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MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Preisdaten sprechen gegen Zinssenkung

DJ MÄRKTE USA/Knapp behauptet - Preisdaten sprechen gegen Zinssenkung

DOW JONES--Knapp behauptet haben die US-Börsen den Handel am Dienstag beendet. Die auf den ersten Blick günstigen Inflationsdaten zeigten bei genauerem Hinsehen, dass die Belastung für die Verbraucher noch immer hoch ist. Die Verbraucherpreise sind auf Monatssicht wie erwartet gestiegen, die Kernrate sogar einen Tick geringer ausgefallen als vorhergesagt. Letztere ist entgegen den Erwartungen auf Jahressicht zurückgegangen, Volkswirte hatten mit einer Beschleunigung gerechnet. Einzelne Komponenten - vor allem die Lebensmittelpreise, aber auch die Wohnkosten - sind im vergangenen Monat jedoch gestiegen. Insgesamt liegt die Inflation über dem Ziel der US-Notenbank. Die Daten untermauerten Erwartungen, dass die Federal Reserve bei ihrer Sitzung in diesem Monat keine Zinssenkung vornehmen wird.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,8 Prozent auf 49.192 Punkte, belastet von kräftigen Kursverlusten bei JP Morgan, Visa und Salesforce. Der S&P-500 sank um 0,2 Prozent. Dow und S&P-500 hatten am Montag neue Rekordstände erreicht. Der Nasdaq-Composite gab um 0,1 Prozent nach. Nach vorläufigen Angaben wurden an der Nyse 1.444 (Montag: 1.580) Kursgewinner gesehen, denen 1.335 (1.150) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 48 (103) Titel.

"Der heutige Inflationsbericht gibt der Fed nicht das, was sie braucht, um die Zinsen noch in diesem Monat zu senken", urteilte Ellen Zentner, Chefvolkswirtin bei Morgan Stanley Wealth Management. Aber Anleger hofften auf Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf angesichts sinkender Inflationsraten. Darüber hinaus sprachen Händler aber vom Unwillen unter Anlegern, größere Positionsanpassungen vor Beginn der Viertquartalsberichte der Unternehmen und einem möglichen Urteil des Obersten Gerichtshofes zur Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump am Mittwoch vorzunehmen. Laut Trump wären die USA "geliefert", wenn das Gericht gegen die reziproken Zölle seiner Regierung entscheiden sollte.

Anleihen verzeichneten angesichts der Verluste am Aktienmarkt etwas Zulauf. Die Zehnjahresrendite sank um einen Basispunkt auf 4,17 Prozent. Der Dollar legte zu, der Dollar-Index stieg um 0,3 Prozent. Der Goldpreis setzte seine Hausse zunächst fort und stieg auf weitere Allzeithochs, ehe kleinere Gewinnmitnahmen einsetzten. Auch Silber erreichte eine neues Rekordhoch. Die Ölpreise zogen mit der Entwicklung im Iran kräftig an. Die USA werden einen Zoll von 25 Prozent für jedes Land erheben, das Geschäfte mit dem Iran tätigt. Hintergrund sind die Massenproteste gegen die Mullah-Regierung.

"Der Start in die Berichtssaison ist gelungen", sagte ein Marktteilnehmer mit Blick auf JP Morgan. Der Kurs verlor allerdings 4,2 Prozent, da der Gewinn im vergangenen Quartal um 7 Prozent gesunken ist. Das lag allerdings lediglich an Einmalbelastungen. Bereinigt um Kosten für die Einführung der Apple-Kreditkarte übertraf der Gewinn die Konsensschätzung.

Delta Air Lines büßten 2,4 Prozent ein. Die Fluggesellschaft hatte zwar die Markterwartungen mit den Quartalszahlen geschlagen, der Ausblick enttäuscht aber. Bank of New York Mellon zogen nach gestiegenem Viertquartalsergebnis um 1,9 Prozent an.

Moderna machten einen Satz von 17 Prozent. Der Pharmahersteller kündigte an, im Verlauf der kommenden beiden Jahre einen Kombi-Impfstoff gegen Covid und Grippe auf den Markt zu bringen.

Softwareaktien wurden von den gesunkenen Zinssenkungshoffnungen belastet, wie Marktteilnehmer sagten. Die Bewertungen der Anbieter von Software-as-a-Service basierten auf den Erwartungen an künftige Barmittelflüsse. Steigende Zinsen schmälerten den Wert der künftigen Gewinne, hieß es. Salesforce verbilligten sich um 7,1, Snowflake um 5 und Workday um 4 Prozent.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          49.191,99    -0,8%  -398,21   +3,2% 
S&P-500         6.963,74    -0,2%   -13,53   +1,9% 
NASDAQ Comp       23.709,87    -0,1%   -24,03   +2,1% 
NASDAQ 100       25.741,95    -0,2%   -45,71   +2,1% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:05  % YTD 
EUR/USD          1,1645    -0,2%   1,1669   1,1677  -0,7% 
EUR/JPY          185,30    +0,4%   184,48   184,49  +0,1% 
EUR/CHF          0,9326    +0,3%   0,9302   0,9301  -0,1% 
EUR/GBP          0,8671    +0,0%   0,8667   0,8668  -0,7% 
USD/JPY          159,13    +0,6%   158,10   158,00  +0,8% 
GBP/USD          1,3430    -0,2%   1,3463   1,3472  -0,0% 
USD/CNY          7,0094    +0,0%   7,0068   7,0018  -0,3% 
USD/CNH          6,9743    +0,1%   6,9696   6,9645  -0,2% 
AUS/USD          0,6682    -0,4%   0,6709   0,6719  +0,5% 
Bitcoin/USD       94.479,45    +3,6% 91.163,95 91.747,70  +3,0% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          61,00    59,50   +2,5%    1,50  +3,7% 
Brent/ICE          65,34    63,87   +2,3%    1,47  +5,1% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.587,84   4.596,05   -0,2%   -8,21  +6,4% 
Silber           86,82    85,23   +1,9%    1,59 +19,4% 
Platin          2.004,99   2.016,09   -0,6%   -11,10 +15,0% 
Kupfer            6,00     6,03   -0,5%   -0,03  +5,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

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January 13, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)

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