DJ Aktien Schweiz schwächer - Transatlantische Spannungen belasten
DOW JONES--Die jüngsten Entwicklungen im Streit um Grönland haben auch den schweizerischen Aktienmarkt am Dienstag belastet. US-Präsident Donald Trump erhebt Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel. Am Wochenende drohte der Präsident jenen europäischen Nato-Ländern Strafzölle an, die zur Unterstützung Dänemarks Soldaten nach Grönland entsandt hatten. Die EU kündigte harte Gegenmaßnahmen an. Auch wenn die Schweiz nicht direkt von den Strafzöllen betroffen wäre, dürfte sie doch die Folgen für die Konjunktur in der EU zu spüren bekommen, die wichtigster Handelspartner der Schweiz ist. Der SMI verlor 0,8 Prozent auf 13.170 Punkte.
Von den 20 SMI-Werten verzeichneten 19 Kursverluste. Einziger Kursgewinner im SMI war die Alcon-Aktie, die allerdings am Montag die Liste der Verlierer angeführt hatte und nun in einer Gegenbewegung um 2,2 Prozent zulegte. Umgesetzt wurden 17,91 (Vortag: 16,09) Millionen Aktien.
Anleger zogen Geld aus US-Assets ab, darunter auch aus dem Dollar, und suchten stattdessen Sicherheit in Edelmetallen - Gold und Silber erreichten Rekordpreise - und im Schweizer Franken. Dessen Aufwertung belastete besonders die Kurse exportabhängiger heimischer Unternehmen.
Den mit Abstand höchsten Kursverlust im SMI verbuchte die Logitech-Aktie mit minus 4,3 Prozent. Die Analysten von Morgan Stanley hatten sie auf Underweight von Equal-Weight abgestuft. Ansonsten erfasste die Verkaufswelle jedoch den breiten Markt und erfasste defensive Aktien ebenso wie Konjunkturzykliker.
Die Indexschwergewichte Nestle und Novartis gaben 1,0 und 1,1 Prozent nach. Roche verringerten ihr Minus im späten Handel auf 0,2 Prozent. Unter den konjunktursensitiven Titeln fielen im Bausektor Geberit, Holcim und Sika um bis zu 1,6 Prozent.
In der zweiten Reihe verbilligten sich Docmorris um 8,6 Prozent. Die Geschäftszahlen des Versandapothekenbetreibers kamen nicht gut an. Das Wachstum des Geschäfts mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland hat sich im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal abgeschwächt.
Clariant gewannen gegen die negative Tendenz 2,4 Prozent. Henkel will die niederländische Stahl Holdings für bis zu 2 Milliarden Euro übernehmen, an der Clariant etwa 15 Prozent hält.
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January 20, 2026 11:43 ET (16:43 GMT)
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