Gold-Aktien profitieren von geopolitischen Spannungen
Donald Trumps jüngste Eskalationen in Venezuela, gegenüber dem Iran und mit Blick auf Grönland wirken wie ein Brandbeschleuniger für Gold und Gold-Aktien. In Venezuela treffen militärischer Druck, ein möglicher Regimewechsel und die strategische Bedeutung der Rohstoffreserven auf ohnehin instabile politische Verhältnisse, was die Risikoaversion der Anleger erhöht und Gold als Krisenwährung attraktiver macht. Die anhaltende Konfrontation mit dem Iran verlängert diese Unsicherheit: Drohende Sanktionen, die Gefahr von Angriffen auf Energieinfrastruktur und die Furcht vor einer regionalen Eskalation im Nahen Osten treiben die Suche nach sicheren Häfen zusätzlich an. Parallel dazu weckt Trumps erneuertes Interesse an Grönland Assoziationen globaler Rohstoff-Geopolitik, denn die Insel gilt als Schatztruhe strategischer Ressourcen und symbolisiert zugleich den Machtkampf zwischen USA, Europa, Russland und China.
Wenn ein US-Präsident offen mit Deals, Druck und geopolitischen Manövern rund um eine rohstoffreiche Region spielt, steigt das Bewusstsein dafür, wie verletzlich Lieferketten, Währungsregime und sicher geglaubte Abhängigkeiten sind - und genau in diese Wahrnehmung stößt Gold als wertbeständiger Gegenpol zum Papiergeld. An den Märkten spiegelt sich diese Gemengelage in neuen oder zumindest mehrjährigen Hochs bei Gold und Silber wider, die durch die Erwartung unterstützt werden, dass Notenbanken im Krisenfall wieder lockerer agieren könnten, während politische Institutionen an Glaubwürdigkeit verlieren. Gold-Minenaktien verstärken diese Bewegung, weil schon moderat steigende Edelmetallpreise die Margen der Produzenten überproportional verbessern und die Bewertungsspielräume nach oben öffnen, was zusätzlich spekulatives Kapital in den Sektor zieht. Die nachfolgend genannten Wertpapiere haben eine längere Aufwärtsbewegung hinter sich, sodass Rücksetzer durchaus möglich sind und attraktive Einstiegschancen für Long Trades bieten könnten. Die Aufwärtstrends sind intakt und saisonal haben die Bullen bis Ende Februar gute Karten.
Newmont Corporation (NEM) - ISIN US6516391066

Newmont ist die Nummer 1 in puncto Marktkapitalisierung unter den Gold-Aktien. 2024 ist das US-Unternehmen nach einem Verlustjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für 2025 wird ein weiteres Gewinnwachstum erwartet. Mit einem Halbjahresplus von rund 93 Prozent profitierte das Unternehmen von der aktuellen Goldpreisrallye.
Barrick Mining (B) - ISIN CA06849F1080

Barrick Mining mit Hauptsitz im kanadischen Toronto fördert jährlich mehr als 7 Millionen Unzen Gold - das entspricht etwa 200 Tonnen - und zählt damit zu den weltweit führenden Goldproduzenten. Das Unternehmen verzeichnet seit 2023 kontinuierlich steigende Gewinne. Gleichzeitig schwelt eine Auseinandersetzung um Förderanlagen in Mali. Um diese Afrika-Risiken auszugleichen, treibt die Unternehmensführung Strategien zur Wertsteigerung in politisch stabileren Gebieten voran. Ein zentraler Baustein: der mögliche Börsengang der nordamerikanischen Goldsparte. Der Aktienkurs legte in den letzten sechs Monaten um rund 132 Prozent zu.
Agnico Eagle Mines Limited (AEM) - ISIN CA0084741085

Der kanadische Goldproduzent Agnico Eagle Mines mit Hauptsitz in Toronto betreibt Förderanlagen in den Provinzen Quebec und Ontario. Während 2024 die Gewinne auf der Stelle traten, rechnen Analysten für das laufende Jahr mit einer Erholung der Ertragskraft. An der Börse legte die Aktie innerhalb eines halben Jahres um beachtliche 65 Prozent zu. Die solide Liquiditätsausstattung ermöglicht dem Konzern nicht nur Ausschüttungen an Aktionäre und den Rückerwerb eigener Anteile - das Management erwägt zudem einen strategischen Vorstoß in das Kupfergeschäft.
Kinross Gold Corporation (KGC) - ISIN CA4969024047

Das kanadische Goldförderunternehmen Kinross mit Hauptsitz in Toronto durchlief 2022 eine schwierige Phase mit roten Zahlen. Seitdem zeigt die Entwicklung aber klar nach oben: 2023 gelang die Wende zurück in schwarze Zahlen, und die Gewinne klettern seither kontinuierlich. Aus den Bergbaustandorten kommen durchweg ermutigende Berichte. Diese solide Finanzlage nutzt das Management, um sowohl die Dividendenausschüttungen als auch das Volumen der eigenen Anteilskäufe auszuweiten.
Franco-Nevada Corporation (FNV) - ISIN CA3518581051

Die in Toronto beheimatete Franco-Nevada Corporation hält die Spitzenposition als börsennotiertes Royalty- und Streaming-Unternehmen im globalen Gold- und Rohstoffsektor. Nach dem Erreichen der Profitabilität im Jahr 2024 rechnet das kanadische Unternehmen mit weiterem Gewinnwachstum im laufenden Jahr. Die Aktie verzeichnete im Halbjahresvergleich einen bemerkenswerten Kursanstieg von 58 Prozent.r die vergangenen Jahre an.
Tagescharts vom 16.01.2026, Quelle: TWS
Autor: Thomas Canali
Veröffentlichungsdatum: 17.01.2026
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