Baden-Baden (ots) -
Dokumentarfilm über die Entstehung einer nie gezeigten Holocaust-Komödie von und mit Jerry Lewis / ab jetzt für 90 Tage in der ARD Mediathek
Ein Spielfilm zum Holocaust - und dann auch noch eine Komödie mit einem Clown in der Hauptrolle? Das war jahrzehntelang undenkbar. Der US-amerikanische Comedy-Star Jerry Lewis jedoch war so überzeugt davon, dass er selbst das Risiko einging: 1972 begann er mit den Dreharbeiten für "The Day The Clown Cried", einem Film, der international angekündigt wurde und dann plötzlich verschwand. Warum? Das blieb lange eines der großen Rätsel Hollywoods. Der 108-minütige Dokumentarfilm "Jerry Lewis. From Darkness To Light" zeigt Teile der restaurierten Originalbänder in ihrem Produktionskontext und erzählt - spannend wie ein True-Crime-Fall - wie sehr der "King of Comedy" Jerry Lewis an der Entstehung dieses Films beteiligt war. Und das Jahre, bevor andere Regisseure wagten, die Schrecken des Holocaust humoristisch auf der großen Leinwand zu zeigen. Der Film wird am 25. Januar 2026 um 22:45 Uhr im SWR gezeigt und ist ab sofort für 90 Tage in der ARD Mediathek zu sehen.
Mutiges, aber gescheitertes Projekt
Für Jerry Lewis war "The Day The Clown Cried" ein sehr persönliches Filmprojekt: Als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller erzählt er die fiktive Geschichte des deutschen Clowns Helmut Doork, der wegen Kritik an Adolf Hitler in einem Konzentrationslager kommt und dort versucht, die Kinder aufzuheitern - selbst noch auf dem Weg in die Gaskammer. Doch kurz vor Ende der Dreharbeiten verließ Lewis das Set, nahm das Drehmaterial an sich und sprach nie wieder ein Wort über den Film. Der Versuch, nach großen Comedy-Erfolgen wie "Der verrückte Professor" sich auch mit diesem ernsten Thema durchzusetzen, war misslungen. Lewis verlor zwei Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen. Der schwedische Produzent behielt daraufhin die Filmrollen ein, die Ko-Drehbuchautorin war so unzufrieden, dass sie die Rechte nicht freigab. "The Day The Clown Cried" wurde nie gezeigt. Jerry Lewis selbst hatte gemischte Gefühle dem Film gegenüber, bezeichnete den Film öffentlich als schlecht, forderte aber in seiner Autobiografie 1982, dass der Film gesehen werden müsse.
10 Jahre Sperrfrist
2015, zwei Jahre vor seinem Tod, schenkte Lewis der amerikanischen Library of Congress sein persönliches Archiv, darunter auch Material aus "The Day The Clown Cried". Allerdings mit der Bedingung, dass das Filmmaterial frühestens zehn Jahre später gezeigt werden dürfe. Schließlich war es soweit: Der Dokumentarfilm "From Darkness To Light" des US-amerikanischen Regisseurs Michael Lurie feierte am 1. September 2024 internationale Premiere auf dem Filmfestival in Venedig. Neben bisher noch nie gezeigten Szenen aus dem verschwundenen Film zeigt er Einschätzungen von Hollywood-Größen und Wegbegleitern wie Mel Brooks, Sarah Silverman, Martin Scorsese. Auch Lewis selbst beleuchtet in den Interviews die enormen Herausforderungen, denen dieses ambitionierte Projekt und sein Regisseur gegenüberstanden. Der Dokumentarfilm greift zudem auf lange Passagen aus einem Interview zurück, das der Dokumentarfilmer Eric Friedler für seine Dokumentation "The Clown" (ARD, 2016) mit Jerry Lewis geführt hat. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar zeigt der SWR "From Darkness To Light" am 25. Januar 2026 um 22.45 Uhr das erste Mal im deutschen Fernsehen.
Der Film ist in der ARD Mediathek (https://1.ard.de/jerry-lewis_from_darkness_to_light) abrufbar. Eine Produktion von Untold Production in Zusammenarbeit mit Sugar Productions und dem SWR.
Fotos zum kostenlosen Herunterladen unter ARD-foto.de (http://www.ard-foto.de/).
Weitere Informationen unter: http://swr.li/jerry-lewis-from-darkness-to-light
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/7169/6202408
Dokumentarfilm über die Entstehung einer nie gezeigten Holocaust-Komödie von und mit Jerry Lewis / ab jetzt für 90 Tage in der ARD Mediathek
Ein Spielfilm zum Holocaust - und dann auch noch eine Komödie mit einem Clown in der Hauptrolle? Das war jahrzehntelang undenkbar. Der US-amerikanische Comedy-Star Jerry Lewis jedoch war so überzeugt davon, dass er selbst das Risiko einging: 1972 begann er mit den Dreharbeiten für "The Day The Clown Cried", einem Film, der international angekündigt wurde und dann plötzlich verschwand. Warum? Das blieb lange eines der großen Rätsel Hollywoods. Der 108-minütige Dokumentarfilm "Jerry Lewis. From Darkness To Light" zeigt Teile der restaurierten Originalbänder in ihrem Produktionskontext und erzählt - spannend wie ein True-Crime-Fall - wie sehr der "King of Comedy" Jerry Lewis an der Entstehung dieses Films beteiligt war. Und das Jahre, bevor andere Regisseure wagten, die Schrecken des Holocaust humoristisch auf der großen Leinwand zu zeigen. Der Film wird am 25. Januar 2026 um 22:45 Uhr im SWR gezeigt und ist ab sofort für 90 Tage in der ARD Mediathek zu sehen.
Mutiges, aber gescheitertes Projekt
Für Jerry Lewis war "The Day The Clown Cried" ein sehr persönliches Filmprojekt: Als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller erzählt er die fiktive Geschichte des deutschen Clowns Helmut Doork, der wegen Kritik an Adolf Hitler in einem Konzentrationslager kommt und dort versucht, die Kinder aufzuheitern - selbst noch auf dem Weg in die Gaskammer. Doch kurz vor Ende der Dreharbeiten verließ Lewis das Set, nahm das Drehmaterial an sich und sprach nie wieder ein Wort über den Film. Der Versuch, nach großen Comedy-Erfolgen wie "Der verrückte Professor" sich auch mit diesem ernsten Thema durchzusetzen, war misslungen. Lewis verlor zwei Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen. Der schwedische Produzent behielt daraufhin die Filmrollen ein, die Ko-Drehbuchautorin war so unzufrieden, dass sie die Rechte nicht freigab. "The Day The Clown Cried" wurde nie gezeigt. Jerry Lewis selbst hatte gemischte Gefühle dem Film gegenüber, bezeichnete den Film öffentlich als schlecht, forderte aber in seiner Autobiografie 1982, dass der Film gesehen werden müsse.
10 Jahre Sperrfrist
2015, zwei Jahre vor seinem Tod, schenkte Lewis der amerikanischen Library of Congress sein persönliches Archiv, darunter auch Material aus "The Day The Clown Cried". Allerdings mit der Bedingung, dass das Filmmaterial frühestens zehn Jahre später gezeigt werden dürfe. Schließlich war es soweit: Der Dokumentarfilm "From Darkness To Light" des US-amerikanischen Regisseurs Michael Lurie feierte am 1. September 2024 internationale Premiere auf dem Filmfestival in Venedig. Neben bisher noch nie gezeigten Szenen aus dem verschwundenen Film zeigt er Einschätzungen von Hollywood-Größen und Wegbegleitern wie Mel Brooks, Sarah Silverman, Martin Scorsese. Auch Lewis selbst beleuchtet in den Interviews die enormen Herausforderungen, denen dieses ambitionierte Projekt und sein Regisseur gegenüberstanden. Der Dokumentarfilm greift zudem auf lange Passagen aus einem Interview zurück, das der Dokumentarfilmer Eric Friedler für seine Dokumentation "The Clown" (ARD, 2016) mit Jerry Lewis geführt hat. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar zeigt der SWR "From Darkness To Light" am 25. Januar 2026 um 22.45 Uhr das erste Mal im deutschen Fernsehen.
Der Film ist in der ARD Mediathek (https://1.ard.de/jerry-lewis_from_darkness_to_light) abrufbar. Eine Produktion von Untold Production in Zusammenarbeit mit Sugar Productions und dem SWR.
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