DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
KI - Investitionen in Künstliche Intelligenz bringen Unternehmen bislang nur selten wirtschaftlichen Nutzen. Das geht aus einer internationalen Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor, die anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF) veröffentlicht wurde. Demnach erzielen weltweit nur rund 12 Prozent der befragten Firmen durch den Einsatz der Technologie Umsatzsteigerungen und Kostensenkungen zugleich. Viele Geschäftsführer und Vorstände sehen dennoch großes Potenzial in der Technologie. Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) unter WEF-Teilnehmern wollen 72 Prozent das Thema zur Chefsache machen - doppelt so viele wie im Vorjahr. (Handelsblatt)
US-ZÖLLE - Friedrich Merz (CDU) hat die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer ökonomischen Warnung gekontert: "Zölle werden von denen bezahlt, in deren Länder die Importe gehen", sagte er. Mit anderen Worten: Die US-Regierung verursacht zusätzliche Kosten für ihre Bürger. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine neue Studie des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft. "Die Zölle sind ein Eigentor", sagte Julian Hinz, Forschungsdirektor am Kiel-Institut und Mitautor der Studie. "Die Behauptung, dass ausländische Staaten diese Zölle tragen, ist ein Mythos. Die Daten zeigen das Gegenteil: Die Amerikaner bezahlen die Rechnung." Die Ökonominnen und Ökonomen analysierten 25 Millionen Datensätze zu Warenlieferungen mit einem Gesamtwert von etwa 4 Billionen Dollar an US-Importen. (Handelsblatt)
GLASFASERAUSBAU - Die Bundesnetzagentur ebnet den Weg für die flächendeckende Migration vom Telekom-Kupferkabel zu moderner Glasfaser. Dazu schlägt sie einen regelbasierten Prozess vor, sobald in einem Versorgungsgebiet mindestens 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen direkt an Glasfaser angeschlossen sind - sogenannte "homes connected". Das geht aus einem Regulierungskonzept hervor, das die Behörde vorgelegt hat, bevor in dieser Woche der Digital Networks Act durch die EU-Kommission veröffentlicht wird. Brüssel hat sich dabei zum Ziel gesetzt, den Übergang zu zukunftsfester Glasfaserinfrastruktur in Europa zu beschleunigen. Nach bisheriger Rechtslage kann die Kupfernetzabschaltung und der Wechsel der Kunden zu Glasfaser in einem Versorgungsgebiet nur auf Initiative der Deutschen Telekom angestoßen werden. In einem "regelbasierten Verfahren" wie es die BNetzA vorschlägt, könnte ein solcher Prozess auch von der Behörde selbst oder einem Wettbewerber gestartet werden. (Börsen-Zeitung)
CHINA-AUTOS - Das Bundesinnenministerium von Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU) warnt vor Risiken durch digital vernetzte Autos aus China. "Aufgrund der steigenden Marktanteile chinesischer Autohersteller im europäischen Markt, der geopolitischen Lage und der chinesischen Machtambitionen ergibt sich die Notwendigkeit, mögliche Risiken chinesischer Fahrzeuge genau im Blick zu haben", sagte ein Ministeriumssprecher dem Handelsblatt. Er wies darauf hin, dass chinesische Fahrzeuge "über hochkomplexe, vernetzte Systeme, die eine große Menge an Daten generieren, speichern und übermitteln", verfügten. (Handelsblatt)
BAUWIRTSCHAFT - Die Bauwirtschaft wird dieses Jahr wieder in allen Sparten wachsen. Unter dem Strich erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) ein Produktionsplus von 2,5 Prozent. "Definitiv, das ist die Wende", sagt Verbandspräsident Peter Hübner im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Zugleich rechnet der oberste deutsche Bauvertreter mit weiter steigenden Baupreisen: dieses Jahr um 3,3 Prozent, nächstes sogar um 3,6 Prozent. Hübner macht dafür hohe Lohnabschlüsse, die Angleichung der Löhne in Ost und West und höhere Energiepreise verantwortlich. Das Ziel, die Baukosten zu drücken, um Wohnungen erschwinglicher zu machen, dürfte die Bundesregierung damit verfehlen. (FAZ)
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January 20, 2026 00:27 ET (05:27 GMT)
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