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MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Warten auf Trump und Fed-Anhörung

DJ MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Warten auf Trump und Fed-Anhörung

DOW JONES--Sehr uneinheitlich präsentieren sich am Mittwoch die Börsen und Branchen in Europa. Der DAX gibt 0,2 Prozent nach auf 24.641 Zähler, der Euro-Stoxx-50 um 0,2 Prozent auf 5.881 Punkte. Starke Zahlen aus dem Rohstoffsektor treiben diesen aber über 2 Prozent nach oben, auch Autowerte zeigen sich um 1 Prozent erholt. Unter Druck mit minus 1 Prozent stehen Bankentitel wegen des globalen Anstiegs der Renditen.

Im Marktfokus stehen eine Rede von US-Präsident Donald Trump in Davos und in den USA der Oberste Gerichtshof wegen der Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Bei Trumps Rede auf dem Weltwirtschaftsforum hoffen Marktteilnehmer nun auf eine Deeskalation rund um das Thema Grönland.

Beim Obersten Gerichtshof in den USA geht es bei der Anhörung faktisch nur um die Rechtmäßigkeit der Entlassung von Fed-Mitglied Lisa Cook durch Trump. Die Tragweite ist jedoch bedeutend größer, denn die Märkte würden Durchgriffsmöglichkeiten einer US-Regierung auf das Notenbankpersonal als Ende ihrer Unabhängigkeit betrachten. Der Dollar geriete dann deutlich unter Druck. Die Sorge darüber hatte bereits einen Ausverkauf von US-Anleihen und einen massiven Anstieg der US-Renditen von rund 4,14 auf fast 4,30 Prozent binnen einer Woche zur Folge.

Im DAX springen Qiagen um 3,4 Prozent. Treiber sind weiter Medienberichte, das Biopharma-Unternehmen habe in den vergangenen Wochen Gespräche mit mehreren möglichen Käufern geführt, darunter auch einigen strategischen Interessenten aus den USA.

Kursgewinner in Europa ist der Rohstoffsektor, der um 1,9 Prozent mit weitem Abstand vorn liegt. Treiber sind starke Geschäftszahlen von Rio Tinto. Der Bergbaukonzern hat die Produktion im vergangenen Jahr in fast allen Bereichen stärker gesteigert als erwartet. Die Aktien legen 3,3 Prozent zu. Bei BHP und Anglo American geht es bis zu 2,8 Prozent höher.

Danone brechen um mehr als 9 Prozent ein. Nach Deutscher Bank am Dienstag hat sich nun auch die Bank of America skeptisch geäußert. Zudem hat Danone die 200-Tagelinie unterschritten und den Aufwärtstrend gebrochen.

Beim Schokoladenhersteller Barry Callebaut in der Schweiz geht es 6,3 Prozent höher, obwohl der Absatz wegen hoher Schokoladenpreise um fast 10 Prozent eingebrochen ist. Positiv wirkt der Ausblick, der nun von sinkenden Preisen für Kakaobohnen ausgeht, zudem wurde ein neuer CEO berufen.

Alstom legen nach ihrem Quartalsbericht nur 0,3 Prozent zu. Das organische Wachstum lag im dritten Quartal des laufenden Geschäftjahrs mit 5,9 Prozent über der Schätzung von JP Morgan. Positiv sei besonders der Auftragseingang, der die Wachstumserwartungen stütze.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.881,20    -0,2%   -10,88     +1,7% 
Stoxx-50         5.019,56    -0,2%   -8,31     +2,2% 
DAX           24.641,39    -0,2%   -61,73     +0,9% 
MDAX          30.898,53    +0,3%   95,30     +0,6% 
TecDAX          3.650,55    +0,1%    3,72     +0,7% 
SDAX          17.633,74    +0,0%    1,33     +2,7% 
CAC           8.056,67    -0,1%   -5,91     -1,1% 
SMI           13.153,60    -0,1%   -16,36     -0,7% 
ATX           5.354,70    -0,3%   -16,15     +0,8% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1709    -0,1%   1,1721     1,1733  -0,2% 
EUR/JPY          184,84    -0,3%   185,38     185,31  +0,7% 
EUR/CHF          0,9270    +0,1%   0,9259     0,9268  -0,5% 
EUR/GBP          0,8711    -0,1%   0,8719     0,8717  -0,0% 
USD/JPY          157,86    -0,2%   158,17     157,94  +0,9% 
GBP/USD          1,3442    -0,0%   1,3444     1,3460  -0,2% 
USD/CNY          7,0011    +0,1%   6,9966     6,9959  -0,4% 
USD/CNH          6,9607    +0,1%   6,9558     6,9553  -0,3% 
AUS/USD          0,6755    +0,3%   0,6734     0,6743  +0,9% 
Bitcoin/USD       88.984,70    +0,7% 88.340,40   90.682,50  +1,0% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          59,63    60,36   -1,2%     -0,73  +4,6% 
Brent/ICE          64,02    64,92   -1,4%     -0,90  +5,9% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.860,81   4.763,50   +2,0%     97,31 +10,3% 
Silber           94,85    94,60   +0,3%      0,25 +32,7% 
Platin          2.092,16   2.105,12   -0,6%     -12,96 +20,1% 
Kupfer            5,84     5,81   +0,5%      0,03  +1,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 21, 2026 03:50 ET (08:50 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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