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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Anleger nehmen Geld vom Tisch

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Anleger nehmen Geld vom Tisch

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat den Handel am Freitag mit kleinen Verlusten beendet. Die Anleger gingen auf Nummer sicher und nahmen Gewinne mit vor dem Wochenende. Auf eine erste Rally-Woche des Börsenjahres 2026 folgte im DAX damit nun eine zweite Woche mit einer Konsolidierung. Das am Dienstag erreichte Allzeithoch über 25.500 Punkten sahen Anleger nach Einschätzung von CMC offenbar als willkommene Gelegenheit an, nach der 1.600-Punkte-Rally ein paar Gewinne mitzunehmen. "Spätestens mit dem Ausbruch des DAX aus seiner monatlichen Seitwärtsbewegung wurde noch einmal jede Menge konjunktureller Optimismus in die Kurse eingepreist. Da dieser sich allerdings erst sehr viel später hoffentlich in Fakten bestätigen wird, ist eine Seitwärtsbewegung das Beste, was dem Markt jetzt passieren kann." Der kleine Verfall an den Terminmärkten spielte wie erwartet keine Rolle.

Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 25.297 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,2 Prozent auf 6.029 nach unten. Der Euro wertete auf 1,1600 Dollar ab. Ursache waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hat sich dahingehend geäußert, dass Kevin Hassett in seinem Amt als Vorsitzender des Nationalen Wirtschaftsrats verbleiben könnte. Er gilt neben Kevin Warsh als Top-Kandidat für die Nachfolge von Fed-Chairman Jerome Powell. Hassett gilt als treuer Verfechter der Wirtschaftspolitik von Trump. Trump fordert seit längerem Zinssenkungen durch die US-Notenbank, um das Wachstum anzukurbeln.

Allgemein positiv wurde der Zolldeal zwischen den USA und Taiwan gewertet. Wie es von der Societe Generale hieß, scheint Taiwan mit dem von 20 auf 15 Prozent gesenkten Zöllen im Gegensatz zu Südkorea und Japan durch das Abkommen mehr Flexibilität zu genießen, was wahrscheinlich auf seine dominante und nahezu monopolistische Stellung im Bereich fortschrittlicher Chips zurückzuführen sei. Mit Blick auf den globalen Handel wird mit dem EU-Indien-Freihandelsabkommen für Ende das Monats gerechnet. Zugleich hat Trump Ländern mit Strafzöllen gedroht, die sich seinen Pläne für eine Übernahme Grönlands widersetzten.

Bei den Einzeltiteln standen Klöckner mit einem Übernahmeangebot im Blick. "Das Gebot kommt nicht unerwartet, die Prämie ist aber deutlich höher als gedacht", so ein Marktteilnehmer zu dem Gebot von Worthington Steel für Klöckner. Das Gebot sei mit 11 Euro je Aktie eine deutliche Prämie und sollte helfen, die Annahmequote von 65 Prozent zu erreichen. Die Prämie entspricht dem Unternehmen zufolge 98 Prozent auf den unbeeinflussten volumengewichteten 3-Monatsdurchschnittskurs der Aktie am 5. Dezember 2025. Das Europageschäft hatte zuletzt positive Signale gesendet, der Großteil des Geschäftes werde allerdings in Amerika erzielt. Klöckner gewannen 28,2 Prozent auf 11,04 Euro.

Henkel verstärkt sich mit einer Übernahme in Europa im Bereich Spezialtapes. ATP Adhesive Systems mit einem Umsatz von 270 Millionen Euro sei ein kleiner Zukauf, hieß es im Handel. Henkel werde beim Umsatz dagegen nahe der Marke von 21 Milliarden Euro 2025 erwartet. Die Gesellschaft befinde sich wohl momentan auf Einkaufstour. Zuletzt habe es Berichte gegeben, dass Interesse an Olaplex bestehe, um das Haarkosmetikgeschäft zu skalieren. Henkel gewannen 0,4 Prozent.

Britische Gesundheitsbehörde erlaubt eine höhere Dosierung von Wegovy

Die Aktien von Novo Nordisk legten um 6,5 Prozent zu, nachdem die britische Gesundheitsbehörde eine höhere Dosierung des Abnehmpräparats Wegovy zugelassen hatte. Die Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) teilte am Freitag mit, dass sie eine Höchstdosis von bis zu 7,2 Milligramm (mg) Semaglutid pro Woche genehmigt hat - eine deutliche Steigerung gegenüber dem bisherigen Limit von 2,4 mg. Die Dosis soll in drei separaten Injektionen verabreicht werden und ist strikt für erwachsene Patienten mit Adipositas vorgesehen.

Für K+S ging es kräftig um 4,6 Prozent nach unten. Die Aktie reagierte damit auf einen schwachen Ausblick des Wettbewerbers Mosaic. Die Nachfrage nach Düngemitteln sei im vierten Quartal weit über das übliche saisonale Maß hinaus zurückgegangen, das Marktumfeld habe die Performance im vierten Quartal erheblich beeinträchtigt. Die gesamten Phosphat-Marktauslieferungen in Nordamerika sind im jüngsten Quartal laut Schätzungen des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um etwa 20 Prozent gesunken. Auch die Nachfrage nach Kali in Nordamerika war negativ betroffen, wenn auch nur geringfügig.

Daimler Truck gaben 1,2 Prozent nach. Der Absatz 2025 habe mit minus 8 Prozent im unteren Bereich der Erwartung gelegen, so ein Marktteilnehmer. Die Aktie des Wettbewerbers Traton verlor 0,8 Prozent. Auch andere Automobilaktien wurden gemieden: BMW verloren 1,5 Prozent, VW 1,4 Prozent und Mercedes-Benz 0,9 Prozent. Nach der jüngsten Korrektur erholten sich TKMS und gewannen 6,9 Prozent.

BASF litten mit einem Minus von 3,7 Prozent unter einem skeptischen Analystenkommentar. Barclays hatte das Kursziel laut Händlern auf 40 Euro von 41 Euro gesenkt. Auf der anderen Seite stiegen Siemens Energy um 6,3 Prozent und Airbus um 1,1 Prozent. Metzler sieht Norma in der Bringschuld und senkte Einstufung und Kursziel für die Aktie. Der Anlagefall sei nun in eine Phase eingetreten, in der das Management den Erfolg seiner Strategie erst beweisen müsse. Die Analysten senkten die Einschätzung auf "Hold". Norma schlossen 6,3 Prozent tiefer.

=== 
Index            Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50       6.029,45       -0,2%        +4,3% 
Stoxx-50          5.127,82       -0,0%        +4,3% 
Stoxx-600          614,38       -0,0%        +3,8% 
XETRA-DAX         25.297,13       -0,2%        +3,5% 
FTSE-100 London      10.238,94       k.A.        +2,1% 
CAC-40 Paris        8.258,94       -0,7%        +2,0% 
AEX Amsterdam       1.010,21       -0,1%        +6,3% 
ATHEX-20 Athen       5.705,43       -0,0%        +6,6% 
BEL-20 Bruessel      5.357,14       +0,1%        +5,3% 
BUX Budapest       122.311,20       +1,4%        +8,7% 
OMXH-25 Helsinki      5.915,53       -0,2%        +4,0% 
ISE NAT. 30 Istanbul   12.668,52       k.A.       +10,6% 
OMXC-20 Kopenhagen     1.773,08       +2,7%        +7,4% 
PSI 20 Lissabon      8.639,05       +0,4%        +4,1% 
IBEX-35 Madrid      17.710,90       +0,4%        +1,9% 
FTSE-MIB Mailand     45.799,69       -0,1%        +2,0% 
OBX Oslo          1.662,37       +1,2%        +2,8% 
PX Prag          2.758,38       +0,3%        +2,4% 
OMXS-30 Stockholm     3.039,09       +0,1%        +5,3% 
WIG-20 Warschau      3.283,42       -0,7%        +3,8% 
ATX Wien          5.470,33       -0,0%        +2,7% 
SMI Zuerich        13.413,59       -0,5%        +1,6% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:20  % YTD 
EUR/USD          1,1599    -0,1%   1,1608   1,1606  -1,2% 
EUR/JPY          183,36    -0,4%   184,14   183,95  -0,0% 
EUR/CHF          0,9310    -0,2%   0,9326   0,9321  +0,2% 
EUR/GBP          0,8668    -0,1%   0,8676   0,8668  -0,5% 
USD/JPY          158,08    -0,3%   158,63   158,50  +1,2% 
GBP/USD          1,3382    +0,0%   1,3379   1,3389  -0,7% 
USD/CNY          7,0019    +0,0%   7,0005   7,0007  -0,4% 
USD/CNH          6,9679    +0,1%   6,9633   6,9620  -0,2% 
AUS/USD          0,6681    -0,3%   0,6699   0,6708  +0,4% 
Bitcoin/USD       94.782,10    -0,9% 95.598,20 96.390,70  +8,0% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          59,76    59,19   +1,0%    0,57  +8,4% 
Brent/ICE          64,47    63,76   +1,1%    0,71  +4,4% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.588,43   4.616,95   -0,6%   -28,53  +6,9% 
Silber           88,74    92,42   -4,0%   -3,68 +29,6% 
Platin          1.987,34   2.079,07   -4,4%   -91,73 +18,6% 
Kupfer            5,82     5,99   -2,9%   -0,17  +4,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 16, 2026 12:07 ET (17:07 GMT)

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