DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Deutsche Produktion steigt im November um 0,8 Prozent
Die Produktion im verarbeitenden Sektor Deutschlands ist im November entgegen den Erwartungen nicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sie sich gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent und lag um ebenfalls 0,8 (Oktober: plus 1,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Rückgang von nur 0,7 Prozent prognostiziert. Allerdings hatte sich nach dem am Donnerstag gemeldeten Anstieg des Umsatzes im verarbeitenden Gewerbe bereits abgezeichnet, dass auch die Produktion gestiegen sein dürfte. Der vorläufig für Oktober gemeldete Produktionsanstieg von 1,8 Prozent wurde auf 2,0 Prozent revidiert. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich von September bis November war die Produktion um 0,7 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor.
Deutsche Exporte sinken im November um 2,5 Prozent
Die Ausfuhren der deutschen Wirtschaft sind im November deutlicher als erwartet zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken sie gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent, nachdem sie im Oktober um revidiert 0,2 Prozent zugelegt hatten. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang um nur 0,8 Prozent prognostiziert. Basis war ein vorläufig gemeldeter Anstieg im Oktober um 0,1 Prozent gewesen. Die Importe stiegen um 0,8 (Vormonat: minus 1,5) Prozent. Die Handelsbilanz wies einen saisonbereinigten Überschuss von 13,1 Milliarden Euro auf.
Deutscher Dienstleistungsumsatz sinkt im Oktober
Der deutsche Dienstleistungssektor ist schwach ins vierte Quartal gestartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken die Umsätze im Dienstleistungsbereich (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) im Oktober gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent. Gegenüber dem dritten Quartal ergibt sich damit ein Minus von 1,0 Prozent.
Deutscher Maut-Fahrleistungsindex steigt im Dezember deutlich
Die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen ist im Dezember gegenüber Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 3,2 Prozent gestiegen. Wie das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilen, war dies der höchste monatliche Anstieg seit März 2021. Der Index lag außerdem um 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats Dezember 2024. Referenzreihe des Maut-Fahrleistungsindex' ist die Industrieproduktion.
Ifo-Geschäftsklima in der Autoindustrie etwas besser
Der Geschäftsklimaindex in der Automobilindustrie hat sich im Dezember 2025 leicht verbessert: Der Saldo stieg auf minus 19,8 Punkte, von minus 20,2 Punkten im November, wie das Ifo-Institut mitteilte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage schlechter beurteilen, sehen sie den kommenden Monaten weniger pessimistisch entgegen. "Einen Lichtblick stellt die Entwicklung bei der Elektromobilität dar", sagte ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Trump: Fannie und Freddie kaufen 200 Mrd US-Dollar Hypothekenanleihen
Die staatlichen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac werden nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar aufkaufen, um die zuletzt stark gestiegenen Kosten für den Kauf von Häusern im Land zu dämpfen. "Dies ist einer meiner vielen Schritte zur Wiederherstellung der Erschwinglichkeit, die von der Biden-Regierung völlig zerstört wurde", schrieb Trump in den sozialen Medien. "Wir bringen den AMERICAN DREAM zurück, der von der letzten Regierung zerstört wurde."
Chinas Verbraucherpreisinflation steigt leicht
Die Verbraucherinflation in China hat im Dezember leicht angezogen, während die Erzeugerpreise weiterhin rückläufig waren. Damit geht ein weiteres Jahr zu Ende, das von anhaltendem Deflationsdruck bei gleichzeitig schwacher Binnennachfrage geprägt war. Wie die National Statistikbehörde (NBS) mitteilte, stieg der Verbraucherpreisindex im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent und entsprach damit den Markterwartungen. Dies stellte eine Beschleunigung gegenüber dem Anstieg von 0,7 Prozent im November dar und war der dritte monatliche Zuwachs in Folge. Die Erzeugerpreise blieben unter Druck, wenngleich sich das Tempo des Rückgangs verlangsamte. Chinas Erzeugerpreisindex fiel im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent, nach einem Rückgang von 2,2 Prozent im November.
FR/Privater Konsum Nov -0,3% gg Vm; unverändert gg Vj
FR/Privater Konsum Okt rev +0,5% (vorl: +0,4%) gg Vm
FR/Industrieproduktion Nov -0,1% gg Vm
FR/Industrieproduktion Nov PROGNOSE: -0,2% gg Vm
Japan/Ausgaben privater Haushalte Nov +2,9% (PROGNOSE: -0,9%) gg Vorjahr
Japan/Ausgaben Arbeitnehmer-Haushalte Nov +7,2% gg Vorjahr
Japan/Konsumneigung Nov 82,3%
Japan/Konsumneigung Nov +7,4 Pkt gg Vorjahr
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Dez +0,1% gg Vm
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Dez +3,1% gg Vj
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Dez PROG: unverändert gg Vm, +3,0% gg Vj
Norwegen Verbraucherpreise Dez +0,1% gg Vm, +3,2% gg Vj
US/Verbraucherkredite Nov plus 4,2 Mrd USD
US/Verbraucherkredite Okt revidiert plus 9,2 Mrd USD (vorl: plus 9,2 Mrd USD)
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January 09, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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