
© Foto: Foto von Ricardo Cruz auf Unsplash
Tolle News für die Mainzer. Goldman Sachs stuft BioNTech höher ein und setzt ein neues Kursziel. Das ist mehr als nur eine technische Anpassung. Es ist ein Signal, dass die Wall Street dem deutschen Biotech-Konzern zutraut, weit mehr zu sein als nur der Corona-Impfstoff-Hersteller.
Die Analysten sehen BioNTech auf dem Weg zum Krebsmedizin-Spezialisten mit Milliardenpotenzial. Sieben wichtige Studienergebnisse sollen noch 2026 veröffentlicht werden. Die Kasse ist prall gefüllt mit etwa 17 Milliarden Euro. Wer jetzt noch abwartet, könnte den Zug verpassen. Denn wenn die Krebsmittel-Entwicklung Erfolg hat, sind Kurse von 130 US-Dollar möglicherweise nur der Anfang. Langfristig winken sogar charttechnisch 160 US-Dollar oder mehr.
Goldman Sachs: Ein Ritterschlag für BioNTech
Was Goldman Sachs da gemacht hat, ist ein echter Befreiungsschlag für die BioNTech-Aktie. Von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel von 115 auf 142 US-Dollar angehoben. Das ist ein klares Statement der renommierten Investmentbank, dass BioNTech unterschätzt wird. Die Analysten argumentiere, dass der Markt nur die rückläufigen Corona-Umsätze sieht und dies negativ bewertet. Viele übersehen aber dabei das riesige Potenzial in der Krebsforschung. BioNTech konzentriert sich auf bispezifische Antikörper wie BNT327 und auf Antikörper-Wirkstoff-Konjugate. Diese Technologien könnten die Krebstherapie revolutionieren. Goldman Sachs spricht von einem Gesamtmarkt von über 100 Milliarden US-Dollar, den BioNTech adressiert. Das Jahr 2026 wird zum entscheidenden Katalysator. Sieben Datenpublikationen aus späten Entwicklungsphasen stehen an. Die Wall Street Banken sind mehrheitlich optimistisch. Zwölf Analysten raten zum Kauf, drei zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei über 140 US-Dollar. Vom letzten Kurs bei 109 US-Dollar aus gerechnet ergibt das ein Potenzial von rund 30 Prozent. Doch das ist nur die erste Etappe. Wenn die Pipeline-Offensive aufgeht, sind 160 US-Dollar oder mehr mittelfristig durchaus möglich und nicht unrealistisch.
Pipeline-Offensive mit klarem Zeitplan
BioNTech hat auf der J.P. Morgan Healthcare Conference im Januar richtig Gas gegeben. CEO Ugur Sahin präsentierte eine Roadmap, die aufhorchen lässt. Sechs neue Phase-3-Studien sollen 2026 starten. Bis Jahresende werden es insgesamt 15 Phase-3-Studien sein. Das ist eine Verdopplung innerhalb von nur zwei Jahren. Sieben wichtige Studienergebnisse werden 2026 erwartet. Mindestens 17 weitere folgen bis 2030. Das Portfolio ist breit aufgestellt. Immunmodulatoren, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und mRNA-Krebstherapien werden parallel entwickelt. Partnerschaften mit Bristol-Myers Squibb und Genentech beschleunigen die Entwicklung. Sahin betont, dass 2026 das Jahr wird, in dem wissenschaftliche Fortschritte zu greifbaren Ergebnissen werden. Die finanzielle Basis ist vorhanden. Mit ca. 17 Milliarden Euro an liquiden Mitteln kann BioNTech diese ehrgeizigen Pläne ohne Fremdfinanzierung stemmen. Parallel dazu hat das Unternehmen die Übernahme von CureVac abgeschlossen. Damit sichert sich BioNTech wichtige Patente und eliminiert einen direkten Wettbewerber im mRNA-Segment.

Charttechnik
Die BioNTech-Aktie notiert aktuell am Ende einer ausgedehnten, mehrmonatigen Seitwärtsformation. Das ist charttechnisch eine klassische Konsolidierungsphase. Sobald jedoch frische Katalysatoren kommen, könnte die Aktie wieder stärker in Bewegung geraten. Der Goldman-Moment könnte dazu führen und gute Studienergebnisse den Rest erledigen. Die Zielzone liegt im Bereich um 130 US-Dollar. Ein Ausbruch nach oben wäre das erste wichtige Signal. Danach wäre der Weg in Richtung 142 US-Dollar frei, dem neuen Goldman-Sachs-Kursziel. Gelingt der Durchbruch dort, rücken mittelfristig sogar 160 US-Dollar in Reichweite. Der Kurs liegt über beiden wichtigen SMAs (50er und 200er) und auch der RSI lässt mit einem Wert von 61 noch Platz nach oben.
Was tun?
Die Goldman-Sachs-Hochstufung ist ein Ritterschlag und signalisiert, dass die Wall Street dem Unternehmen den Wandel zum Krebsmedizin-Spezialisten zutraut. Die Pipeline ist beeindruckend breit aufgestellt. 15 Phase-3-Studien bis Jahresende, sieben wichtige Datenpublikationen 2026 und eine prall gefüllte Kasse mit ca. 17 Milliarden Euro schaffen eine solide Basis. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer Konsolidierungsphase. Ein Ausbruch könnte zunächst die 130 US-Dollar anpeilen, danach 142 US-Dollar. Langfristig sind bei erfolgreicher Pipeline-Entwicklung sogar 160 US-Dollar oder auch mehr möglich. Am 10. März 2026 legt BioNTech die vollständigen Zahlen für 2025 vor. Wer an die Onkologie-Story glaubt und Geduld mitbringt, kann bei aktuellen Kursen einsteigen oder bestehende Positionen aufstocken.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
Haftungsausschluss/Disclaimer
Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und - je nach Art des Investments - sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Finanznachrichten.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Finanznachrichten.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Finanznachrichten.de und/oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.




