DJ MARKT USA/Abgewendeter Zollstreit dürfte Börse weiter treiben
An den US-Börsen zeichnet sich ein etwas festerer Start in den Donnerstagshandel ab. Schon am Mittwoch hatten die Aktienkurse kräftig zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland eingelenkt hatte. Anders als zunächst angekündigt will er nun doch keine Strafzölle auf Einfuhren aus jenen europäischen Nato-Mitgliedsstaaten erheben, die als Zeichen der Solidarität Soldaten auf die zu Dänemark gehörende Insel entsandt hatten, die Trump gerne den USA zuschlagen würde. Er habe sich mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf ein Rahmenabkommen zu einem künftigen "Deal" für Grönland geeinigt, bekundete Trump nun, ohne Details zu nennen.
Der Dollar zeigt sich daraufhin behauptet. Am US-Anleihemarkt kommen die Renditen leicht zurück, im Zehnjahresbereich um 1 Basispunkt auf 4,24 Prozent. Der Goldpreis legt nach seinem jüngsten Höhenflug eine Pause ein und tendiert wenig verändert. Die Ölpreise geben deutlicher nach, nachdem die Internationale Energieagentur für dieses Jahr ein Überangebot an Öl prognostiziert hat. Im Tagesverlauf wird die staatliche Energy Information Administration Daten zu den Ölvorräten der USA veröffentlichen.
An Konjunkturdaten werden am Donnerstag das Bruttoinlandsprodukt des dritten Quartals 2025 in zweiter Lesung, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche und die persönlichen Einkommen und Ausgaben aus dem November veröffentlicht. Hier gilt das Interesse vor allem dem PCE-Preisindex, der als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank gilt.
Geschäftszahlen kommen vorbörslich von GE Aerospace, Procter & Gamble sowie Abbott Laboratories. Nach der Schlussglocke werden Intel und Alcoa über den Verlauf des vierten Quartals berichten.
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January 22, 2026 06:14 ET (11:14 GMT)
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