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MÄRKTE USA/Etwas fester - Trump-Rede lindert Sorge um Grönland

DJ MÄRKTE USA/Etwas fester - Trump-Rede lindert Sorge um Grönland

DOW JONES--Die US-Börsen stabilisieren sich am Mittwoch nach dem Abverkauf vom Vortag. In seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos erneuerte US-Präsident Donald Trump seinen Anspruch auf Grönland. Er strebe unverzügliche Verhandlungen über die Übernahme der zu Dänemark gehörenden Insel durch die USA an, so Trump. Als leicht beruhigend für die Märkte werten Händler indessen die Aussage des Präsidenten, die USA würden keine Gewalt anwenden, um Grönland zu erwerben.

Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,4 Prozent auf 48.682 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,3 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent.

In den vergangenen Tagen hatte der US-Präsident jenen europäischen Nato-Ländern, die als Ausdruck ihrer Solidarität mit Dänemark am Wochenende Soldaten dorthin sandten, Strafzölle angedroht. Die EU hat für diesen Fall Gegenmaßnahmen angekündigt.

Unterdessen wächst am Markt die Sorge um die japanische Staatsverschuldung, die schon am Vortag zu einem Ausverkauf japanischer Staatsanleihen geführt hatte, worauf deren Renditen rasant gestiegen waren. Im Sog der japanischen Schuldtitel waren auch die Anleihekurse anderer Länder gefallen.

An Konjunkturdaten stehen die Bauausgaben aus dem Oktober auf der Agenda. Daneben rückt der Umgang Trumps mit der US-Notenbank wieder in den Blick: Vor dem Obersten Gerichtshof der USA findet eine Anhörung über die Rechtmäßigkeit der Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook durch den Präsidenten statt. Die Entlassung Cooks wegen des - unbewiesenen - Vorwurfs des Hypothekenbetrugs ist Teil einer Kampagne der Regierung Trump, die Notenbank dem Willen des Präsidenten zu unterwerfen. Auch Fed-Chef Jerome Powell ist immer wieder Ziel von Trumps Attacken, weil er sich dem Drängen des Präsidenten, die Zinsen zu senken, bisher widersetzt hat.

Am US-Anleihemarkt erholen sich die Kurse, im Gegenzug kommen die Renditen leicht zurück. US-Finanzminister Scott Bessent sieht im Anstieg der US-Renditen vom Mittwoch keinen Grund zur Besorgnis und widerspricht damit Beobachtern, die von einem Ausverkauf von US-Assets aufgrund der jüngsten politischen Spannungen sprechen. Er stehe vielmehr im Zusammenhang mit dem kräftigen Anstieg der japanischen Anleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt um 1 Basispunkt auf 4,28 Prozent. Der Dollar gibt nach dem Rücksetzer vom Dienstag erneut leicht nach. Für den Dollarindex geht es um 0,1 Prozent abwärts.

Weiterhin großen Zulauf verzeichnet angesichts der politischen Unsicherheit Gold. Der Preis des Edelmetalls steigt auf immer neue Rekordhochs. Die Ölpreise tendieren kaum verändert. Die Akteure am Ölmarkt fürchten, dass der neue Zollstreit die Weltwirtschaft schwächt und die Nachfrage nach Öl dämpft. Unterstützung kommt dagegen vom auf niedrigerem Niveau verharrenden Dollar.

Daneben geht die Bilanzsaison in eine neue Runde. Die Aktien von Netflix fallen um 4,6 Prozent. Die Zahlen des Streaminganbieters hatten nicht in allen Punkten überzeugt. Zudem gebe es am Markt Befürchtungen, dass Netflix im Bieterwettkampf mit Paramount zu viel für Warner Bros. zahlen könnte.

Negativ werden auch die Geschäftszahlen von Johnson & Johnson (-1,2%) aufgenommen, obwohl das Unternehmen für das laufende Jahr einen Umsatz und ein Ergebnis über den Konsensschätzungen der Analysten in Aussicht stellt.

Travelers tendieren 1,4 Prozent fester. Der Versicherer hat im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und seine Aktienrückkäufe aufgestockt.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          48.681,76    +0,4%   193,17     +0,9% 
S&P-500         6.818,67    +0,3%   21,81     -0,7% 
NASDAQ Comp       22.981,63    +0,1%   27,30     -1,2% 
NASDAQ 100       25.026,08    +0,2%   38,52     -1,0% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1726    +0,0%   1,1721     1,1733  -0,2% 
EUR/JPY          185,28    -0,1%   185,38     185,31  +0,7% 
EUR/CHF          0,9278    +0,2%   0,9259     0,9268  -0,5% 
EUR/GBP          0,8724    +0,0%   0,8719     0,8717  -0,0% 
USD/JPY          158,00    -0,1%   158,17     157,94  +0,9% 
GBP/USD          1,3443    -0,0%   1,3444     1,3460  -0,2% 
USD/CNY          6,9956    -0,0%   6,9966     6,9959  -0,4% 
USD/CNH          6,9572    +0,0%   6,9558     6,9553  -0,3% 
AUS/USD          0,6765    +0,5%   0,6734     0,6743  +0,9% 
Bitcoin/USD       89.520,90    +1,3% 88.340,40   90.682,50  +1,0% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          60,30    60,36   -0,1%     -0,06  +4,6% 
Brent/ICE          64,86    64,92   -0,1%     -0,06  +5,9% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.857,66   4.763,50   +2,0%     94,16 +10,3% 
Silber           94,27    94,60   -0,4%     -0,33 +32,7% 
Platin          2.127,26   2.105,12   +1,1%     22,14 +20,1% 
Kupfer            5,84     5,81   +0,5%      0,03  +1,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/kla

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January 21, 2026 09:54 ET (14:54 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
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Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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