BERLIN (dpa-AFX) - Die Linke unterstützt die SPD beim Ziel einer Reform der Erbschaftssteuer und weist Kritik der Union an dem Vorhaben zurück. "Die Erbschaftssteuer in ihrer jetzigen Form ist eine der ungerechtesten Steuern im Land", sagte Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek in Berlin.
Drei Viertel der Milliardäre hätten ihr Vermögen ererbt. Doch gerade für große Vermögen gebe es Ausnahmen, die abgeschafft werden müssten. Einheitliche Regeln für alle Erbschaften wären das Minimum, meinte Reichinnek. "Und ich verspreche Ihnen an dieser Stelle: Jede Milliardärsfamilie, die wegen einer fairen Erbschaftssteuer auf der Straße landet, der schmiere ich persönlich Butterbrote, um durch die harte Zeit zu kommen."
Auch für Unternehmen wäre eine Abschaffung der sogenannten Verschonungsbedarfsprüfung keine Bedrohung, da sich die Steuerlast über 20 Jahre strecken lasse, fügte Reichinnek hinzu. "Es geht also nicht an die Substanz."
Die SPD hatte ihre Pläne mit mehr Chancengleichheit und Gerechtigkeit begründet, aber scharfe Kritik bei der Union und von Wirtschaftsverbänden ausgelöst./vsr/DP/nas
