DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Großhandelspreise steigen zum Jahresende 2025 moderat
Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel haben das Jahr 2025 mit einem leichten Plus abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, lagen die Preise im Dezember um 1,2 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Damit hat sich der Preisanstieg im Vergleich zum November, als die Teuerungsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen hatte, etwas abgeschwächt. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Großhandelspreise im Dezember sogar leicht um 0,2 Prozent.
Beige Book zeigt höhere Wirtschaftsaktivität
Die wirtschaftliche Aktivität in den USA hat sich einer Erhebung der US-Notenbank zufolge in acht von zwölf Fed-Distrikten leicht bis moderat verbessert. Wie es im Konjunkturbericht Beige Book heißt, stellt dies eine Verbesserung gegenüber den vorherigen drei Berichtszyklen dar, als die meisten Distrikte kaum Veränderungen gemeldet hatten. Die meisten Banken hätten ein leichtes Wachstum bei den Konsumausgaben berichtet, vor allem dank des Weihnachtsgeschäfts. In einigen Distrikten hätten Verbraucher mit höheren Einkommen mehr Geld für Luxusgüter, Reisen und Aktivitäten ausgegeben. Verbraucher mit geringeren Einkommen seien jedoch zunehmend preissensibel.
Fed/Kashkari: US-Wirtschaft am besten mit unabhängiger Fed gedient
Der US-Wirtschaft ist nach Ansicht des Präsidenten der Federal Reserve von Minneapolis am besten mit einer unabhängigen Zentralbank gedient. "Wir tun unser Bestes, um die bestmöglichen Urteile zu fällen, halten aber die Politik heraus", sagte Neel Kashkari im Rahmen einer virtuellen Konferenz. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Gremium weiterhin die besten Entscheidungen treffen wird, basierend auf Daten und Analysen, um das duale Mandat zu erfüllen, mit dem der Kongress uns beauftragt hat", fügte er mit Blick auf den Offenmarktausschuss, der die Zinsen festlegt, hinzu.
Fed-Gouverneur Miran rügt Notenbanker für Verteidigung Powells
Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Fed-Gouverneur Stephen Miran hat führende Notenbanker wegen ihrer Unterstützung für Fed-Chef Jerome Powell angesichts der strafrechtlichen Untersuchung des US-Justizministeriums kritisiert. Der Brief zur Unterstützung Powells, der von prominenten Zentralbankvertretern aus der ganzen Welt unterzeichnet wurde, sei eine Kompetenzüberschreitung gewesen, sagte Miran bei einer Veranstaltung in Athen.
Bank of Korea tastet den Leitzins erwartungsgemäß erstmal nicht an
Südkoreas Zentralbank hat ihren Leitzins erwartungsgemäß zum fünften Mal in Folge unangetastet bei 2,50 Prozent gelassen. Zudem hat die Notenbank einen Hinweis auf mögliche Zinssenkungen aus ihrer geldpolitischen Erklärung entfernt. Die steigenden Immobilienpreise und die schwache Währung schränken in Südkorea derzeit den Spielraum auf Zinssenkungen ein. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Notenbank Südkoreas bei ihrer ersten Sitzung des neuen Jahres keine Veränderung vornehmen wird. Seit Frühjahr 2025 liegt der Leitzins nun auf diesem Niveau.
Trump rückt nach Gesprächen nicht von Grönland-Plänen ab
Spitzenbeamte aus Dänemark und Grönland haben nach einem Besuch im Weißen Haus erklärt, dass sie Präsident Donald Trump nicht davon überzeugen konnten, seine Ambitionen zur Annexion Grönlands aufzugeben. Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio empfingen die dänischen und grönländischen Außenminister im Weißen Haus inmitten eines außergewöhnlichen Konflikts zwischen den USA und ihren engsten Verbündeten über die Zukunft der Insel mit 57.000 Einwohnern.
Dänemark will Militärpräsenz in Grönland verstärken
US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio haben sich im Weißen Haus mit dem dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen und der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt getroffen. Das Treffen dauerte etwa eine Stunde. Kurz zuvor hatten beide Seiten ihre unterschiedlichen Positionen zur Zukunft des dänischen Territoriums Grönland bekräftigt.
USA erheben Chip-Zölle von 25 Prozent - vorerst nur Nvidia und AMD betroffen
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch zwei Dekrete unterzeichnet, um Zölle auf einige Halbleiter zu erheben und Vorbereitungen für mögliche Zölle auf kritische Mineralien zu treffen. Die Anordnung schreibt fest, was Trump im Dezember gesagt hatte, als er andeutete, dass Nvidia 25 Prozent der Einnahmen aus Verkäufen von H200-Chips nach China an die USA abführen würde.
Trump: Tötungen im Iran sollen aufgehört haben
Die Vereinigten Staaten haben nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump erfahren, dass der Iran die wohl geplanten Hinrichtungen inhaftierter Demonstranten nicht ausführen wird. Vor Reportern im Weißen Haus sagte Trump: "Uns wurde gesagt, dass das Töten im Iran aufhört - es hat aufgehört." Er fügte an, er hoffe, dass das, was den Regierungsmitgliedern mitgeteilt wurde, auch der Wahrheit entspreche.
+++ Konjunkturdaten +++
GB/BIP Nov +0,3% gg Vormonat, +1,4% gg Vorjahr
GB/BIP 3 Mon per Nov +0,1% gg Vorquartal, +1,3% gg Vorjahr
GB/Industrieproduktion Nov +1,1% gg Vm; +2,3% gg Vj
GB/Industrieproduktion Nov PROG: unverändert gg Vm, +0,4% gg Vj
GB/Industrieproduktion Okt rev +1,3% gg Vm, +0,4% gg Vj
DJG/DJN/apo
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January 15, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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