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MÄRKTE EUROPA/Konsolidierung - Warten auf US-Arbeitsmarktdaten

DJ MÄRKTE EUROPA/Konsolidierung - Warten auf US-Arbeitsmarktdaten

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte notieren nach einem Start im Plus am Donnerstagmittag etwas leichter. Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 25.043 Punkte, nachdem er am Vormittag mit 25.218 Punkten erneut auf ein Rekordhoch geklettert war. Der Euro-Stoxx-50 verliert 0,5 Prozent auf 5.897 Punkte. Geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit Venezuela und Grönland belasten nun doch das Sentiment für Aktien, zudem liefert die langsam startende Berichtssaison erste Erkenntnisse über das Schlussquartal 2025. Die am Nachmittag anstehenden Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe könnten mit Blick auf die Payrolls am Freitag den Markt bewegen.

"Ein sich stabilisierender Arbeitsmarkt verringert den Druck auf die US-Notenbank, den Rotstift bei den Zinsen anzusetzen, aber der politische Wille dazu bleibt allgegenwärtig", sagte Derren Natha, Leiter der Aktienanalyse bei Hargreaves Lansdown. Er fügte hinzu, dass die Inflation der "Elefant im Raum" sei, da der "Government Shutdown" die Veröffentlichung der Preisdaten verzögert habe.

Die Ölpreise zeigen sich mit Aufschlägen. Das das Wall Street Journal hatte berichtet, dass das Weiße Haus eine umfassende Initiative plane, um die venezolanische Ölindustrie auf Jahre hinaus zu dominieren. US-Präsident Donald Trump glaubt, dass dies die Ölpreise auf 50 Dollar pro Barrel drücken könnte.

Rüstungsaktien bleiben auch 2026 Investmentthema

Rüstungsaktien setzten ihre Kursgewinne fort, da die Spannungen rund um Grönland den Fokus dafür schärfen, welche Investmentthemen und Sektoren die Anleger in 2026 im Blick haben sollten. Für Marktstratege Neil Wilson von Saxomarkets sind Verteidigungsaktien ein Thema - ebenso wie Seltene Erden. Ironischerweise folge dies dem Trump-Drehbuch für Grönland. "Wir erleben eine paradigmatische Neuausrichtung der Verteidigungspolitik von EU, NATO und Großbritannien", so Wilson. Das Minus bei den Verteidigungsaktien um 20 bis 40 Prozent seit September wirke auf Basis der Hoffnungen auf einen "Ukraine-Friedensdeal" übertrieben. "Jeder Friedensdeal dürfte lediglich den Beginn der nächsten Konfrontationsphase markieren, in der Russland seine Streitkräfte wieder aufbaut und Europa die Verteidigungsausgaben deutlich erhöht, um der Bedrohung entgegenzuwirken", ergänzt er. Der sektor der Rüstungswerte legt um 0,9 Prozent zu, seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 11 Prozent. Rheinmetall steigen um 1,4 Prozent und Leonardo um 2,5 Prozent.

Jefferies-Studie belastet Arbeitsmarktdienstleister

Kräftige Kursverluste gibt es bei den Aktien der Arbeitsmarktdienstleister nach einer negativen Einschätzung von Jefferies zur Branche. Für Randstadt halbieren die Analysten fast ihr Kursziel, die Aktien fallen um 3,5 Prozent. Jefferies hat die Titel zudem von "Buy" auf "Underperform" abgestuft. Für Hays geht es 5,4 Prozent und für Adecco sogar um 6,2 Prozent tiefer. Beide Titel wurden von "Hold" auf "Underperform" gesenkt. Die Analysten sehen noch kein Erreichen der Talsohle der Branche und rechnen mit anhaltendem zyklischem Gegenwind. Sowohl die Unternehmensgewinne als auch die Aktienbewertungen dürften fallen. Besonders bei Randstadt halten sie die Konsenschätzungen für zu optimistisch.

Im Fokus bei Unternehmen stehen dazu erste Geschäftszahlen und Zwischenberichte: Bei Shell geht es in London um 2,6 Prozent abwärts. Der Vorstandsvorsitzende, Wael Sawan, steht vor mehreren Herausforderungen, von denen er einige kontrollieren kann und andere nicht, wie Russ Mold von AJ Bell schreibt. Schwache Ölpreise belasteten die Handelssparte, und die Aussicht auf venezolanisches Rohöl auf dem Markt könnte das Problem verschärfen, meint er. Schwache Margen und ein großer Verlust in der Chemiesparte deuteten auf tiefgreifende Probleme hin, Hier belaste ein schwaches Geschäft der Chemiesparte.

Marks & Spencer hat flächenbereinigte Weihnachtsumsätze verbucht, die etwas niedriger als erwartet ausfielen. Der britische Einzelhändler zeigte sich jedoch zuversichtlich, die Ziele für das Gesamtjahr per Ende März zu erreichen, der Kurs legt um 2,4 Prozent zu. Als durchwachsen werden Geschäftszahlen und Ausblick von Tesco (-5,8%) im Handel bezeichnet.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.896,72    -0,5%   -26,85   +2,3% 
Stoxx-50         5.007,96    -0,3%   -14,78   +2,1% 
DAX           25.042,58    -0,3%   -79,68   +2,6% 
MDAX          31.857,90    -0,6%  -206,74   +4,7% 
TecDAX          3.771,47    -0,6%   -24,24   +4,8% 
SDAX          17.885,88    -0,6%  -116,42   +4,8% 
CAC           8.203,71    -0,4%   -30,21   +1,0% 
SMI           13.291,16    -0,2%   -32,87   +0,4% 
ATX           5.364,68    -0,8%   -45,46   +1,6% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:01  % YTD 
EUR/USD          1,1673    -0,0%   1,1677   1,1692  -0,6% 
EUR/JPY          182,93    -0,0%   183,00   183,17  -0,6% 
EUR/CHF          0,9311    +0,0%   0,9309   0,9312  +0,1% 
EUR/GBP          0,8686    +0,1%   0,8676   0,8671  -0,5% 
USD/JPY          156,71    +0,0%   156,69   156,67  -0,1% 
GBP/USD          1,3439    -0,1%   1,3459   1,3484  -0,1% 
USD/CNY          7,0139    -0,2%   7,0261   7,0230  +0,0% 
USD/CNH          6,9803    -0,2%   6,9921   6,9883  +0,2% 
AUS/USD          0,6697    -0,4%   0,6724   0,6728  +0,8% 
Bitcoin/USD       89.844,35    -1,4% 91.087,50 91.303,70  +2,7% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          56,81    55,99   +1,5%    0,82  -2,2% 
Brent/ICE          60,78    59,96   +1,4%    0,82  -1,2% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.430,42   4.456,28   -0,6%   -25,86  +3,2% 
Silber           75,18    78,21   -3,9%   -3,03  +9,7% 
Platin          1.877,54   1.969,62   -4,7%   -92,08 +12,3% 
Kupfer            5,78     5,81   -0,5%   -0,03 +40,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

January 08, 2026 07:55 ET (12:55 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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