DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Erzeugerpreise deuten auf höheren Preisdruck im November hin
Der Preisdruck auf der Erzeugerebene in den USA hat im November zugenommen. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Produzentenpreise um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 3,0 (Vormonat: 2,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 0,3 Prozent prognostiziert.
Umsätze der US-Einzelhändler steigen im November um 0,6 Prozent
Die US-Einzelhändler haben ihre Umsätze im November deutlicher als erwartet gesteigert. Die gesamten Umsätze stiegen um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Wie das US-Handelsministerium weiter berichtete, stiegen die Umsätze ohne Kfz um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten in dieser Kategorie einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet.
Defizit in der US-Leistungsbilanz im dritten Quartal gesunken
Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im dritten Quartal 2025 gefallen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug es 226,4 Milliarden US-Dollar. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 232,5 Milliarden Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium berichtete, wurde das Defizit im zweiten Quartal auf 249,2 Milliarden Dollar revidiert, nachdem zunächst ein Minus von 251,3 Milliarden Dollar genannt worden war.
Fed/Paulson signalisiert weitere Zinssenkungen 2026
Die US-Notenbank könnte nach Ansicht der Präsidentin der Federal Reserve von Philadelphia bei einem weiteren Rückgang der Inflation und einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes die Zinsen senken, auch bei einem soliden Wirtschaftswachstum. Das aktuelle Zinsniveau sei "ein wenig restriktiv", sagte Anna Paulson in einer Rede bei einer Veranstaltung der Handelskammer von Greater Philadelphia. Sie signalisierte, dass eine weitere Lockerung angemessen wäre.
Fed/Miran: US-Deregulierung Basis für Zinssenkungen
Die Bemühungen der Trump-Regierung zur Deregulierung für Unternehmen könnten der US-Notenbank laut Fed-Gouverneur Stephen Miran weitere Zinssenkungen ermöglichen. "Ich glaube, dass die umfassende Deregulierung, die in den Vereinigten Staaten im Gange ist, den Wettbewerb, die Produktivität und das potenzielle Wachstum erheblich ankurbeln wird und ein schnelleres Wirtschaftswachstum ermöglicht, ohne Aufwärtsdruck auf die Inflation auszuüben", sagte Miran laut dem veröffentlichten Redetext auf einer Konferenz in Athen.
US-Rohöllagerbestände überraschend gestiegen
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 9. Januar ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,4 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 1,4 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 3,8 Millionen Barrel reduziert.
EU knüpft 90-Milliarden-Euro-Kredit für Ukraine an Kauf europäischer Waffen
Die Ukraine soll im Rahmen des vereinbarten neuen EU-Kredits über 90 Milliarden Euro Waffen und militärische Systeme vorrangig von europäischen Herstellern beziehen. Wie die Europäische Union mitteilte, gilt diese Vorgabe, sofern diese Firmen lieferfähig sind.
Opec prognostiziert stetiges Nachfragewachstum für 2027
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) geht in ihrer ersten Prognose für das Jahr 2027 von einem stetigen Wachstum der weltweiten Ölnachfrage aus. Das in Wien ansässige Kartell rechnet in seinem viel beachteten Monatsbericht mit einem Anstieg der Nachfrage um 1,34 Millionen Barrel pro Tag im nächsten Jahr, was leicht unter dem für 2026 geschätzten Wachstum von 1,38 Millionen Barrel pro Tag liegt.
+++ Konjunkturdaten +++
*US/Verkäufe bestehender Häuser Dez +5,1% auf 4,35 Mio JahresrateDowJones
*US/Verkäufe bestehender Häuser Dez PROGNOSE: 4,22 Mio JahresrateDowJones
*US/Bestand unverkaufter Häuser bei 3,3 MonatsangebotenDowJones
*US/Median-Preis bestehender Häuser Dez +0,4% gg Vj auf 405.400 USDDowJones
*US/Lagerbestände Okt +0,3%; (PROG: +0,2%) gg Vm
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January 14, 2026 13:01 ET (18:01 GMT)
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