Silber legt eine atemberaubende Rallye hin. Und auch 2026 wird es ein Angebotsdefizit im Markt geben. Inzwischen erhöhten die Hersteller ihre Preise für Solarmodule. In Shanghai erreichte der Preis sogar erstmals die Marke von 100 US-Dollar. Es gibt gute Gründe, warum die Rallye weitergehen kann.
Silberpreis-Anstieg: Solarmodule werden teurerBinnen sechs Monaten hat sich der Silberpreis mehr als verdoppelt. Allein seit Jahresanfang liegt das Plus bei rund einem Viertel. Was aussieht wie ein Hype, ist jedoch weit mehr als das. Seit fünf Jahren gibt es laut Zahlen des Silver Institutes ein Angebotsdefizit am Weltmarkt. Es wird vergessen, dass Silber vor allem ein Industriemetall ist und aufgrund seiner herausragenden Leitfähigkeit in vielen Produkten nicht ersetzbar. Zu spüren bekommt das derzeit die Solarindustrie. Nach aktuellen Branchenanalysen (u.a. BloombergNEF und SMM) lag der Kostenanteil von Silber 2022 an einem Standard-Solarmoduls bei lediglich 3 bis 5 Prozent. Aktuell ist er auf 23 bis 29 Prozent gestiegen (je nach Leistung). Trotz technologischer Fortschritte bei der Einsparung ("Thrifting") bleibt Silber für die Effizienz der Module entscheidend. Interessanter Fakt: In hocheffizienten TOPCon-Zellen haben die Kosten für die Silberpaste im Dezember 2025 erstmals die Kosten für das eigentliche Silizium (0,0170/W für Silber vs. 0,0169/W für Silizium) überholt. Die Branche reagiert mit zwei unterschiedlichen Strategien:
Preiserhöhungen: Viele Hersteller haben die Modulpreise zum ersten Quartal 2026 bereits um 10 % bis 15 % angehoben, um die Rohstoffkosten weiterzugeben. Technologiewechsel: ...Den vollständigen Artikel lesen ...