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MÄRKTE EUROPA/DAX konsolidiert nach Allzeithoch - Gold steigt

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX konsolidiert nach Allzeithoch - Gold steigt

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte konsolidieren zum Start in die Woche. Investoren warteten erst einmal ab, heißt es im Handel. Der DAX notiert 0,1 Prozent höher bei 25.282 Punkten, nachdem er im frühen Handel mit 25.295 auf Allzeithoch gehandelt hat. Der Euro-Stoxx-50 verliert 0,3 Prozent. Der Impuls kommt einmal mehr aus den USA, dort tendieren die US-Futures schwächer. Erneut sorgt für Verunsicherung, dass die US-Regierung eine neue Attacke auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank gestartet hat. Die US-Notenbank hat nach Angaben ihres Chefs Jerome Powell eine Vorladung vom US-Justizministerium erhalten. Dabei gehe es um den 2,5 Milliarden Dollar teuren Umbau der Fed-Zentrale in Washington. Powell bezeichnet die Maßnahme allerdings als Vorwand. Tatsächlich gehe es darum, den Druck auf ihn zu erhöhen, die Leitzinsen zu senken.

Momentan wird am Markt davon ausgegangen, dass die US-Notenbank die Leitzinsen auf ihrer Sitzung Ende Januar bestätigen wird - US-Präsident Donald Trump ist dagegen im Lager derjenigen zu finden, die nach einer Zinssenkung rufen. Nachdem die US-Arbeitslosenquote am Freitag auf 4,4 Prozent gefallen war, fiel auch die Erwartung auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf nur noch 5 Prozent. Zudem prognostizieren die GDPNow-Daten der Federal Reserve Atlanta ein BIP-Wachstum im vierten Quartal 2025 von sagenhaften 5,1 Prozent. Auch diese Daten wird Powell im Blick haben. Unter dem anhaltenden Machtgerangel über die zukünftige Zinspolitik leidet der Dollar, der Euro legt im Gegenzug auf 1,1687 Dollar zu.

Unter den Edelmetallen geht es aber deutlicher aufwärts, sie erhalten als vermeintlich sichere Häfen Zulauf - gestützt durch die Situation im Iran und die Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed. Gold verteuert sich um 1,9 Prozent auf 4.597 Dollar und ist damit so teuer wie nie. Die Entwicklung im Iran beschert nicht nur geopolitische Sorgen, sondern gefährdet auch die Förderung von knapp 2 Millionen Barrel Öl pro Tag im Land. In Folge legten die Preise zum Wochenschluss zu, bewegen sich aber am Morgen kaum mehr.

Mit Blick auf die Sektoren geht es für die Minenwerte in Europa nach oben, Fresnillo haussiert mit Silber um weitere 5 Prozent. Aber auch Rüstung notiert im Plus und legt um 0,5 Prozent zu. Mit Blick auf den Ölpreis wie auch die Wetterlage notieren die Fluglinien schwächer, der Sektor verliert 1,5 Prozent.

Auch der Sektor der Banken handelt leichter, auch hier liefert Trump den Impuls. So geht es für die Aktie von Barclays um 4 Prozent nach unten - belastet nach Aussage von Marktstratege Neil Wilson von Saxomarkets von der von US-Präsident Donald Trump angekündigten einjährigen Obergrenze für Kreditkartenzinsen von 10 Prozent. Dies sei ein weiterer Eingriff in die US-Wirtschaft, während Trump bereits die Zwischenwahlen im Laufe dieses Jahres im Blick hat. Die Maßnahme dürfte auch negativ für Visa, Mastercard, Capital One und American Express sein. Dies dürfte am Nachmittag die Wall Street belasten.

Für die Aktie von Heineken geht es mit der Nachricht, dass der CEO geht, erst einmal 2,6 Prozent nach unten. Für die Analysten der RBC kommt dieser Schritt nicht überraschend. CEO Dolf van den Brink trat mit hohen Erwartungen an, doch Heineken konnte diese nicht erfüllen. Seit seiner Ernennung am 1. Juni 2020 habe Heineken eine Gesamtrendite für Aktionäre (Total Shareholder Return, TSR) von minus 9 Prozent erzielt und damit deutlich schlechter abgeschnitten als die Wettbewerber Anheuser-Busch Inbev (+36%) und Carlsberg (+12%) sowie der MSCI-Index für europäische Basiskonsumgüter insgesamt (+22%).

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.980,49    -0,3%   -16,98   +3,6% 
Stoxx-50         5.076,18    -0,2%   -9,10   +3,4% 
DAX           25.282,37    +0,1%   20,73   +3,1% 
MDAX          32.106,46    -0,2%   -60,71   +5,1% 
TecDAX          3.834,47    +0,4%   14,23   +5,5% 
SDAX          18.105,51    -0,1%   -13,06   +5,5% 
CAC           8.334,47    -0,3%   -27,62   +2,6% 
SMI           13.390,67    -0,2%   -31,15   +1,2% 
ATX           5.376,89    -0,5%   -26,35   +1,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Fr, 17:03  % YTD 
EUR/USD          1,1691    +0,5%   1,1632   1,1643  -1,0% 
EUR/JPY          184,48    +0,3%   183,88   183,78  -0,2% 
EUR/CHF          0,9307    -0,1%   0,9317   0,9323  +0,1% 
EUR/GBP          0,8685    +0,0%   0,8683   0,8674  -0,5% 
USD/JPY          157,80    -0,2%   158,05   157,84  +0,8% 
GBP/USD          1,3460    +0,5%   1,3398   1,3422  -0,5% 
USD/CNY          7,0066    -0,0%   7,0093   7,0071  -0,2% 
USD/CNH          6,9688    -0,1%   6,9764   6,9730  -0,0% 
AUS/USD          0,6705    +0,3%   0,6686   0,6685  +0,2% 
Bitcoin/USD       90.692,20    +0,3% 90.413,75 91.350,30  +2,2% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          58,92    59,12   -0,3%   -0,20  +2,3% 
Brent/ICE          63,16    63,34   -0,3%   -0,18  +3,5% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.596,68   4.509,97   +1,9%   86,71  +4,4% 
Silber           84,37    79,63   +6,0%    4,74 +11,7% 
Platin          2.031,84   1.956,28   +3,9%   75,56 +11,6% 
Kupfer            6,02     5,90   +2,0%    0,12  +3,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 12, 2026 04:23 ET (09:23 GMT)

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