DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
1&1 - Der Mobilfunkanbieter 1&1 kann sich grundsätzlich einen Erwerb des Deutschlandgeschäfts von Telefonica vorstellen. "Wenn Telefonica sich zurückziehen will, sehen wir uns das sicher an", sagte 1&1-Chef Ralph Dommermuth im Handelsblatt-Interview. Zugleich betonte er, dass ein solcher Schritt derzeit nach seinem Kenntnisstand nicht anstehe. Die Aussagen folgen auf öffentliche Äußerungen von Telefonica-Konzernchef Marc Murtra, der zuletzt verschiedene Optionen für das Deutschlandgeschäft geprüft hatte - darunter auch Zusammenschlüsse mit Wettbewerbern. Murtra hatte gesagt: "Wir verfolgen einen pragmatischen Ansatz bei der Vermögensumschichtung." Analysten und Investoren hatten daraufhin erneut über eine Konsolidierung im deutschen Mobilfunkmarkt spekuliert. Deutschland ist einer der wenigen großen EU-Märkte mit vier Netzbetreibern, was den Preisdruck hoch hält und die Margen belastet. (Handelsblatt)
1&1 - Der Mobilfunkanbieter will gegen die Bundesnetzagentur klagen. Anlass ist die Entscheidung der Behörde, zentrale Mobilfunkfrequenzen nicht wie üblich zu versteigern, sondern die Nutzungsrechte für Telekom, Vodafone und Telefonica zu verlängern. Zugleich wurden die drei etablierten Netzbetreiber verpflichtet, 1&1 Zugang zu diesen Frequenzen zu gewähren. "Das ist bislang nicht passiert", sagte 1&1-Chef Ralph Dommermuth im Handelsblatt-Interview. Die Bundesnetzagentur habe sich nach Darstellung des Unternehmens bisher nicht eingeschaltet. "Das ist nicht okay und dagegen klagen wir." (Handelsblatt)
ANTHROPIC - Sequoia Capital schließt sich einer Finanzierungsrunde für das KI-Startup Anthropic an. Diese werde angeführt vom Singapur-Staatsfonds GIC und dem US-Investor Coatue, die jeweils 1,5 Milliarden US-Dollar beisteuern, wie die Financial Times berichtet. Anthropic wolle mindestens 25 Milliarden US-Dollar einsammeln, womit das Unternehmen mit 350 Milliarden Dollar bewertet würde. Vor vier Monaten war es noch mit 170 Milliarden Dollar bewertet worden. Microsoft und Nvidia haben laut Bericht angekündigt, bis zu 15 Milliarden Dollar zu investieren. (Financial Times)
ISAR AEROSPACE - Das deutsche Raumfahrt-Start-up hat seine zweite Rakete am Andoya Spaceport im Norden Norwegens in Stellung gebracht. Ab Mittwochabend könnten die Münchener einen zweiten Versuch wagen, die Spectrum-Rakete in den Orbit zu bringen. In den kommenden Tagen bis Ende Januar öffnet sich ein für den Start günstiges Wetterfenster, wie ein Insider berichtet. Bereits im Dezember sagte Vorstandschef Daniel Metzler im Interview mit dem Handelsblatt: "Wir führen derzeit die letzten Tests durch, dann fehlt nur noch die Wetterfreigabe." Kommt es jetzt zum Start, hätte Isar Aerospace nur zehn Monate für einen zweiten Anlauf gebraucht - recht schnell für die Weltraumbranche mit ihren hohen technischen Anforderungen. "Dieser Qualifikationsflug ist der nächste Schritt zu einem souveränen Zugang zum Weltraum für Europa", sagte Metzler in einer Pressemitteilung. (Handelsblatt)
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January 19, 2026 00:42 ET (05:42 GMT)
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