BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten ist eine zweite provisorische Hochspannungsleitung in Betrieb genommen worden. "Sie sichert die Stromversorgung in dem betroffenen Gebiet zusätzlich ab", teilte Stromnetz Berlin mit. Die Zuschaltung sei wie geplant ohne erneute Stromunterbrechung erfolgt.
Die beiden Provisorien blieben so lange in Betrieb, bis der ursprüngliche Netzzustand wieder hergestellt sei. "Die Planungen dafür laufen bereits. Die eigentlichen Arbeiten werden allerdings Monate in Anspruch nehmen", teilte das Unternehmen mit. Der Anschlag habe erheblichen Schaden verursacht.
Nach einem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf vor einer Woche waren anfangs rund 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe ohne Strom gewesen. Am Mittwoch waren nach offiziellen Angaben alle Haushalte wieder versorgt.
Innensenatorin hebt Großschadenslage auf
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte am Freitag die erklärte Großschadenslage für beendet. Die Stromversorgung in Steglitz-Zehlendorf sei wieder stabil, teilte Spranger mit, die Voraussetzungen für eine Großschadenslage lägen daher nicht mehr vor./kil/DP/zb
