DJ MÄRKTE USA/Schwacher US-Arbeitsmarktbericht dämpft Zinssenkungshoffnungen
DOW JONES--Nach überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten dürfte die Wall Street zum Wochenausklang mit einem leichten Plus in den Handel starten. Der Stellenaufbau im Dezember blieb mit 50.000 unter der Erwartung einer Zunahme um 73.000 Stellen. Der vorläufig für November gemeldete Zuwachs von 64.000 wurde auf 56.000 revidiert. Insgesamt war die Beschäftigtenzahl der beiden Vormonate um 76.000 niedriger als bisher angenommen. Die Arbeitslosenquote sank im Dezember auf 4,4 Prozent, während Ökonomen hier mit 4,5 Prozent gerechnet hatten.
Die Arbeitsmarktdaten dürften Diskussionen über eine Zinssenkung der US-Notenbank im Januar in den Hintergrund drängen - angesichts der niedrigeren Arbeitslosenquote sowie der begrenzten Anträge auf Arbeitslosenunterstützung dürften die Vertreter kaum eine große Dringlichkeit verspüren, die Zinsen nach drei Zinssenkungen in Folge zum Ende des Jahres 2025 noch weiter zu senken, heißt es.
Der Future auf den S&P-500 steigt aktuell um 0,3 Prozent, nach einem Plus von 0,2 Prozent unmittelbar vor der Veröffentlichung der Daten. Zudem könnte der Oberste Gerichtshof in einer möglichen Entscheidung die Nutzung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Donald Trump zur Verhängung weitreichender Zölle für illegal erklären, so Derek Halpenny von der MUFG Bank in einer Research Note.
Die anderen veröffentlichten US-Konjunkturdaten treten dagegen in den Hintergrund. Die Baubeginne gaben im Oktober deutlicher nach, verzeichneten im September dagegen ein moderates Plus. Nach der Eröffnung folgt noch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan.
Der Dollar gibt nach den Arbeitsmarktdaten seine leichten Gewinne wieder ab. Der Dollar-Index zeigt sich kaum verändert. Anleger achten zudem auf eine mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über die Anwendung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Trump zur Verhängung von Zöllen. "Sollte das Gericht gegen Trump entscheiden, erwarten wir, dass die Regierung die Zollmauer schnell mit alternativen Befugnissen wieder aufbaut", so Asger Wilhelm Dalsjo von der Danske Bank.
Der Goldpreis legt mit den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten leicht zu und dreht ins Plus. Für die Feinunze geht es um 0,1 Prozent auf 4.480 Dollar nach oben.
Die Ölpreise setzen ihre positive Vortagesentwicklung fort. Die Notierungen für Brent und WTI verbessern sich um bis zu 0,6 Prozent. Stützend wirkt die Warnung von Präsident Trump, dass die USA den Iran "sehr hart" treffen würden, sollte die Regierung dort Proteste gewaltsam unterdrücken. Positiv wirkt auch ein Gesetzesvorhaben des US-Kongresses, das schwere Sanktionen gegen Käufer von sanktioniertem russischem Öl ermöglichen würde. Außerdem werde auf ein Treffen zwischen Trump und US-Ölkonzernen am Freitag gewartet, um Investitionen im Ölsektor Venezuelas zu besprechen.
Wenig Bewegung gibt es am Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger Papiere zeigt sich kaum verändert bei 4,xx Prozent.
Bei den Einzelwerten geht es für die Aktie von General Motors vorbörslich um 2,2 Prozent nach unten. Der US-Konzern rechnet im vierten Quartal mit Aufwendungen in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar aufgrund einer Überprüfung seiner Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge nach dem Auslaufen der Steuergutschrift für diese Fahrzeuge in und der nachlassenden Verbrauchernachfrage. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2026 weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen anfallen werden, die jedoch laut einer Meldung an die Börsenaufsichtsbehörde SEC deutlich geringer ausfallen werden als die Aufwendungen im Jahr 2025.
Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) sind gesucht, nach besser als erwarteten Umsatzzahlen von TSMC. Der weltweit größte Auftragschiphersteller meldete einen Umsatzanstieg von 32 Prozent für 2025 und übertraf die Markterwartungen. Für die Aktien Der TSMC-Zulieferers Applied Materials geht es um 3,2 Prozent nach oben, Lam Research - ebenfalls Kunde von TSMC - gewinnen 3,3 Prozent. Auch die Aktien der TSMC-Kunden Broadcom, Advanced Micro Devices und Nvidia steigen um bis zu 1,4 Prozent.
Revolution Medicines steigen um 15,9 Prozent. Hintergrund ist ein Bericht der Financial Times, wonach Merck & Co in Gesprächen sei, den Krebsmedikamentenhersteller zu kaufen. Die Aktie hatte bereits am Mittwoch um 29 Prozent zugelegt, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass der Arzneimittelhersteller AbbVie kurz vor einem Deal mit dem Biotechnologieunternehmen stehe. Die Aktien von Merck & Co zeigen sich kaum verändert.
=== DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:02 % YTD EUR/USD 1,1646 -0,1% 1,1659 1,1666 -0,8% EUR/JPY 183,42 +0,3% 182,88 183,00 -0,7% EUR/CHF 0,9313 +0,0% 0,9311 0,9318 +0,0% EUR/GBP 0,8670 -0,1% 0,8677 0,8678 -0,5% USD/JPY 157,49 +0,4% 156,85 156,86 +0,0% GBP/USD 1,3433 -0,0% 1,3437 1,3442 -0,2% USD/CNY 7,0044 -0,2% 7,0189 7,0183 -0,1% USD/CNH 6,9768 -0,1% 6,9814 6,9823 +0,1% AUS/USD 0,6694 -0,1% 0,6703 0,6698 +0,4% Bitcoin/USD 90.440,20 -0,8% 91.128,35 90.814,10 +2,9% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 58,13 57,76 +0,6% 0,37 +1,1% Brent/ICE 62,33 61,99 +0,5% 0,34 +2,4% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.479,52 4.476,70 +0,1% 2,82 +3,6% Silber 78,27 77,00 +1,6% 1,27 +8,0% Platin 1.962,39 1.948,43 +0,7% 13,96 +11,1% Kupfer 5,91 5,80 +2,0% 0,12 +1,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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January 09, 2026 09:06 ET (14:06 GMT)
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