Wer geglaubt hatte, das Thema Strafzölle aus dem Instrumentenbaukasten von US-Präsident Donald Trump würde mit dem Jahreswechsel, spätestens aber mit der Ratifizierung des Handelsabkommens mit der Europäischen Union von der Agenda verschwinden, wurde am Wochenende eines Besseren belehrt. Eine bloße Verschiebung des für diese Woche anberaumten Termins wäre sicherlich der bestmögliche Ausgang des sich nun wieder zuspitzenden Zollkonflikts. Doch mit den jüngsten Drohungen aus dem Weißen Haus geht es längst nicht mehr um zehn oder 25 Prozent zusätzlichen Zoll, deren Androhung in der Vergangenheit spätestens nach 72 Stunden bereits wieder Makulatur war. Stattdessen geht es jetzt um die Zukunft der transatlantischen Beziehungen, um die Zukunft der NATO und um die gesamte handelspolitische Ordnung zwischen zwei der weltweit größten Wirtschaftsmächte.
Auch wenn der DAX auf die jüngsten Entwicklungen mit einem Rutsch unter die 25.000er Marke reagiert hat und in New York die Indikationen für eine tiefrote Eröffnung morgen nach dem Feiertag sprechen: Eine solche Eskalation haben die Anleger damit noch längst nicht eingepreist. Sie setzen weiterhin auf ein Pokerspiel Trumps, der spätestens in Davos wieder etwas Druck aus dem Kessel nehmen könnte. Nur ob es dieses Mal auch so einfach ist und seine Rechnung aufgeht, dürfte nicht zuletzt von der aktuell noch gezeigten Entschlossenheit der EU zu härteren Gegenmaßnahmen abhängen. Sogar von der "Handels-Bazooka" ist in Brüssel jetzt die Rede. Bleibt die alles entscheidende Frage, wie Trump gesichtswahrend seinen Kopf wieder aus der Schlinge ziehen kann, die ihm selbst im eigenen Land und in der eigenen Partei nach dem jüngsten Grönland-Coup um den Hals gelegt wird.
Die juristische Schlinge um den Bayer-Konzern hingegen ist über das Wochenende doch deutlich lockerer geworden. Mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in den USA, die Causa Glyphosat für ein mögliches Grundsatzurteil anzunehmen, steigt die Chance, dass das Unternehmen das Thema schon im Sommer ein für alle Mal los ist. Damit würde auch die Aktie das Blei, das sie schon in Vorfreude auf die Entscheidung immer mehr verloren hatte, ganz abschütteln können. Die verteilten Vorschusslorbeeren mit einer Verdopplung des Kurses haben allerdings viel positives Potenzial bereits eingepreist. Gewinnmitnahmen nach der Rally sind deshalb nicht auszuschließen, könnten aber das Papier nach dem Ende der Rechtsstreitigkeiten noch stärker in den Fokus eines größeren Anlegerkreises rücken.
Sie wollen sofort benachrichtigt werden, wenn etwas an der Börse passiert? Eröffnen Sie ein Demo-Konto und aktivieren Sie die "push notifications"!
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 70% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.cmcmarkets.com.
Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels (nachfolgend: "Inhalte") sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets Germany GmbH (nachfolgend "CMC Markets") und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Es sollte nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Das Informationsmaterial ist niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Informationen nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die Informationen wurden nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen zur Förderung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse erstellt und gelten daher als Werbemitteilung. Obwohl CMC Markets nicht ausdrücklich daran gehindert ist, vor der Bereitstellung der Informationen zu handeln, versucht CMC Markets nicht, vor der Verbreitung der Informationen einen Vorteil daraus zu ziehen.
