Berlin (ots) -
Sport hat nicht nur positive Effekte. Das musste Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Mittwochabend lernen, als aufflog, dass er am Samstag, als der durch einen Brandanschlag ausgelöste flächendeckende Stromausfall begann, seine Arbeit für eine Partie Tennis unterbrochen hatte.
Der Landesvater übt seine Rückhand, während Zehntausende frieren? Ein besseres Wahlkampfgeschenk für die Abgeordnetenhauswahl hätte Wegner der Opposition kaum machen können. Dabei gibt es nüchtern betrachtet am Krisenmanagement des Senats wenig auszusetzen: Essenzielle Infrastruktur wurde zügig mit Notstrom versorgt, die Krise endete sogar früher als zunächst vorausgesagt.
Nun bestätigt sich, dass dieser ruckelarme Ablauf darin begründet liegt, dass Wegner selbst herzlich wenig damit zu tun hatte. Der Regierungschef wirkte von Anfang an überfordert. Symptomatisch seine Rechtfertigung, er sei während seines Tennis-Ausflugs erreichbar gewesen - als wenn nicht er aktiv hätte handeln müssen. Dass Wegner die Situation falsch einschätzte, wäre ein schwerer, aber verzeihbarer Fehler gewesen. Unverzeihlich ist dagegen, dass er die Öffentlichkeit anschwindelte. Auf Nachfragen antwortete er zunächst, den ganzen Tag im Homeoffice verbracht zu haben - eine schamlose Lüge.
Am Donnerstag erklärte die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, sie unterstütze Wegner weiterhin. Dass man sich zu einem solchen Schritt genötigt sieht, spricht Bände über Wegners Zukunft. Sollte er nicht selbst den Mut zum Rücktritt finden, werden ihm die Berliner am 20. September diesen Schritt abnehmen.
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Sport hat nicht nur positive Effekte. Das musste Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Mittwochabend lernen, als aufflog, dass er am Samstag, als der durch einen Brandanschlag ausgelöste flächendeckende Stromausfall begann, seine Arbeit für eine Partie Tennis unterbrochen hatte.
Der Landesvater übt seine Rückhand, während Zehntausende frieren? Ein besseres Wahlkampfgeschenk für die Abgeordnetenhauswahl hätte Wegner der Opposition kaum machen können. Dabei gibt es nüchtern betrachtet am Krisenmanagement des Senats wenig auszusetzen: Essenzielle Infrastruktur wurde zügig mit Notstrom versorgt, die Krise endete sogar früher als zunächst vorausgesagt.
Nun bestätigt sich, dass dieser ruckelarme Ablauf darin begründet liegt, dass Wegner selbst herzlich wenig damit zu tun hatte. Der Regierungschef wirkte von Anfang an überfordert. Symptomatisch seine Rechtfertigung, er sei während seines Tennis-Ausflugs erreichbar gewesen - als wenn nicht er aktiv hätte handeln müssen. Dass Wegner die Situation falsch einschätzte, wäre ein schwerer, aber verzeihbarer Fehler gewesen. Unverzeihlich ist dagegen, dass er die Öffentlichkeit anschwindelte. Auf Nachfragen antwortete er zunächst, den ganzen Tag im Homeoffice verbracht zu haben - eine schamlose Lüge.
Am Donnerstag erklärte die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, sie unterstütze Wegner weiterhin. Dass man sich zu einem solchen Schritt genötigt sieht, spricht Bände über Wegners Zukunft. Sollte er nicht selbst den Mut zum Rücktritt finden, werden ihm die Berliner am 20. September diesen Schritt abnehmen.
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