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MÄRKTE USA/Wall Street vor Zollentscheidung im Minus

DJ MÄRKTE USA/Wall Street vor Zollentscheidung im Minus

DOW JONES--Der Wall Street steht am Mittwoch ein ereignisreicher Tag bevor. Vor wichtigen Schlagzeilen scheint kein Kaufinteresse zu bestehen. Neben den viel beachteten Einzelhandelsumsätzen, die im November stärker als veranschlagt gesteigert wurden, sind die Erzeugerpreise im November einen Tick niedriger als gedacht ausgefallen. Doch steht vor allem eine mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den von US-Präsident Donald Trump verhängten Einfuhrzöllen mit Hilfe des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) im Fokus. Das Herzstück von Trumps Wirtschaftspolitik könnte vom Gericht gekippt werden.

Vor diesem Hintergrund verliert der Dow-Jones-Index im frühen Handel 0,1 Prozent auf 49.147 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,5 bzw. 0,8 Prozent ein. "Das Gericht hält Termine zur Urteilsverkündung ab, und der nächste steht heute an. Da vorher nicht bekanntgegeben wird, welche Fälle behandelt werden, bleibt abzuwarten, was dabei herauskommt. Üblicherweise werden die Neuigkeiten gegen 16:00 Uhr MEZ veröffentlicht", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Sollten die Richter die IEEPA-Zölle beerdigen, dürfte diese Entscheidung eigentlich positiv von der Börse aufgenommen werden. Doch wisse man nicht, zu welchen Maßnahmen Trump dann greife, heißt es im Handel. Daher halten sich Anleger zunächst zurück.

Auch das Treffen von US-Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio mit der dänischen Premierministerin Frederiksen und Grönlands Regierungschef Nielsen wegen der Grönland-Spannungen verunsichere Anleger, heißt es weiter.

Zudem sind weitere wichtige Viertquartalszahlen aus dem Bankensektor veröffentlich worden. Mit JP Morgan "haben die Dinge nicht gerade auf vielversprechende Weise begonnen (...)", verweist Marktstratege Michael Brown von Pepperstone auf die Geschäftszahlen vom Vortag aus dem Sektor. Bank of America sinken um 3,5 Prozent. Die Bank hat von höheren Zinserträgen und gestiegenen Einnahmen im Aktienhandel profitiert. Sie steigerte den Gewinn deutlich und schnitt etwas besser ab als von Analysten erwartet. Allerdings warnte die Bank vor den Folgen einer Zinsobergrenze für Kreditkarten, wie Trump sie ins Spiel gebracht hatte. Der Verkauf des Russland-Geschäfts hat der Citigroup einen Gewinnrückgang beschert. Bereinigt verdiente die Bank mehr als veranschlagt - der Kurs steigt um 0,2 Prozent. Wells Fargo verfehlte die Erwartungen der Analysten dagegen, der Kurs gibt 4 Prozent ab.

Die Aktien von Nvidia geben 1,8 Prozent nach, nachdem die Trump-Regierung mitgeteilt hat, dass das Unternehmen neue Sicherheitsanforderungen erfüllen müsse, um seine H200-Chips an China zu verkaufen. Netflix sinken um 0,3 Prozent. Der Streamingdienst hat offenbar ein reines Barangebot für die Studio- und HBO-Max-Sparten von Warner Bros. Discovery vorbereitet. Netflix-Konkurrent Paramount hatte im Dezember ein feindliches reines Barangebot für Warner unterbreitet, das Warner (+1%) jedoch ablehnte.

Fortinet (-0,5%) und Palo Alto Networks (-0,1%) geben nach. Chinesische Behörden wollen den Einsatz von Cybersicherheits-Sofware aus den USA und Israel laut einem Bericht untersagen.

Am Rentenmarkt halten die günstigen Inflationsdaten die Hoffnungen auf Zinssenkungen im Jahresverlauf am Köcheln. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 2 Basispunkte auf 4,15 Prozent. Insgesamt zeigten sie sich angesichts des politischen Drucks auf die US-Notenbank, der Geopolitik und der Wirtschaftsdaten widerstandsfähig, heißt es. Der Dollar-Index gibt mit sinkenden Marktzinsen um 0,2 Prozent nach. Der Goldpreis (+0,8%) zieht deutlich an, aber das tat er bereits vor den Daten. Händler verweisen auf die Lage im Iran und die Suche nach vermeintlicher Sicherheit.

Nach dem Rücksetzer vom Morgen sind die Ölpreise wieder auf dem Weg nach oben. Brent und WTI steigen um rund 1,0 Prozent. Grund ist laut Händlern die Spekulation auf einen unmittelbar bevorstehenden US-Militärschlag gegen das Mullah-Regime im Iran.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.146,64    -0,1%   -45,35     +2,3% 
S&P-500         6.932,06    -0,5%   -31,68     +1,7% 
NASDAQ Comp       23.521,51    -0,8%  -188,36     +2,0% 
NASDAQ 100       25.540,98    -0,8%  -200,98     +1,9% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 20:40 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1655    +0,1%   1,1645     1,1648  -0,9% 
EUR/JPY          184,44    -0,5%   185,31     185,36  +0,6% 
EUR/CHF          0,9326    -0,0%   0,9327     0,9328  +0,2% 
EUR/GBP          0,8662    -0,1%   0,8674     0,8672  -0,6% 
USD/JPY          158,25    -0,6%   159,13     159,13  +1,5% 
GBP/USD          1,3456    +0,2%   1,3423     1,3432  -0,3% 
USD/CNY          7,0067    -0,0%   7,0076     7,0094  -0,3% 
USD/CNH          6,9711    -0,0%   6,9745     6,9747  -0,0% 
AUS/USD          0,6685    -0,1%   0,6689     0,6681  +0,2% 
Bitcoin/USD       95.898,65    +0,2% 95.666,20   94.004,60  +6,6% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          61,73    61,15   +0,9%      0,58  +6,3% 
Brent/ICE          66,14    65,47   +1,0%      0,67  +7,5% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.622,58   4.586,75   +0,8%     35,83  +6,2% 
Silber           91,10    86,95   +4,8%      4,16 +21,9% 
Platin          2.049,11   1.997,66   +2,6%     51,45 +13,9% 
Kupfer            6,07     6,02   +1,0%      0,06  +5,0% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cln

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January 14, 2026 09:50 ET (14:50 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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