DAVOS (dpa-AFX) - Vizekanzler Lars Klingbeil sieht das Thema Grönland mit der Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und Nato-Chef Mark Rutte noch nicht erledigt. "Das ist der Anfang von Gesprächen und nicht das Ende", sagte der SPD-Politiker auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Vom Tisch seien die Androhung von militärischer Gewalt und die Idee, Grönland zum Teil der USA zu machen. Über andere Dinge, wie etwa Rohstoffe, könne man nun noch reden.
Europa habe nun aber hoffentlich verstanden, dass Reformen nötig seien, betonte Klingbeil. Der Kontinent müsse eine neue Kraft entwickeln. Im Kreise der EU-Finanzminister wolle er nun nicht nur über eine Vertiefung des Binnenmarkts reden, sondern auch über den Zugang zu Rohstoffen und seltenen Erden sowie Verteidigungsfinanzierung. Es gehe nicht darum, mit den Amerikanern zu brechen. Es gebe aber auch andere Wirtschaftspartner wie etwa Kanada, die bei Rohstoffen auch etwas zu bieten hätten./tam/DP/mis
