser als im Vormonat. Der Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland stieg im Dezember minimal von 90,0 auf 90,1 Punkt.
Stimmung nicht überall gleich
Unterschiedlich entwickelte sich die Stimmung in den einzelnen Branchen. In der Industrie kühlte sich das Geschäftsklima deutlich ab. Die Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage erheblich schlechter ein als im November und blickten auch etwas pessimistischer auf die kommenden Monate.
Dienstleister etwas zufriedener
Im Dienstleistungssektor hellte sich das Geschäftsklima dagegen leicht auf. Die befragten Unternehmen äußerten sich merklich zufriedener mit ihrer gegenwärtigen Geschäftslage, senkten ihre Erwartungen jedoch leicht.
Auch im Handel verbesserte sich die Stimmung etwas. Während der Großhandel seine aktuelle Lage geringfügig schlechter bewertete und die Erwartungen leicht nach unten korrigierte, zeigte sich der Einzelhandel mit den laufenden Geschäften optimistischer und hob seine Erwartungen spürbar an.
Auch Baugewerbe zuversichtlicher
Im Bauhauptgewerbe legte der Geschäftsklimaindex ebenfalls leicht zu. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage etwas schlechter als im Vormonat, blickten zugleich aber etwas zuversichtlicher auf die kommenden Monate.
Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf rund 1.700 monatlichen Meldungen von Unternehmen aus Industrie, Dienstleistungssektor, Handel und Bauhauptgewerbe und gilt als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung/djj/DP/mis
