DJ XETRA-SCHLUSS/DAX startet mit neuem Allzeithoch in die Woche
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt ist mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 25.405 Punkte, bei 25.421 Punkten wurde ein neues Allzeithoch markiert. Es war bereits das fünfte in diesem Jahr. Für etwas Unterstützung sorgte der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone. Er stieg im Januar auf minus 1,8 von minus 6,2, erwartet worden war lediglich eine leichte Besserung auf minus 4,9. "Nach den deutschen Daten zu den Aufträgen und zur Industrieproduktion zeigt nun auch der Sentix, dass die Konjunktur anzieht", so ein Marktteilnehmer. Entwarnung kann aber noch keine gegeben werden.
Dass die US-Regierung eine erneute Attacke auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank gestartet hat, wurde ignoriert, wie sonst auch alle geopolitischen Krisen. Die Fed hat nach Angaben ihres Chefs Jerome Powell eine Vorladung vom US-Justizministerium erhalten. Dabei gehe es um den 2,5 Milliarden Dollar teuren Umbau der Fed-Zentrale in Washington. Powell bezeichnete die Maßnahme allerdings als Vorwand.
Die Anleger setzen vermutlich auf einen guten Verlauf der beginnenden Berichtssaison für das vierte Quartal. Die Deutsche Bank erwartet, dass die im S&P-500 gelisteten Unternehmen in der gerade startenden Berichtssaison für das vierte Quartal die Gewinne um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern werden. Dies impliziere ein Überbieten der Konsenserwartungen um 5,5 Prozentpunkte. Im historischen Schnitt werden die Markterwartungen um 4,9 Prozentpunkte geschlagen. Sollte die Deutsche Bank mit ihrer optimistischen Einschätzung Recht behalten, ist eine schärfere Korrektur an den Börsen aktuell unwahrscheinlich.
Für Fresenius Medical Care (FMC) ging es um 2,9 Prozent nach oben. Treiber dürfte das beschleunigte Aktienrückkaufprogramm des Dialyseanbieters gewesen sein. Die zweite Tranche von 415 Millionen Euro soll nun bis Mai 2026 abgeschlossen sein, was deutlich vor der ursprünglichen Analysten-Annahme von Mitte 2027 liegt, so MWB. Die schnellere Durchführung führe zu einer früheren Reduzierung der Aktienanzahl, was einen Rückgang der ausstehenden Aktien um nahezu 10 Prozent impliziere und die Steigerung des Gewinns je Aktie auf 2026 vorziehe. Fresenius gewannen 3 Prozent.
Konsumwerte waren in der Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr gesucht. So ging es für die Aktie von Beiersdorf um 3,1 Prozent nach oben, Douglas gewannen 1,5 Prozent oder Zalando 1,0 Prozent.
TKMS setzten die jüngste Rally fort und gewannen 12,4 Prozent. Der Rüstungskonzern hat vor wenigen Tagen ein Gebot für German Naval Yards Kiel (GNYK) abgeben. Die Analysten von MWB stufen dies als positiv für die Aktie ein. Renk gewannen 3,2 Prozent, für Rheinmetall ging es nach dem jüngsten Kurssprint dagegen 0,5 Prozent nach unten.
Tui fielen um 0,7 Prozent und Lufthansa um 1 Prozent. "Das ist die Furcht vor einer Eskalation im Iran", so ein Marktteilnehmer. Noch zeigten sich die Ölpreise zwar ruhig, das könne sich aber schnell ändern, meint er. Für Gold ging es angesichts der Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank um 2,4 Prozent nach oben.
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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD
DAX 25.405,34 +0,6% +3,1%
DAX-Future 25.545,00 +0,5% +2,7%
XDAX 25.416,06 +0,6% +2,8%
MDAX 32.320,50 +0,5% +5,1%
TecDAX 3.837,50 +0,5% +5,5%
SDAX 18.190,77 +0,4% +5,5%
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 128,19 +24
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag
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January 12, 2026 11:54 ET (16:54 GMT)
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