Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (per 28.2.) Rückgänge bei Umsatz und Ertrag erzielt, aufgrund der schwierigen Gemengelage bei Agrarrohstoffen im Allgemeinen und Zuckerrüben im Speziellen insgesamt aber noch respektabel abgeschnitten. Für das Gesamtjahr wird unverändert mit einem deutlichen EBIT-Anstieg gerechnet.
Die Neunmonatszahlen 2025/26 der Österreicher sind rückläufig, daran gibt es nichts zu deuteln. Allerdings ist das Unternehmen etwas besser davongekommen, als etwa die deutsche Südzucker AG. Der Umsatz sank um fast 8 Prozent auf 2.494,0 Mio. Euro und das EBIT verminderte sich um gut 5 Prozent auf 48,4 Mio. Euro. Unterm Strich liegt das Konzernergebnis mit 9,6 Mio. Euro (9M 2024/25: 14,5 Mio. Euro) aber im Plus.
Für das Gesamtjahr 2025/26 bleibt das Management zuversichtlich und bestätigt die Ziele. Demnach soll der Umsatz moderat sinken, während beim EBIT unverändert mit einem deutlichen Anstieg gerechnet wird. Hierbei ist zu beachten: Im September 2025 gab das Unternehmen bereits bekannt, dass das EBIT entgegen der ursprünglichen Planung nicht nur stabil bleiben wird, sondern durch die besser als erwartete Entwicklung im Q2 sogar deutlich zulegen soll.
Die im Vergleich zu Südzucker sichtbar positivere Entwicklung dürfte überwiegend durch die Entwicklung im Zuckergeschäft begründet sein. Sinkende Erzeugerpreise belasten zwar auch bei Agrana das Zuckersegment, anders als beim deutschen Wettbewerber ist der Anteil dieses Geschäftsbereichs an den Gesamterlösen aber deutlich geringer. Dementsprechend hat sich die Aktie vom Tief gelöst, für eine nachhaltig positive Aktienkursentwicklung bedarf es jedoch zunächst verbesserter Rahmenbedingungen für Agrarrohstoffe in der EU.
(aktien-global.de, 14.01.2026, 10:00 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)




