
© Foto: 2026 Heidelberger Druckmaschinen AG
Die Heidelberger Druckmaschinen-Aktie steht vor einer spannenden Weichenstellung.
Nach monatelanger Konsolidierung könnte der Kurs jetzt zu einem kraftvollen Ausbruch ansetzen. Die Transformation vom klassischen Maschinenbauer zum Technologiepartner für Verteidigungssysteme zeigt erste Erfolge. Der Einstieg ins Defense-Geschäft durch die Kooperation mit Ondas Autonomous Systems hat frischen Wind in die Bewertung gebracht. Auf Jahressicht 2025 legte die Aktie bereits phänomenal zu. Doch das könnte erst der Anfang gewesen sein und sich in 2026 fortsetzen. Charttechnisch bildet sich gerade eine Formation aus, die bei einem Ausbruch erhebliches Potenzial verspricht. Die entscheidende Marke liegt bei 2,15 Euro. Gelingt der Sprung darüber, winken Kurse von 3 Euro und mehr. Das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint ausgesprochen attraktiv.
Neue Märkte, neue Chancen
Heidelberger Druckmaschinen wagt den Schritt in ein völlig neues Geschäftsfeld. Die Partnerschaft mit Ondas Autonomous Systems öffnet die Tür zum boomenden Verteidigungssektor. Konkret geht es um Drohnenabwehrsysteme und Aufklärungstechnologie. Der Maschinenbauer will seine freien Fertigungskapazitäten nutzen und sein Know-how im Präzisionsmaschinenbau einbringen. Das macht Sinn, denn die Nachfrage nach autonomen Sicherheitssystemen wächst rasant. Europa rüstet auf, die Verteidigungsbudgets steigen. Heidelberger Druck positioniert sich genau zum richtigen Zeitpunkt in diesem Zukunftsmarkt. Die operative Entwicklung stimmt ebenfalls optimistisch. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 kletterte der Umsatz um acht Prozent auf 985 Millionen Euro. Noch beeindruckender: Das bereinigte operative Ergebnis verdoppelte sich auf 63 Millionen Euro. Die Analystenschätzungen sehen für das Gesamtjahr einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro und einen Gewinn je Aktie von 0,15 Euro vor. Das würde ein KGV von nur 13 bedeuten. Für ein Unternehmen in der Transformation ist das ausgesprochen günstig. Die nächsten Quartalszahlen kommen bereits am 5. Februar. Besonders der Auftragseingang wird dann im Fokus stehen. Im zweiten Quartal war er noch verhalten ausgefallen, wegen komplexer US-Zollregelungen. Nachholeffekte könnten jetzt für positive Überraschungen sorgen. Noch wichtiger sind allerdings Neuigkeiten zum Defense-Geschäft. Der Markt wartet darauf, dass aus der Absichtserklärung mit Ondas konkrete Aufträge werden. Jede positive Meldung in diese Richtung dürfte dem Kurs zusätzlichen Schub verleihen. Analysten von Baader Bank und Warburg Research sehen Kursziele zwischen 2,20 und 2,40 Euro. Manche Experten halten mittelfristig sogar deutlich mehr für möglich, wenn die Defense-Story Fahrt aufnimmt.

Charttechnik
Die technische Ausgangslage verspricht Action. Seit dem Kurssprung im Juli 2025 konsolidiert die Aktie in einer engen Spanne. Diese Seitwärtsbewegung hat eine klassische Wimpelformation gebildet. Solche Formationen entstehen, wenn sich nach einem starken Trend die Volatilität verringert und der Kurs in einem immer enger werdenden Korridor pendelt. Die Spannung baut sich auf wie bei einer gespannten Feder. Irgendwann kommt es zur Entladung. Der entscheidende Ausbruchslevel liegt bei 2,15 Euro. Durchbricht der Kurs diese Marke nachhaltig nach oben, wäre das technische Signal klar. Das charttechnische Kursziel läge dann bei rund 3 Euro. Das entspricht einem Potenzial von etwa 50 Prozent vom aktuellen Niveau aus. Die Berechnung erfolgt dabei über die Höhe der Wimpelformation zu Beginn der Konsolidierung, projiziert ab dem Ausbruchspunkt. Ein bewährtes Verfahren in der technischen Analyse. Das Schöne an dieser Konstellation: Der Stopp lässt sich relativ eng setzen. Knapp unter 2 Euro würde die Formation ungültig. Wer beim Ausbruch einsteigt, riskiert also nur etwa 15 Cent je Aktie. Dem steht ein mögliches Gewinnziel von 85 Cent gegenüber. Das ergibt ein Chance-Risiko-Verhältnis von ungefähr 1 zu 6. Solche Setups findet man nicht alle Tage. Die gleitenden Durchschnitte unterstützen das positive Bild. Der Kurs notiert über dem 50-Tage-Schnitt bei 1,94 Euro und über dem 200-Tage-Durchschnitt bei 1,76 Euro. Das signalisiert einen intakten Aufwärtstrend im größeren Zeitrahmen. Der RSI liegt mit 52 im neutralen Bereich, nicht überkauft. Es ist also noch Luft nach oben. Das Handelsvolumen hat zuletzt angezogen, was auf wachsendes Interesse hindeutet. Alle Zeichen stehen auf Ausbruch.
Was tun?
Heidelberger Druckmaschinen bietet eine interessante Mischung aus fundamentaler Fantasie und charttechnischem Potenzial. Die Zahlen zeigen eine solide operative Entwicklung. Umsatz und Gewinn wachsen, die Bewertung bleibt moderat. Der strategische Schwenk ins Defense-Geschäft könnte dem Unternehmen mittelfristig neue Wachstumsperspektiven eröffnen. Erste Schritte sind gemacht, jetzt kommt es auf die konkrete Umsetzung an. Charttechnisch steht die Aktie an einem wichtigen Punkt. Die Wimpelformation deutet auf einen baldigen Ausbruch hin. Gelingt der Sprung über 2,15 Euro, wäre der Weg frei bis 3 Euro. Das Risiko lässt sich durch einen engen Stopp knapp unter 2 Euro begrenzen. Für chancenorientierte Anleger ergibt sich damit ein attraktives Setup. Die fundamentale Story liefert die Basis, die Charttechnik den Trigger. Wer bereits investiert ist, könnte dabei bleiben und die Position laufen lassen. Neueinsteiger könnten auf den Ausbruch über 2,15 Euro warten und dann mit engem Stopp aufspringen. Wichtig wird sein, die Quartalszahlen am 5. Februar im Blick zu behalten. Positive Überraschungen beim Auftragseingang oder neue Meldungen zur Ondas-Kooperation könnten den Ausbruch beschleunigen. Die Aktie bleibt spannend und hat das Zeug, in den kommenden Monaten für Furore zu sorgen.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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