XRP hat diese Woche wieder gezeigt, warum dieser Markt nichts für schwache Nerven ist. Erst brutaler Abverkauf, dann plötzlich Stabilität, fast schon trotzig. In den letzten Tagen wirkte es zeitweise so, als würde XRP einfach "fallen gelassen" werden: 7 rote Sessions am Stück, Stimmung toxisch, Social Media voll mit "XRP ist tot". Gleichzeitig tauchten aber Signale auf, die man als Marktbeobachter nicht wegwischen sollte. Während viele Retail-Trader rausgeschüttelt wurden, deuteten Flows und große Transfers darauf hin, dass im Hintergrund wieder aufgebaut wird.
Und das Timing ist kein Zufall. Parallel dazu ist in den USA wieder spürbar Bewegung im Thema Marktstruktur und Regulierung drin. Genau solche Phasen lieben Whales. Nicht, weil sie irgendein Lager feiern, sondern weil Narrative und Liquidität dann neu sortiert werden. Wenn alle nur noch auf rote Kerzen starren, kann Big Money in Ruhe die Gegenseite stellen.
Der Dump in 3 Akten: Warum XRP so hart abgestraft wurde
Wer ehrlich ist, der Dump war weniger "mystisch" als viele tun. Es war klassische Marktmechanik. XRP fiel 7 Sessions in Folge, Berichte nennen das die schwächste Serie seit November 2025. So eine Serie ist wie eine Einladung für ein Liquidity Event: Erst kippt die Stimmung, dann werden Supports angelaufen, dann knackt eine Zone, und plötzlich wirkt alles wie Kapitulation.
Nach 7 roten Tagen ist der Markt selten noch rational. Genau da wird es gefährlich. Orderbücher werden dünn, Slippage steigt, kleine Bewegungen fühlen sich wie Abgründe an. Dann reicht oft 1 größere Sell Wave, um eine Kaskade zu zünden: Support bricht, Stop Loss feuern, Liquidations laufen, und Retail wird zur Exit Liquidity.
Das Entscheidende ist aber nicht der Dump. Das Entscheidende ist, was danach passiert. Wenn XRP nach so einer Sequenz nicht weiter durchgereicht wird, sondern Käufer anfangen zu absorbieren, ist das häufig das erste echte Signal, dass wieder große Hände aktiv werden.
Wale schlagen zurück: Warum das große Geld im Chaos kauft
Whales kaufen nicht aus Überzeugung oder Nostalgie. Sie kaufen, wenn Marktstruktur, Liquidität und Timing stimmen. Nach einem mehrtägigen Abverkauf ist Retail oft mental platt. Angst dominiert, Geduld ist weg. Und genau dann ist es am günstigsten, Positionen aufzubauen, ohne gegen eine brutale FOMO zu kämpfen. Das ist der Vorteil, den normale Trader nicht haben: Whales müssen nicht reagieren, sie können warten und skalieren.
Diese Woche passten ein paar Dinge verdächtig gut ins Bild. Es gab Berichte über einen Anstieg großer Transfers, Santiment wurde als Quelle genannt, was $100.000+ Transaktionen betrifft. Solche Daten sind kein Heiliger Gral, klar. Aber sie zeigen: Die großen Adressen schlafen nicht. Und sie verschwinden auch nicht plötzlich. In vielen Marktphasen ist steigende Whale Aktivität sogar genau das, was Volatilität triggert, weil der Markt wieder ernsthaft "gelebt" wird.
Und noch etwas: Ein Asset, das wirklich tot ist, hat keine relevante, wiederkehrende Liquidität. XRP hat sie. Genau darum geht es am Ende immer. Nicht um Meinungen, sondern um Liquidität und Positionierung.
XRPL "minus 99% Aktivität": Schock Headline, aber nicht automatisch Schock Fundament
Eine der härtesten Schlagzeilen war die Behauptung, die XRP Ledger Aktivität sei innerhalb von 48 Stunden um 99% eingebrochen. Das klingt nach einem Totalschaden, und so wird es natürlich auch geteilt. In der Einordnung wird das aber häufig als Timing Effekt beschrieben, typisch für Wochenenden, wenn institutionelle Flows und große Akteure runterfahren.
In einem weiteren Kontext wurde genannt, dass On Chain Daten einen deutlichen Rückgang im Payment Volumen zeigen sollen, während der Preis gleichzeitig relativ stabil über der $2 Zone blieb.

XRP preis, 14. januar 2026 - Quelle: CoinMarketCap
Das ist ein wichtiger Reality Check. Wenn On Chain Zahlen dramatisch aussehen, der Marktpreis aber nicht entsprechend kollabiert, dann bewertet der Markt diese Info oft anders als die Timeline.
Heißt nicht: ignorieren. Heißt nur: richtig einordnen. Für Trader zählt, ob so ein Drop länger anhält, ob es technische Ursachen gibt, oder ob es einfach eine normale Liquiditätsdelle war. Diese Woche sieht es eher nach einem kurzfristigen Effekt aus als nach einem strukturellen Problem.
Washington ist wieder Katalysator: Warum Regulierung XRP härter bewegt als andere
Während der Markt noch mit dem Abverkauf beschäftigt war, kam in den USA wieder das Thema zurück, das jedes große Asset beeinflusst: Market Structure. Reuters berichtete am 13. Januar 2026 über einen Senatoren Entwurf, der klarere Regeln schaffen soll, inklusive Zuständigkeitsfragen SEC vs. CFTC. Dazu wurde erneut über eine neue Fassung des Digital Asset Market Clarity Act gesprochen, die Optimismus im Markt getriggert hat.
Und XRP reagiert auf solche Themen traditionell extrem sensibel. Das ist nicht zufällig. Seit Jahren hängt XRP im Narrativ an Fragen wie Einstufung, Rechtssicherheit und institutionelle Nutzbarkeit. Deshalb ist XRP in solchen Wochen oft ein Stimmungsbarometer: Wenn Klarheit wahrscheinlicher wird, wird XRP aggressiver gekauft. Wenn Unsicherheit dominiert, wird XRP härter abgestraft.
Genau deshalb ist die Kombi aus 7 Tagen Druck plus regulatorischer Katalysator so explosiv. Panik liefert Liquidität. Regulierung liefert Story. Und in Krypto ist eine Story oft schon der halbe Pump.
Bitcoin Hyper als Rotation Chance neben XRP

Wenn XRP gerade der Rebound Trade ist, stellen sich viele automatisch die nächste Frage: Wo ist das asymmetrische Upside, wenn der Markt wieder risk on dreht? Und genau hier wird Bitcoin Hyper plötzlich richtig interessant. Nicht als Ersatz für XRP, sondern als Opportunity im zweiten Move der Rotation.
Der Punkt ist simpel: In Rotationsphasen laufen Majors häufig zuerst, oft kontrolliert. Danach kommen die Trades, bei denen Aufmerksamkeit, Momentum und Beta alles dominieren. Bitcoin Hyper (HYPER) passt in genau dieses Fenster, weil es sich an das große Bitcoin Narrativ andockt, aber zugleich deutlich mehr Hebel in der Wahrnehmung hat als BTC selbst. Wenn Kapital wieder breiter in den Markt fließt, landen solche Projekte oft sehr schnell im Fokus, weil sie "neue Story plus Upside" verbinden.
Ja, Frühphase bedeutet auch höheres Risiko. Das ist die Kehrseite. Aber genau deshalb kann das Chance Risiko Profil asymmetrisch sein. Wenn die Story zündet, reagiert ein Markt nicht linear, sondern exponentiell. Und während XRP sehr stark auf Liquidität, Whale Flows und Regulierung reagiert, kann HYPER genau dann profitieren, wenn Risk Appetite zurückkommt und der Markt wieder nach der nächsten großen Wette sucht.
Wenn du 2026 smart spielen willst, beobachtest du beides: den Rebound bei Majors wie XRP und die frühen Rotation Kandidaten, bei denen Aufmerksamkeit der eigentliche Treibstoff ist.
Fazit: XRP ist nicht tot, es wird gerade getestet
Die wichtigste Erkenntnis dieser Woche: "XRP ist tot" ist kein Research, sondern Emotion. Ja, der Markt hat XRP 7 Tage gedrückt. Aber genau solche Phasen sind oft der Moment, in dem Whales das Feld übernehmen. Angst liefert Liquidität. Ungeduld liefert Fehler. Und sobald große Transfers und Aktivität in den Daten auftauchen, kann sich die Dynamik schneller drehen, als viele erwarten.
Die XRPL Schlagzeilen mit "minus 99%" zeigen perfekt, wie stark Krypto auf Drama reagiert. Dramatisch im Look, aber nicht automatisch dramatisch im Fundament, vor allem wenn der Preis nicht mit abstürzt. Und dann ist da noch Washington, wo 2026 spürbar wieder an Marktstruktur gearbeitet wird.
Am Ende ist das die echte Story: Nicht ob XRP lebt, sondern wer die Liquidität kontrolliert. Und diese Woche sah sehr danach aus, als hätten die großen Player wieder Lust bekommen, das Spiel zu drehen.