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MÄRKTE EUROPA/DAX behauptet Gewinne - Start in die Berichtssaison gelungen

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX behauptet Gewinne - Start in die Berichtssaison gelungen

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstagmittag mit einer insgesamt wenig veränderten Tendenz. Der DAX hat zwar bei 25.428 Punkten im frühen Handel erneut ein Rekordhoch markiert, notiert aktuell aber wenig verändert bei 25.378 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 tritt mit einem Minus von 2 Punkten auf 6.014 Punkte ebenfalls nahezu auf der Stelle. Händler sprechen von einer Verschnaufpause nach der Aufwärtsrally der vergangenen vier Wochen.

Im DAX war das neue Allzeithoch bereits das sechste Allzeithoch seit Jahresbeginn. "In Frankfurt nährt die Hausse einmal mehr die Hausse, auch weil internationale Investoren ihr Geld aus den USA abziehen und nach Alternativen suchen", so CMC Markets. Doch es gibt auch erste Warnzeichen einer Konsolidierung. So ist die Put-Call-Ratio unter den Wert von eins gefallen. Auf der anderen Seite sind die Prämien am Terminmarkt tendenziell gestiegen, die für Absicherungen gezahlt werden müssen.

Im Blick steht aber nun auch der Start in die Berichtssaison. JP Morgan hat mit den Zahlen die Berichtssaison in den USA offiziell eröffnet. Der Kurs zieht vorbörslich um 0,8 Prozent an. Der Gewinn ist im vergangenen Quartal zwar um 7 Prozent gesunken, das lag allerdings lediglich an Einmalbelastungen. Im DAX steigen Commerzbank nun um 0,4 Prozent und Deutsche Bank um 0,2 Prozent.

Noch wichtiger für die Märkte ist allerdings die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Dezember. Erwartet wird sowohl in der Gesamtrate als der Kernrate ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Nach der günstigen November-Lesung, die durch den Regierungs-Shutdown beeinflusst worden war, sind die aktuellen Daten von besonderem Interesse.

HDAX mit längster Gewinnserie seit 1997

Der HDAX, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien umfasst, ist am Vortag den 13. Handelstag in Folge gestiegen. "Damit hat er seine Rekordserie aus dem Jahr 1997 eingestellt. Eine längere Gewinnserie gab es in der bis 1988 zurückgehenden Indexhistorie noch nie. Der letzte negative Handelstag war der 17. Dezember des vergangenen Jahres", heißt es bei QC Partners. Aus technischer Sicht seien DAX und HDAX mittlerweile massiv überkauft. Politische Risiken brächten die Anleger nicht aus der Ruhe. "Es wirkt, als würden nur ausschließlich positive Nachrichten gelesen, während negative Nachrichten ausgeblendet werden."

Aktienrückkauf stützt Symrise

Für die Symrise-Aktie geht es 4,1 Prozent nach oben. Die Ankündigung eines Aktienrückkaufs über 400 Millionen Euro stützt hier. Dieser sollte nach Einschätzung von JP Morgan den Gewinn je Aktie um 2 bis 3 Prozent heben. Die Analysten stufen den Rückkauf als nachvollziehbare Verwendung liquider Mittel ein angesichts einer Nettoverschuldung/EBITDA-Quote von unter 2. Mit Blick auf die ebenfalls angekündigten Wertminderungen zeigen sich JPM wenig überrascht. Eine Wertberichtigung von 145 Millionen Euro erfolgt im Zusammenhang mit dem Plan, das Geschäft mit Terpenen zu veräußern. Zudem schreibt Symrise 150 Millionen Euro auf die Beteiligung an der Swedencare AB ab.

Um 4,3 Prozent aufwärts geht es für Zalando. Hintergrund dürfte die Erwartung guter Viertquartalszahlen sein. JP Morgan erwartet solide Ergebnisse. Die Analysten rechnen mit einem EBIT von 261 Millionen Euro, was ein EBIT für das Gesamtjahr von 589 Millionen Euro zur Folge hätte. Dies liege 2 Prozent über der Konsensschätzung. Daneben hat JP Morgan die EBIT-Schätzung für 2026 um 5 Prozent auf 675 Millionen Euro erhöht.

Der Sektor der europäischen Bauwerte stellt mit minus 2,5 Prozent den größten Verlierer. Hier belastet Sika (-7,8%) die Stimmung. Mit Blick auf die Zahlen zum vierten Quartal heißt es von Jefferies, dass Belastungen durch den Regierungsstillstand in den USA zu einem Ergebnis geführt hätten, das schwächer als erwartet ausgefallen sei und eine Senkung der Margenprognose für das Gesamtjahr 2025 nach sich gezogen habe. Während ein wenig inspirierender Umsatzbericht kaum überraschen sollte, könnte die Neubewertung der Marge für 2025 das Erreichen der mittelfristigen Zielvorgaben erschweren.

Im MDAX fallen SMA Solar um 8,2 Prozent. Die Anleger könnten die Auswirkungen der geplanten Investitionen unterschätzen, was auf die Marge drücken könnte, heißt es bei Jefferies. Außerdem verweisen die Analysten auf die gute Entwicklung der Aktie und die jüngsten Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen.

Orsted legen dagegen um 4,9 Prozent zu. Die Dänen dürfen die Arbeiten an ihrem US-Projekt Revolution Wind vorerst fortsetzen, obwohl die Trump-Regierung versucht hat, das Vorhaben an der US-Ostküste zu stoppen. Ein US-Bundesrichter gab am Montag dem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den von der Trump-Regierung verhängten Baustopp für das 5-Milliarden-US-Dollar-Projekt statt. In einer jüngeren Studie warnt die Citigroup allerdings vor weiteren Regierungsinterventionen und der Gefahr, dass die Projektkosten aus dem Ruder laufen könnten.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.018,74    +0,0%    2,44   +3,6% 
Stoxx-50         5.102,51    +0,1%    3,13   +3,4% 
DAX           25.398,18    -0,0%   -7,16   +3,1% 
MDAX          32.135,68    -0,6%  -184,82   +5,1% 
TecDAX          3.836,07    -0,0%   -1,43   +5,5% 
SDAX          18.121,91    -0,4%   -68,86   +5,5% 
CAC           8.319,68    -0,5%   -39,08   +2,6% 
SMI           13.345,12    -0,6%   -81,86   +1,2% 
ATX           5.425,11    -0,3%   -15,23   +1,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:05  % YTD 
EUR/USD          1,1667    -0,0%   1,1669   1,1677  -1,0% 
EUR/JPY          185,39    +0,5%   184,48   184,49  -0,2% 
EUR/CHF          0,9315    +0,1%   0,9302   0,9301  +0,1% 
EUR/GBP          0,8662    -0,1%   0,8667   0,8668  -0,5% 
USD/JPY          158,91    +0,5%   158,10   158,00  +0,8% 
GBP/USD          1,3470    +0,1%   1,3463   1,3472  -0,5% 
USD/CNY          7,0053    -0,0%   7,0068   7,0018  -0,2% 
USD/CNH          6,9716    +0,0%   6,9696   6,9645  -0,0% 
AUS/USD          0,6702    -0,1%   0,6709   0,6719  +0,2% 
Bitcoin/USD       91.973,50    +0,9% 91.163,95 91.747,70  +2,2% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          60,60    59,50   +1,8%    1,10  +3,7% 
Brent/ICE          64,97    63,87   +1,7%    1,10  +5,1% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.579,82   4.596,05   -0,4%   -16,23  +4,4% 
Silber           85,58    85,23   +0,4%    0,35 +11,7% 
Platin          2.003,02   2.016,09   -0,6%   -13,07 +11,6% 
Kupfer            6,06     6,03   +0,4%    0,03  +5,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros

(END) Dow Jones Newswires

January 13, 2026 07:36 ET (12:36 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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