Berlin (ots) -
Der ZDG warnt eindringlich vor den Folgen des geplanten EU-Mercosur-Handelsabkommens. Das Abkommen gefährde die Zukunft der europäischen und deutschen Geflügelhaltung und widerspreche fundamentalen Prinzipien fairer und nachhaltiger Agrarpolitik.
"Mit dem Abkommen werden Märkte geöffnet für Geflügelfleisch, das unter Bedingungen produziert wird, die mit europäischen Standards in keiner Weise vergleichbar sind", so ZDG-Präsident Hans-Peter Goldnick. Schon heute stammen rund ein Drittel der Geflügelfleischimporte in die EU aus Mercosur-Staaten, mit steigender Tendenz. Die geplante Quote von 180.000 Tonnen würde die Wettbewerbsverzerrungen weiter verschärfen.
Zudem existieren schwerwiegende Lebensmittel- und Tiergesundheitsprobleme in den Exportländern. EU-Audits hätten in Brasilien wiederholt Mängel bei der Kontrolle von Tierseuchen, Lebensmittelsicherheit und Hygiene festgestellt. Präsident Goldnick fordert deshalb die Bundesregierung und das Europäische Parlament auf, das Abkommen in der vorliegenden Form abzulehnen und sich für eine Handelspolitik einzusetzen, die europäische Standards und nachhaltige Landwirtschaft schützt.
"Wir brauchen fairen Wettbewerb mit funktionierenden Schutzklauseln in Handelsabkommen, um die heimische Erzeugung zu sichern, die nationale Ernährungssouveränität zu gewährleisten und optimalen Verbraucherschutz zu garantieren", so der ZDG-Präsident abschließend.
Links:
https://www.zdg-online.de/deutsche-lehnen-mercosur-gefluegel-ab/
https://www.zdg-online.de/deutsche-gefluegelwirtschaft-warnt-vor-mercosur-abkommen/
https://www.zdg-online.de/geflugelhalter-fordern-neuverhandlung-oder-ablehnung/
Pressekontakt:
Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG)
Wolfgang Schleicher | Geschäftsführer
Claire-Waldoff-Str. 7 | 10117 Berlin
Telefon 030 288831-10
E-Mail: presse@zdg-online.de | Internet: www.zdg-online.de
Original-Content von: IDEG Informationsgemeinschaft Deutsches Geflügel GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/79201/6192770
Der ZDG warnt eindringlich vor den Folgen des geplanten EU-Mercosur-Handelsabkommens. Das Abkommen gefährde die Zukunft der europäischen und deutschen Geflügelhaltung und widerspreche fundamentalen Prinzipien fairer und nachhaltiger Agrarpolitik.
"Mit dem Abkommen werden Märkte geöffnet für Geflügelfleisch, das unter Bedingungen produziert wird, die mit europäischen Standards in keiner Weise vergleichbar sind", so ZDG-Präsident Hans-Peter Goldnick. Schon heute stammen rund ein Drittel der Geflügelfleischimporte in die EU aus Mercosur-Staaten, mit steigender Tendenz. Die geplante Quote von 180.000 Tonnen würde die Wettbewerbsverzerrungen weiter verschärfen.
Zudem existieren schwerwiegende Lebensmittel- und Tiergesundheitsprobleme in den Exportländern. EU-Audits hätten in Brasilien wiederholt Mängel bei der Kontrolle von Tierseuchen, Lebensmittelsicherheit und Hygiene festgestellt. Präsident Goldnick fordert deshalb die Bundesregierung und das Europäische Parlament auf, das Abkommen in der vorliegenden Form abzulehnen und sich für eine Handelspolitik einzusetzen, die europäische Standards und nachhaltige Landwirtschaft schützt.
"Wir brauchen fairen Wettbewerb mit funktionierenden Schutzklauseln in Handelsabkommen, um die heimische Erzeugung zu sichern, die nationale Ernährungssouveränität zu gewährleisten und optimalen Verbraucherschutz zu garantieren", so der ZDG-Präsident abschließend.
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