CINCINNATI (dpa-AFX) - Der Triebwerkshersteller GE Aerospace nimmt sich nach überraschend guten Jahreszahlen mehr Gewinn für 2026 vor. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis je Aktie soll auf 7,10 bis 7,40 US-Dollar steigen, wie der US-Konzern am Donnerstag in Cincinnati mitteilte. Im vergangenen Jahr lieferte GE trotz Verzögerungen so viele Triebwerke für die Mittelstreckenjet-Reihen Airbus A320neo und Boeing 737 Max aus wie nie zuvor.
Am Finanzmarkt wurden die Neuigkeiten zunächst dennoch mit Kursverlusten quittiert. Im vorbörslichen US-Handel verlor die GE-Aktie rund dreieinhalb Prozent. Allerdings hatte sie in den vergangenen zwölf Monaten fast 70 Prozent gewonnen.
Im abgelaufenen Jahr wuchs der Umsatz des Konzerns um 18 Prozent auf 45,9 Milliarden Dollar (39,2 Mrd Euro). Der Überschuss sprang um 31 Prozent auf 10 Milliarden Dollar in die Höhe. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) legte sogar um 38 Prozent auf 6,37 Dollar zu und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.
Auch die Pläne für 2026 übertrafen die Erwartungen: Analysten hatten beim bereinigten Gewinn je Aktie nur einen Wert am unteren Ende der Spanne erwartet, die sich Konzernchef Larry Culp nun selbst gesetzt hat.
GE Aerospace entwickelt und fertigt Turbinen für Passagier- und Frachtflugzeuge von Airbus und Boeing. Bei den Leap-Triebwerken für die vielgefragten Mittelstreckenjets arbeitet der US-Konzern im Gemeinschaftsunternehmen CFM mit dem französischen Triebwerkshersteller Safran zusammen./stw/tav/jha/




