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MÄRKTE USA/Gut behauptet - Trump lindert Furcht vor Invasion Grönlands

DJ MÄRKTE USA/Gut behauptet - Trump lindert Furcht vor Invasion Grönlands

DOW JONES--Die US-Börsen stabilisieren sich am Mittwoch nach dem Abverkauf vom Vortag. Der Dow-Jones-Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,2 Prozent auf 48.601 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,1 Prozent zu, und der Nasdaq-Composite sinkt um 0,1 Prozent. Zeitweise hatten die Indizes aber deutlicher zugelegt.

In seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos erneuerte US-Präsident Donald Trump seinen Anspruch auf Grönland. Er strebe unverzügliche Verhandlungen über die Übernahme der zu Dänemark gehörenden Insel durch die USA an, so Trump. Als leicht beruhigend für die Märkte werten Händler indessen die Aussage des Präsidenten, die USA würden keine Gewalt anwenden, um Grönland zu erwerben. Allerdings ist die Furcht vor einem neuen Zollstreit nicht ausgeräumt. In den vergangenen Tagen hatte der US-Präsident jenen europäischen Nato-Ländern, die als Ausdruck ihrer Solidarität mit Dänemark am Wochenende Soldaten dorthin sandten, Strafzölle angedroht. Die EU hat für diesen Fall Gegenmaßnahmen angekündigt.

Unterdessen wächst am Markt die Sorge um die japanische Staatsverschuldung, die schon am Vortag zu einem Ausverkauf japanischer Staatsanleihen geführt hatte, worauf deren Renditen rasant gestiegen waren. Im Sog der japanischen Schuldtitel waren auch die Anleihekurse anderer Länder gefallen.

Konjunkturseitig stiegen die Bauausgaben im Oktober stärker als erwartet, die Daten setzen allerdings keine Akzente. Daneben rückt der Umgang Trumps mit der US-Notenbank wieder in den Blick: Vor dem Obersten Gerichtshof der USA findet eine Anhörung über die Rechtmäßigkeit der Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook durch den Präsidenten statt. Die Entlassung Cooks wegen des - unbewiesenen - Vorwurfs des Hypothekenbetrugs ist Teil einer Kampagne der Regierung Trump, die Notenbank dem Willen des Präsidenten zu unterwerfen. Auch Fed-Chef Jerome Powell ist immer wieder Ziel von Trumps Attacken, weil er sich dem Drängen des Präsidenten, die Zinsen zu senken, bisher widersetzt hat. Seinen Auftritt in Davos nutzte der Präsident, um erneut Zinssenkungen der Fed zu fordern.

Der Dollar und die US-Anleiherenditen geben daraufhin zeitweise noch etwas deutlicher nach. Aktuell zeigt sich der Dollarindex behauptet. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sinkt um 1,5 Basispunkte auf 4,28 Prozent. US-Finanzminister Scott Bessent sieht derweil im Anstieg der US-Renditen vom Vortag keinen Grund zur Besorgnis und widerspricht damit Beobachtern, die von einem Ausverkauf von US-Assets aufgrund der jüngsten politischen Spannungen sprechen. Der Rückzug aus US-Anleihen am Dienstag und die im Gegenzug steigenden Marktzinsen stünden vielmehr im Zusammenhang mit dem kräftigen Anstieg der japanischen Anleiherenditen.

Weiterhin großen Zulauf verzeichnet angesichts der politischen Unsicherheit Gold. Der Preis des Edelmetalls steigt auf immer neue Rekordhochs, wobei er aktuell sein Plus etwas verringert. Die Ölpreise tendieren gut behauptet. Die Akteure am Ölmarkt fürchten, dass der neue Zollstreit die Weltwirtschaft schwächt und die Nachfrage nach Öl dämpft. Unterstützung kommt dagegen vom schwächeren Dollar.

Daneben geht die Bilanzsaison in eine neue Runde. Die Aktien von Netflix fallen um 4,5 Prozent. Die Zahlen des Streaminganbieters hatten nicht in allen Punkten überzeugt. Zudem gebe es am Markt Befürchtungen, dass Netflix im Bieterwettkampf mit Paramount zu viel für Warner Bros. zahlen könnte.

Negativ werden auch die Geschäftszahlen von Johnson & Johnson (-1%) aufgenommen, obwohl das Unternehmen für das laufende Jahr einen Umsatz und ein Ergebnis über den Konsensschätzungen der Analysten in Aussicht stellt.

Travelers tendieren 0,3 Prozent fester. Der Versicherer hat im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und seine Aktienrückkäufe aufgestockt. Positiv überrascht hat daneben die Fluggesellschaft United Airlines (+2,4%).

Kraft Heinz fallen um 5,7 Prozent. Einer Mitteilung des Lebensmittelkonzerns an die US-Börsenaufsicht zufolge könnte Berkshire Hathaway ihre Beteilung an Kraft Heinz verringern. Das Aktienpaket ist derzeit etwa 7,8 Milliarden Dollar wert.

Intel machen einen Satz um 9,1 Prozent nach oben. Seit dem Einstieg der US-Regierung bei dem Chiphersteller vor einigen Monaten hat sich die Aktie kräftig erholt. Sie bekommt nun Rückenwind von einem positiven Analystenkommentar: Seaport Research Partners hat Intel auf "Buy" hochgestuft.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          48.601,21    +0,2%   112,62     +0,9% 
S&P-500         6.805,65    +0,1%    8,79     -0,7% 
NASDAQ Comp       22.930,56    -0,1%   -23,76     -1,2% 
NASDAQ 100       25.008,58    +0,1%   21,01     -1,0% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1710    -0,1%   1,1721     1,1733  -0,2% 
EUR/JPY          185,14    -0,1%   185,38     185,31  +0,7% 
EUR/CHF          0,9280    +0,2%   0,9259     0,9268  -0,5% 
EUR/GBP          0,8720    +0,0%   0,8719     0,8717  -0,0% 
USD/JPY          158,11    -0,0%   158,17     157,94  +0,9% 
GBP/USD          1,3429    -0,1%   1,3444     1,3460  -0,2% 
USD/CNY          6,9991    +0,0%   6,9966     6,9959  -0,4% 
USD/CNH          6,9588    +0,0%   6,9558     6,9553  -0,3% 
AUS/USD          0,6759    +0,4%   0,6734     0,6743  +0,9% 
Bitcoin/USD       87.218,90    -1,3% 88.340,40   90.682,50  +1,0% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          60,47    60,36   +0,2%      0,11  +4,6% 
Brent/ICE          64,99    64,92   +0,1%      0,07  +5,9% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.815,92   4.763,50   +1,1%     52,42 +10,3% 
Silber           92,60    94,60   -2,1%     -2,00 +32,7% 
Platin          2.146,88   2.105,12   +2,0%     41,76 +20,1% 
Kupfer            5,79     5,81   -0,4%     -0,02  +1,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/cbr

(END) Dow Jones Newswires

January 21, 2026 12:23 ET (17:23 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
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