DJ MÄRKTE USA/Wall Street vor deutlicher Erholung
DOW JONES--Nach den Abschlägen des Vortages dürfte sich die Wall Street am Donnerstag erholen - vor allem die zuletzt unter Druck geratene Nasdaq. Der Aktienterminmarkt deutet auf einen freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt hin. Gestützt wird die Stimmung von starken Wirtschaftsdaten und nachlassenden geopolitischen Spannungen sowie in der Folge deutlich sinkenden Erdölpreisen.
Die Wahrscheinlichkeit eines US-Militärschlages gegen das Mullah-Regime im Iran scheint nachgelassen zu haben. Laut US-Präsident Donald Trump hat "das Töten im Iran aufgehört." Er hoffe, dass dies der Wahrheit entspreche. Den seit Ende Dezember laufenden Protesten begegnet der Sicherheitsapparat des Irans mit äußerst brutaler Gewalt und tausende Demonstranten sollen getötet worden sein. Trump hatte deshalb eine militärische Intervention im Iran nicht ausgeschlossen.
Der Technologiesektor und damit auch die technologielastige Nasdaq werden durch Rekordumsätze der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) im vierten Quartal gestützt. Die Geschäftszahlen stellten "einen sehr positiven Ausblick für die Branche" dar, urteilt ING-Analyst Marc Hesselink. Die Titel von Nvidia, deren Chips von TSMC gefertigt werden, gewinnen vorbörslich 1,5 Prozent - Broadcom und AMD klettern um 2,5 bzw. Prozent. Die Aktien der Zulieferer von TSMC, Applied Materials und Lam Research, ziehen um rund 6,5 Prozent an.
US-Konjunktur brummt
Die veröffentlichten Konjunkturdaten sprechen indes eine klare Sprache: Sowohl der Philadelphia-Fed-Index als auch der Empire State Manufacturing Index sind im Januar deutlich besser als veranschlagt ausgefallen - allerdings sanken bei beiden Indizes die Beschäftigungskomponenten. Dies dürfte aber durch besser als gedacht berichtete wöchentliche Arbeitsmarktdaten kompensiert werden. Mit den Daten drehen die Renditen am Rentenmarkt ins Plus - die Zehnjahresrendite steigt um 3 Basispunkte auf 4,16 Prozent - im Handel ist von entweichender Zinssenkungsfantasie die Rede.
Daher legt der Dollar deutlich zu - der Dollarindex steigt um 0,2 Prozent, nachdem der Greenback zum Währungskorb vor den Daten noch im Minus gehandelt worden ist. Fallende Zinssenkungserwartungen drücken den Goldpreis stärker ins Minus - die Feinunze verbilligt sich um 0,8 Prozent. Die nachlassende Furcht vor einer US-Intervention im Iran drücken die Erdölpreise über 4 Prozent gen Süden.
Am Aktienmarkt steht erneut der Finanzsektor im Fokus: Morgan Stanley hat im vierten Quartal von einem starken Investmentbanking und höheren Einnahmen der Vermögensverwaltung profitiert. Die US-Bank steigerte den Gewinn deutlich und übertraf die Markterwartungen - der Kurs legt um 0,7 Prozent.
Goldman Sachs geben dagegen um 1,9 Prozent nach. Das Finanzinstitut hat im vierten Quartal den Gewinn kräftig verbessert, dabei aber von Einmalposten profitiert - die Erträge gingen indes zurück, was unter anderem der Abgabe des Apple-Kreditkartengeschäfts geschuldet war. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock (+2,1%) hat in der vierten Periode auf bereinigter Basis die Markterwartungen geschlagen - die verwalteten Vermögen kletterten um 22 Prozent.
Im Ölsektor geben Chevron 1,1 Prozent und Exxon Mobil um 1,2 Prozent nach - belastet von fallenden Rohölpreisen.
=== DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 20:40 Uhr % YTD EUR/USD 1,1608 -0,3% 1,1645 1,1648 -0,9% EUR/JPY 184,24 -0,1% 184,34 185,36 +0,2% EUR/CHF 0,9313 -0,0% 0,9316 0,9328 +0,1% EUR/GBP 0,8675 +0,1% 0,8664 0,8672 -0,6% USD/JPY 158,73 +0,3% 158,29 159,13 +1,1% GBP/USD 1,3380 -0,4% 1,3438 1,3432 -0,2% USD/CNY 6,9996 -0,1% 7,0089 7,0094 -0,2% USD/CNH 6,9642 -0,1% 6,9708 6,9747 -0,1% AUS/USD 0,6681 -0,0% 0,6682 0,6681 +0,2% Bitcoin/USD 96.746,55 -0,2% 96.936,65 94.004,60 +10,1% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 59,21 62,02 -4,5% -2,81 +8,4% Brent/ICE 63,72 66,52 -4,2% -2,80 +9,6% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.589,88 4.626,45 -0,8% -36,58 +7,1% Silber 88,52 93,20 -5,0% -4,69 +30,7% Platin 2.017,30 2.054,73 -1,8% -37,43 +17,2% Kupfer 5,94 6,06 -2,0% -0,12 +5,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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