Köln (ots) -
Nach 1.000 Tagen Krieg erreicht die Hungerkrise im Sudan ein beispielloses Ausmaß. Islamic Relief Deutschland warnt vor einer weiteren Eskalation und fordert internationale Regierungen auf, ihre politischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts dringend zu verstärken. Jeder weitere Tag der Gewalt koste Menschenleben.
Hungerkrise von historischem Ausmaß
Heftige Kämpfe und massive Kürzungen internationaler Hilfsgelder treiben immer mehr Familien in den Hunger - besonders in den Regionen Darfur und Kordofan. Laut einer aktuellen Einschätzung der Vereinten Nationen ist in Nord-Darfur mehr als die Hälfte der Kleinkinder unterernährt - eine der höchsten jemals weltweit gemessenen Raten.
Insgesamt leiden über 21 Millionen Menschen im Sudan unter akuter Nahrungsmittelknappheit. Erhebungen von Islamic Relief in Gedaref und Darfur zeigen: 83 Prozent der Familien haben nicht genug zu essen.
Eltern verzichten auf Essen, Kinder hungern
Seit Beginn des Krieges im April 2023 hat Islamic Relief über 1,2 Millionen Menschen im Sudan mit humanitärer Hilfe erreicht. Doch der Bedarf wächst schneller als die verfügbaren Mittel.
"Wir sehen Eltern, die auf Nahrung verzichten, um ihre unterernährten Kinder zu retten, und Menschen, die Blätter und Tierfutter essen, um zu überleben", sagt Shihab Mohamed Ali, leitender Programmmanager von Islamic Relief im Sudan.
Takaaya: Zivile Gemeinschaftsküchen schließen mangels Hilfe
Besonders dramatisch ist die Lage der freiwillig betriebenen Gemeinschaftsküchen - Takaaya - die in vielen Regionen die letzte Lebensader für tausende Familien darstellen. In Darfur und Kordofan mussten zahlreiche Küchen bereits schließen, da internationale Unterstützung ausbleibt.
Internationale Aufmerksamkeit lässt nach
Während die Kämpfe unvermindert andauern, droht die Krise international erneut in Vergessenheit zu geraten. Allein in der vergangenen Woche wurden über 100 Menschen getötet.
"Humanitäre Hilfe für die Menschen ist dringend notwendig, aber keine langfristige Lösung", so Ali.
"Wir brauchen die internationale Gemeinschaft, damit sie eine konstruktive Rolle spielt und ihre diplomatische Macht einsetzt, um einen Waffenstillstand und dauerhaften Frieden zu erreichen. Millionen von Menschenleben und die Zukunft des Sudan stehen auf dem Spiel."
Hintergrund
Der heutige Abend markiert 1.000 Tage Krieg im Sudan. Islamic Relief ist landesweit tätig und unterstützt die Bevölkerung unter anderem mit Lebensmitteln, medizinischer Versorgung, Bargeldhilfen, landwirtschaftlicher Unterstützung und psychosozialer Betreuung.
Bisher wurden mehr als 1,2 Millionen Menschen im gesamten Sudan durch die Hilfsorganisation versorgt - z.B. in Zentral-Darfur, Nord- und West-Kordofan, Khartum, Gedaref, im Bundesstaat Rotes Meer, in Al Jazirah, Sennar und im Blauen Nil.
Pressekontakt:
Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 0221 200 499-2279
E-Mail: presse@islamicrelief.de
Original-Content von: Islamic Relief Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/50131/6192851
Nach 1.000 Tagen Krieg erreicht die Hungerkrise im Sudan ein beispielloses Ausmaß. Islamic Relief Deutschland warnt vor einer weiteren Eskalation und fordert internationale Regierungen auf, ihre politischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts dringend zu verstärken. Jeder weitere Tag der Gewalt koste Menschenleben.
Hungerkrise von historischem Ausmaß
Heftige Kämpfe und massive Kürzungen internationaler Hilfsgelder treiben immer mehr Familien in den Hunger - besonders in den Regionen Darfur und Kordofan. Laut einer aktuellen Einschätzung der Vereinten Nationen ist in Nord-Darfur mehr als die Hälfte der Kleinkinder unterernährt - eine der höchsten jemals weltweit gemessenen Raten.
Insgesamt leiden über 21 Millionen Menschen im Sudan unter akuter Nahrungsmittelknappheit. Erhebungen von Islamic Relief in Gedaref und Darfur zeigen: 83 Prozent der Familien haben nicht genug zu essen.
Eltern verzichten auf Essen, Kinder hungern
Seit Beginn des Krieges im April 2023 hat Islamic Relief über 1,2 Millionen Menschen im Sudan mit humanitärer Hilfe erreicht. Doch der Bedarf wächst schneller als die verfügbaren Mittel.
"Wir sehen Eltern, die auf Nahrung verzichten, um ihre unterernährten Kinder zu retten, und Menschen, die Blätter und Tierfutter essen, um zu überleben", sagt Shihab Mohamed Ali, leitender Programmmanager von Islamic Relief im Sudan.
Takaaya: Zivile Gemeinschaftsküchen schließen mangels Hilfe
Besonders dramatisch ist die Lage der freiwillig betriebenen Gemeinschaftsküchen - Takaaya - die in vielen Regionen die letzte Lebensader für tausende Familien darstellen. In Darfur und Kordofan mussten zahlreiche Küchen bereits schließen, da internationale Unterstützung ausbleibt.
Internationale Aufmerksamkeit lässt nach
Während die Kämpfe unvermindert andauern, droht die Krise international erneut in Vergessenheit zu geraten. Allein in der vergangenen Woche wurden über 100 Menschen getötet.
"Humanitäre Hilfe für die Menschen ist dringend notwendig, aber keine langfristige Lösung", so Ali.
"Wir brauchen die internationale Gemeinschaft, damit sie eine konstruktive Rolle spielt und ihre diplomatische Macht einsetzt, um einen Waffenstillstand und dauerhaften Frieden zu erreichen. Millionen von Menschenleben und die Zukunft des Sudan stehen auf dem Spiel."
Hintergrund
Der heutige Abend markiert 1.000 Tage Krieg im Sudan. Islamic Relief ist landesweit tätig und unterstützt die Bevölkerung unter anderem mit Lebensmitteln, medizinischer Versorgung, Bargeldhilfen, landwirtschaftlicher Unterstützung und psychosozialer Betreuung.
Bisher wurden mehr als 1,2 Millionen Menschen im gesamten Sudan durch die Hilfsorganisation versorgt - z.B. in Zentral-Darfur, Nord- und West-Kordofan, Khartum, Gedaref, im Bundesstaat Rotes Meer, in Al Jazirah, Sennar und im Blauen Nil.
Pressekontakt:
Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 0221 200 499-2279
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