DJ ZEW-Konjunkturerwartungen steigen im Januar deutlicher als erwartet
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland ermittelten Konjunkturerwartungen haben sich im Januar etwas stärker als prognostiziert verbessert. Wie das ZEW mitteilte, stieg der Index der Konjunkturerwartungen auf 59,6 (Dezember: 45,8) Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf nur 50,0 prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 72,7 (minus 81,0) Punkte. Erwartet worden waren minus 75,5 Punkte.
"2026 könnte den Wendepunkt markieren. Trotz der positiven Konjunkturerwartungen sollte aber weiterhin daran gearbeitet werden, die Standortattraktivität zu stärken, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen", kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen. Trotz der Ankündigung zusätzlicher Zölle durch die USA am vergangenen Wochenende erfahren in der Umfrage exportorientierte Branchen zum Teil erhebliche Verbesserungen.
Insbesondere legen die Salden der Stahl - und Metallindustrie sowie des Maschinenbaus zu - plus 18,2 bzw. plus 22,7 Punkte. Der Saldo der Automobilindustrie steigt um 16,5 Punkte auf minus 5,5 Punkte an. Um jeweils 12,4 Punkte bzw. 14,0 Punkte verbessern sich ebenfalls die Salden der Chemie - und Pharmaindustrie sowie der Elektroproduktion.
"Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den Zahlen für die Industrieproduktion für November 2025, die deutlich besser als erwartet ausgefallen sind sowie einem überraschend kräftigen Auftragsplus", merkt das ZEW an. Zusätzlich dürfte das Mercosur -Abkommen die Perspektiven für die exportintensiven Branchen verbessert haben. Jedoch wirke die unberechenbare US -Handelspolitik als zusätzlicher Belastungsfaktor für die deutsche Exportwirtschaft.
Die Konjunkturerwartung für den Euroraum steigt auf plus 40,8 (plus 33,7) Punkte und die Lagebeurteilung auf minus 18,1 (minus 28,5) Punkte.
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January 20, 2026 05:13 ET (10:13 GMT)
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