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MÄRKTE EUROPA/AMSL stützt Techwerte - Rohstoffpreise fallen

DJ MÄRKTE EUROPA/AMSL stützt Techwerte - Rohstoffpreise fallen

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt ist mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Donnerstag gestartet. Gestützt wird die Stimmung von starken Zahlen des taiwanesischen Chipausstatters TSMC sowie fallenden Ölpreisen. Sowohl WTI als auch Brent beenden die jüngste Aufwärtswelle mit Abschlägen von über 3 Prozent. Händler verweisen auf die kurzfristige Entspannung in der Iran-Krise, weil es bisher offensichtlich doch keine Hinrichtungen von Demonstranten gab, eine Forderung von US-Präsident Donald Trump an das Mullah-Regime. Trump hat eine militärische Intervention im Iran nicht ausgeschlossen. So gibt es auch Medienberichte, laut denen ein US-Angriff auf den Iran in den kommenden Stunden erfolgen könnte.

Keine echte Entspannung ist im Konflikt zwischen den USA und Dänemark um Grönland auszumachen. Spitzenbeamte aus Dänemark und Grönland haben nach einem Besuch im Weißen Haus erklärt, dass sie Präsident Trump nicht davon überzeugen konnten, seine Ambitionen zur Annexion Grönlands aufzugeben. Beide Parteien einigten sich auf die Schaffung einer Arbeitsgruppe. Trump bekräftigte allerdings seine Position, wonach die USA Grönland aus Sicherheitsgründen benötigten.

Der DAX verliert 0,1 Prozent 25.276 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es dagegen dank steigender Technologieaktien um 0,4 Prozent auf 6.026 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht nach auf 1,1633 Dollar, an den Anleihe-Märkten ziehen die Renditen moderat an. Auch die Preise der Edelmetalle fallen, am stärksten geht es für Silber mit einem Minus von knapp 4 Prozent nach unten. Die Sektoren der Öl- und Energiewerte reduzieren sich um 0,6 bzw. 0,8 Prozent. Das stützt Luftfahrtaktien: Lufthansa gewinnen 1,6 Prozent oder Air France-KLM 1,2 Prozent.

Jefferies spricht von einem schwachen Trading-Update von Repsol (-5,9%) zum vierten Quartal. Das Fördergeschäft habe die Erwartungen verfehlt, das Raffinerie-Geschäft die Prognosen lediglich erfüllt. Die Analysten schätzen, dass die Konsensschätzungen für den bereinigten Gewinn um 5 bis 10 Prozent fallen werden. Zudem haben die Analysten von RBC die Aktie auf "Underperform" von "Sectorperform" abgestuft. OMV geben nach ihrem Zwischenbericht 2,3 Prozent ab - obgleich dieser von Analysten als neutral eingestuft wird.

Starke Zahlen und ein starker Ausblick von TSMC stützen die Stimmung für Technologieaktien, für die es europaweit um 1,8 Prozent nach oben geht. Für das neue Geschäftsjahr rechnet der Halbleiterkonzern mit einer deutlichen Beschleunigung des Umsatzwachstums auf rund 30 Prozent. Das liegt mindestens am oberen Rand der Erwartungen, die sich zuletzt auf eine Beschleunigung Richtung 25 bis 30 Prozent eingependelt haben. ASML gewinnen 5,3 Prozent und Aixtron 4,4 Prozent.

Am Nachmittag ergänzen dann Goldman Sachs und Morgan Stanley den Zahlenreigen aus der US-Bankenwelt. Impulse könnten auch vom Konjunkturindex der Notenbankfiliale in Philadelphia ausgehen, dem so genannten Philly-Fed. Die bereits veröffentlichten Zahlen aus dem Sektor haben eher enttäuscht.

Trotz guter Zahlen geben Richemont um 3,4 Prozent nach. Wie der Luxusgüterkonzern einräumt, könnten die steigenden Materialkosten aber auf die Margen drücken. Nach Einschätzung der Deutschen Bank muss Richemont möglicherweise mit Preiserhöhungen auf die anziehenden Kosten reagieren, insbesondere für Gold.

Adidas setzen ihre Erholung fort. Der Kurs steigt um 1,2 Prozent auf 162,10 Euro. Laut Marktteilnehmern empfiehlt die Santander die Aktie neu mit "Outperform" und einem Kursziel von 212,20 Euro. Puma geben dagegen um 0,6 Prozent nach.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.026,14    +0,4%   21,09   +4,1% 
Stoxx-50         5.130,13    +0,3%   13,54   +4,0% 
DAX           25.275,74    -0,0%   -10,50   +3,8% 
MDAX          31.789,84    +0,0%   15,60   +5,3% 
TecDAX          3.750,32    -0,5%   -18,76   +5,7% 
SDAX          18.195,28    +0,6%   114,70   +6,0% 
CAC           8.306,27    -0,3%   -24,69   +2,4% 
SMI           13.495,03    +0,2%   30,19   +0,7% 
ATX           5.419,37    -0,2%   -12,03   +1,6% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:15  % YTD 
EUR/USD          1,1633    -0,1%   1,1645   1,1659  -0,9% 
EUR/JPY          184,57    +0,1%   184,34   184,43  +0,6% 
EUR/CHF          0,9322    +0,1%   0,9316   0,9311  +0,2% 
EUR/GBP          0,8654    -0,1%   0,8664   0,8665  -0,6% 
USD/JPY          158,67    +0,2%   158,29   158,19  +1,5% 
GBP/USD          1,3442    +0,0%   1,3438   1,3455  -0,3% 
USD/CNY          7,0028    -0,1%   7,0089   7,0052  -0,3% 
USD/CNH          6,9677    -0,0%   6,9708   6,9685  -0,0% 
AUS/USD          0,6689    +0,1%   0,6682   0,6683  +0,2% 
Bitcoin/USD       96.595,20    -0,4% 96.936,65 97.461,00  +6,6% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          59,94    62,02   -3,4%   -2,08  +8,4% 
Brent/ICE          64,24    66,52   -3,4%   -2,28  +9,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.602,98   4.626,45   -0,5%   -23,47  +6,2% 
Silber           89,68    93,20   -3,8%   -3,52 +21,9% 
Platin          2.019,72   2.054,73   -1,7%   -35,01 +13,9% 
Kupfer            5,96     6,06   -1,6%   -0,10  +5,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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January 15, 2026 04:05 ET (09:05 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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