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MÄRKTE USA/Wall Street freundlich - Sonderaufwendungen belasten GM

DJ MÄRKTE USA/Wall Street freundlich - Sonderaufwendungen belasten GM

DOW JONES--Nach überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten zeigt sich die Wall Street am Freitag im Verlauf etwas fester. Der Stellenaufbau im Dezember blieb mit 50.000 unter der Erwartung einer Zunahme um 73.000 Stellen. Der vorläufig für November gemeldete Zuwachs von 64.000 wurde auf 56.000 revidiert. Insgesamt war die Beschäftigtenzahl der beiden Vormonate um 76.000 niedriger als bisher angenommen. Die Arbeitslosenquote sank im Dezember auf 4,4 Prozent, während Ökonomen hier mit 4,5 Prozent gerechnet hatten.

Die Arbeitsmarktdaten dürften Diskussionen über eine Zinssenkung der US-Notenbank im Januar in den Hintergrund drängen - angesichts der niedrigeren Arbeitslosenquote sowie der begrenzten Anträge auf Arbeitslosenunterstützung dürften die Vertreter kaum eine große Dringlichkeit verspüren, die Zinsen nach drei Zinssenkungen in Folge zum Ende des Jahres 2025 noch weiter zu senken, heißt es. Die Daten veranlassen die Anleger, verstärkt auf eine Zinspause der Fed zu wetten, wobei die Wahrscheinlichkeit dafür laut dem FedWatch-Tool der CME von 88 auf 95 Prozent gestiegen ist.

Der Dow-Jones-Index steigt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,6 Prozent auf 49.546 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,6 Prozent nach oben und der Nasdaq-Composite notiert 0,8 Prozent höher. Im Blick steht neben den Arbeitsmarktdaten eine mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur Nutzung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Donald Trump zur Verhängung weitreichender Zölle. Das Gericht könnte diese für illegal erklären, meint Derek Halpenny von der MUFG Bank in einer Research Note. "Sollte das Gericht gegen Trump entscheiden, erwarten wir, dass die Regierung die Zollmauer schnell mit alternativen Befugnissen wieder aufbaut", so Asger Wilhelm Dalsjo von der Danske Bank.

Die anderen veröffentlichten US-Konjunkturdaten treten in den Hintergrund. Die Baubeginne gaben im Oktober deutlicher nach, verzeichneten im September dagegen ein moderates Plus. Der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan stieg im Januar stärker als erwartet.

Der Dollar gibt nach den Arbeitsmarktdaten seine leichten Gewinne kurzzeitig ab, erholt sich im Anschluss aber wieder. Der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent.

Der Goldpreis legt mit den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten zu und dreht ins Plus. Für die Feinunze geht es um 0,6 Prozent auf 4.505 Dollar aufwärts. Das Lohnwachstum beschleunige sich und unterstreiche damit das Narrativ der hartnäckigen Inflation, welches bereits den starken Anstieg der Gold- und Silberpreise im vergangenen Jahr mit angetrieben habe, heißt es.

Die Ölpreise setzen ihre positive Vortagesentwicklung fort. Die Notierungen für Brent und WTI verbessern sich um bis zu gut 3 Prozent. Stützend wirkt die Warnung von Präsident Trump, dass die USA den Iran "sehr hart" treffen würden, sollte die Regierung dort Proteste gewaltsam unterdrücken. Positiv wirkt auch ein Gesetzesvorhaben des US-Kongresses, das harte Maßnahmen gegen Käufer von sanktioniertem russischem Öl ermöglichen würde. Außerdem werde auf ein Treffen zwischen Trump und US-Ölkonzernen am Freitag gewartet, um Investitionen im Ölsektor Venezuelas zu besprechen.

Wenig Bewegung gibt es am Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger Papiere sinkt um 1,0 Basispunkt auf 4,17 Prozent.

Bei den Einzelwerten fallen die Aktien von General Motors um 3,2 Prozent. Der US-Konzern rechnet im vierten Quartal mit Aufwendungen in Höhe von 6 Milliarden Dollar aufgrund einer Überprüfung seiner Produktionskapazitäten für Elektrofahrzeuge nach dem Auslaufen der Steuergutschrift für diese Fahrzeuge und nachlassender Nachfrage. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2026 weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen anfallen werden, die jedoch laut einer Meldung an die Börsenaufsichtsbehörde SEC deutlich geringer ausfallen werden als die Aufwendungen im Jahr 2025.

Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) sind gesucht, nach besser als erwartet ausgefallenen Umsatzzahlen von TSMC. Der weltweit größte Auftragschiphersteller meldete einen Umsatzanstieg von 32 Prozent für 2025 und übertraf die Markterwartungen. Die Aktien des TSMC-Zulieferers Applied Materials steigen um 4,6 Prozent, Lam Research - ebenfalls TSMC-Kunde - gewinnen 7,9 Prozent. Auch die Aktien der TSMC-Kunden Broadcom und Advanced Micro Devices steigen um bis zu 3,5 Prozent.

Revolution Medicines legen um 3 Prozent zu. Hintergrund ist ein Bericht der Financial Times, wonach Merck & Co darüber verhandelt, den Krebsmedikamentenhersteller zu kaufen. Die Aktie hatte bereits am Mittwoch um 29 Prozent zugelegt, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass der Arzneimittelhersteller AbbVie kurz vor einem Deal mit dem Biotechnologieunternehmen stehe. Die Aktien von Merck & Co rücken um 0,2 Prozent vor.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          49.545,55    +0,6%   279,44   +2,5% 
S&P-500         6.964,38    +0,6%   42,92   +1,1% 
NASDAQ Comp       23.661,52    +0,8%   181,50   +1,0% 
NASDAQ 100       25.731,33    +0,9%   224,22   +1,0% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:02  % YTD 
EUR/USD          1,1633    -0,2%   1,1659   1,1666  -0,8% 
EUR/JPY          183,88    +0,5%   182,88   183,00  -0,7% 
EUR/CHF          0,9321    +0,1%   0,9311   0,9318  +0,0% 
EUR/GBP          0,8674    -0,0%   0,8677   0,8678  -0,5% 
USD/JPY          158,06    +0,8%   156,85   156,86  +0,0% 
GBP/USD          1,3411    -0,2%   1,3437   1,3442  -0,2% 
USD/CNY          7,0078    -0,2%   7,0189   7,0183  -0,1% 
USD/CNH          6,9747    -0,1%   6,9814   6,9823  +0,1% 
AUS/USD          0,6682    -0,3%   0,6703   0,6698  +0,4% 
Bitcoin/USD       91.447,95    +0,4% 91.128,35 90.814,10  +2,9% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          59,52    57,76   +3,0%    1,76  +1,1% 
Brent/ICE          63,66    61,99   +2,7%    1,67  +2,4% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.506,92   4.476,70   +0,7%   30,22  +3,6% 
Silber           80,38    77,00   +4,4%    3,38  +8,0% 
Platin          1.982,17   1.948,43   +1,7%   33,74 +11,1% 
Kupfer            5,93     5,80   +2,3%    0,13  +1,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

January 09, 2026 11:58 ET (16:58 GMT)

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