BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist nach eigenen Angaben bereit, neue Sanktionen gegen den Iran vorzuschlagen. "Die EU hat bereits weitreichende Sanktionen gegen den Iran verhängt - und zwar gegen diejenigen, die für Menschenrechtsverletzungen, die Ausweitung des Atomprogramms und für Teherans Unterstützung von Russlands Krieg in der Ukraine verantwortlich sind. Und ich bin bereit, zusätzliche Sanktionen als Antwort auf die brutale Unterdrückung von Demonstranten vorzuschlagen", sagte sie der Zeitung "Die Welt".
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dürfte es zunächst vor allem um Strafmaßnahmen gegen Verantwortliche für die Gewalt gegen Demonstranten gehen - möglicherweise auch gegen Minister. Gegen sie könnten EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren erlassen werden.
Kallas sagte, dass die Bürgerinnen und Bürger im Iran alles riskierten, um gehört zu werden. "Das Regime hat eine lange Geschichte darin, Proteste zu ersticken, und wir sehen eine brutale Reaktion der Sicherheitskräfte."/rew/DP/zb
