MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Die Münchner Sicherheitskonferenz hat einen Medienbericht, nach dem US-Vizepräsident JD Vance in diesem Jahr nicht zur Münchner Sicherheitskonferenz kommt, zunächst weder bestätigt noch dementiert. "Zum jetzigen frühen Zeitpunkt geben wir wie üblich keine Auskunft über einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer", teilte ein Sprecher auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir freuen uns auch in diesem Jahr auf eine hochrangige amerikanische Delegation bei der Münchner Sicherheitskonferenz."
Kein Kommentar der US-Botschaft in Berlin
Zuvor hatte "The Pioneer" ohne Quellennennung berichtet, dass Vance nicht zu dem weltweit wichtigsten Expertentreffen zur Sicherheitspolitik kommt, das in diesem Jahr vom 13. bis 15. Februar im Hotel "Bayerischer Hof" stattfindet. Die US-Botschaft in Berlin wollte den Bericht nicht kommentieren, auf eine Anfrage an das Weiße Haus in Washington gab es am Morgen (Ortszeit) noch keine Antwort.
Im vergangenen Jahr hatte Vance in seiner Rede in München die europäischen Verbündeten ungewöhnlich scharf attackiert und sie vor einer Gefährdung der Demokratie gewarnt. Er nahm dabei indirekt Bezug auf die deutsche Debatte über eine Abgrenzung von der AfD und sagte: "Es gibt keinen Platz für Brandmauern."
Vance hatte Ausschluss der AfD kritisiert
Auch den damaligen Ausschluss von AfD und BSW von der Konferenz hatte er kritisiert. Wenn politische Führungsfiguren eine wichtige Wählerschaft repräsentierten, "ist es unsere Pflicht, zumindest am Dialog mit ihnen teilzunehmen", sagte er. In diesem Jahr hat sich Konferenzleiter Wolfgang Ischinger dafür entschieden, Fachpolitiker der AfD wieder einzuladen.
Welche Staats- und Regierungschefs zugesagt haben, hat die MSC mit einer Ausnahme noch nicht bekanntgegeben: Friedrich Merz wird sicher teilnehmen, es ist seine erste MSC als Kanzler. Viele Staats- und Regierungschefs entscheiden sich üblicherweise erst relativ kurzfristig, ob sie nach München kommen./mfi/DP/nas
