Berlin (ots) -
Die syrische Übergangsregierung sucht offenbar die endgültige Abrechnung mit den Kurden in Nordsyrien. Seit Dienstag greifen Soldaten und verbündete Milizen mit schweren Waffen die vor allem von Kurden bewohnten Stadtteile Scheikh Maqsud und Aschrafijeh in Aleppo an; laut UN-Angaben sollen schon 30.000 Bewohner aus ihren Häusern vertrieben worden sein. Das am Donnerstag von den Behörden gewährte Zeitfenster zur Evakuierung dürfte kaum ausreichen, damit sich alle Menschen in Sicherheit bringen.
Aber das ist wohl nicht das erste Interesse der vom Übergangspräsidenten Ahmad Al-Scharaa angeführten Machthaber in Damaskus: Ihnen geht es darum, ein freies Kampffeld zu haben, ohne störende Zivilisten. Entsprechend wurden die kurdischen SDF-Einheiten und -Kämpfer zu einem legitimen militärischen Ziel erklärt, von denen man sich fernhalten solle. Statt zu verhandeln, bereitet man sich auf schwere Kämpfe vor, bei denen viel Blut fließen wird. 15 Tote sind schon zu beklagen.
Die internationale Gemeinschaft muss umgehend intervenieren, um die Parteien zum Einstellen der Kämpfe zu drängen. Speziell die USA hielten Hebel in der Hand, um auf Al-Scharaa, der erst kürzlich zu Besuch bei US-Präsident Trump war, einzuwirken. Doch die USA sind schon mit einem anderen Krieg beschäftigt - Hilfe ist von dort kaum zu erwarten. Dann muss sich wohl EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufraffen, Frieden zu stiften. An diesem Freitag trifft sie in Damaskus den syrischen Übergangspräsidenten Al-Scharaa. Die EU ist einer der größten Geldgeber des neuen Regimes. Druckmittel hätte sie also.
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Die syrische Übergangsregierung sucht offenbar die endgültige Abrechnung mit den Kurden in Nordsyrien. Seit Dienstag greifen Soldaten und verbündete Milizen mit schweren Waffen die vor allem von Kurden bewohnten Stadtteile Scheikh Maqsud und Aschrafijeh in Aleppo an; laut UN-Angaben sollen schon 30.000 Bewohner aus ihren Häusern vertrieben worden sein. Das am Donnerstag von den Behörden gewährte Zeitfenster zur Evakuierung dürfte kaum ausreichen, damit sich alle Menschen in Sicherheit bringen.
Aber das ist wohl nicht das erste Interesse der vom Übergangspräsidenten Ahmad Al-Scharaa angeführten Machthaber in Damaskus: Ihnen geht es darum, ein freies Kampffeld zu haben, ohne störende Zivilisten. Entsprechend wurden die kurdischen SDF-Einheiten und -Kämpfer zu einem legitimen militärischen Ziel erklärt, von denen man sich fernhalten solle. Statt zu verhandeln, bereitet man sich auf schwere Kämpfe vor, bei denen viel Blut fließen wird. 15 Tote sind schon zu beklagen.
Die internationale Gemeinschaft muss umgehend intervenieren, um die Parteien zum Einstellen der Kämpfe zu drängen. Speziell die USA hielten Hebel in der Hand, um auf Al-Scharaa, der erst kürzlich zu Besuch bei US-Präsident Trump war, einzuwirken. Doch die USA sind schon mit einem anderen Krieg beschäftigt - Hilfe ist von dort kaum zu erwarten. Dann muss sich wohl EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufraffen, Frieden zu stiften. An diesem Freitag trifft sie in Damaskus den syrischen Übergangspräsidenten Al-Scharaa. Die EU ist einer der größten Geldgeber des neuen Regimes. Druckmittel hätte sie also.
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