FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Freitag gesunken. Die Gemeinschaftswährung hat damit einen Teil der Vortagesgewinne wieder abgegeben. Am Morgen wurde der Euro bei 1,1740 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend.
Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung. Am Donnerstag hatte der Euro noch von einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten profitiert, nachdem sich geopolitische Spannungen abgeschwächt hatten. Hintergrund ist die Kehrtwende von US-Präsidenten Donald Trump im Streit um Grönland. Trump hatte jüngste Drohungen mit neuen Zöllen zurückgenommen.
Im weiteren Handelsverlauf dürften Konjunkturdaten wieder stärker in den Fokus rücken. Auf dem Programm stehen Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone und in den USA, die am Markt stark beachtet werden. Analysten erwarten eine bessere Stimmung in den Unternehmen der Eurozone, was den Euro stützen dürfte.
Deutliche Kursverluste gab es hingegen beim japanischen Yen nach einem deutlichen Rückgang der Inflation in Japan. Die Verbraucherpreise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln sind im Dezember um 2,4 Prozent gestiegen und damit so schwach wie seit Oktober 2024 nicht mehr. Im November war die Inflation noch deutlich stärker gewesen und hatte bei 3,0 Prozent gelegen.
Unterdessen hat die japanische Notenbank den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent belassen. Wie aus der Stellungnahme zur Zinsentscheidung hervorgeht, wollen Japans Notenbanker die Auswirkungen der Zinserhöhung vom Vormonat und das Ergebnis der vorgezogenen Wahlen abwarten./jkr/stk
