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MÄRKTE ASIEN/Überwiegend leichter - Geopolitik belastet weiter

DJ MÄRKTE ASIEN/Überwiegend leichter - Geopolitik belastet weiter

DOW JONES--An den asiatischen Aktienmärkten geht es am Montag überwiegend nach unten. Vor allem der Nikkei-225 in Tokio und der Kospi in Seoul leiden unter Gewinnmitnahmen und geben deutlicher nach. An den chinesischen Börsen tendieren die Indizes knapp behauptet. Die Stimmung bleibt gedrückt, laut Marktteilnehmern wegen der geopolitischen Risiken und der US-Handelspolitik. Die US-Regierung hat nun Kanada mit einem Zoll von 100 Prozent gedroht, falls das Land wie beabsichtigt ein Handelsabkommen mit China schließt. Auch die US-Index-Futures geben angesichts der allgemeinen Verunsicherung nach. Die Märkte der Stunde bleiben die Edelmetalle: Die Feinunze Gold steigt erstmals über die Marke von 5.000 Dollar hinweg auf 5.059 Dollar, und die Feinunze Silber legt mehr um 3,4 Prozent zu auf knapp 107 Dollar.

Daneben warten die Märkte auf die Zinsenstscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Von ihr werden zwar überwiegend unveränderte Geldmarktsätze erwartet, der Blick richtet sich aber auf Aussagen zur künftigen Geldpolitik. Und schließlich könnte der Fortgang der Berichtssaison die Stimmung weiter beeinflussen.

In Japan gibt der Nikkei-225 um 1,8 Prozent nach. Der Yen zeigt sich erholt, er zieht an auf 154,06 Yen je Dollar. Der frühere japanische Finanzminister Yoshihiko Noda hält die Erfolgsaussichten für Yen-Interventionen allerdings für begrenzt. Die Regierung müsse den Staatshaushalt in Ordnung bringen, um die Yen-Schwäche zu beenden, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong fällt um 0,2 Prozent. Trotzdem dürfte der Aktienmarkt in Hongkong sein starkes Momentum auch im Jahr 2026 beibehalten, wie die Analysten von HSBC schreiben. Der Markt habe seit 2017 "seine beste Rally erlebt", und dies dürfte sich 2026 angesichts der sich verbessernden Gewinne fortsetzen, so die Analysten. "Da nun starke Anker fest verankert sind, fühlen wir uns zuversichtlicher", meinen sie. Ein neuer Aspekt sei der sich erholende Immobilienmarkt, wobei die Immobilienpreise im Jahr 2025 um 5 Prozent gestiegen seien, stellen die HSBC-Analysten fest. Zudem hätten sich die Konsumausgaben in den vergangenen drei Monaten ebenfalls erholt. "Ein sich allmählich stabilisierender Wohnimmobilienmarkt, der das Verbrauchervertrauen wiederherstellt und die Konsumausgaben ankurbelt - das ist ein Rezept, das das Gewinnwachstum unterstützt", so HSBC.

Ein potenzieller Börsengang von Alibabas T-Head könnte erheblichen Wert für das Chip-Geschäft des Technologie-Konzerns freisetzen, so die Analysten von Nomura nach Medienberichten über die Pläne für eine Börsennotierung. T-Head sei neben Kunlunxin von Baidu und Cambricon Technologies einer der führenden chinesischen Chip-Entwickler, merken die Analysten an. Nomura schätzt die kombinierte Bewertung des Cloud-Geschäfts von Baidu und Kunlunxin auf 63 Milliarden US-Dollar, was dem 9,4-fachen des kombinierten geschätzten Umsatzes für 2027 entspreche. Die Analysten meinen, AliCloud, zu der auch T-Head gehört, sollte mindestens das gleiche Multiple wie das Pendant von Baidu verdienen. Nomura belässt die Einstufung für Alibaba auf "Buy" und erhöht das Kursziel für die ADRs von 193,00 auf 237,00 US-Dollar. Die Aktie schloss zuletzt bei 173,23 US-Dollar. In Hongkong fallen Alibaba um 1,9 Prozent. Baidu reduzieren sich um 4,2 Prozent.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   % YTD    Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)   8.860,10    +0,1%   +1,7%   06:00 
Nikkei-225 (Tokio)   52.869,24    -1,8%   +7,0%   07:00 
Kospi (Seoul)      4.953,67    -0,7%   +17,5%   07:30 
Shanghai-Comp.      4.136,28    +0,0%   +4,2%   08:00 
Hang-Seng (Hongk.)   26.699,03    -0,2%   +4,3%   09:00 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %   00:00 Fr, 08:26  % YTD 
EUR/USD          1,1865    -0,2   1,1889   1,1737  +0,7% 
EUR/JPY          182,79    -0,5   183,77   186,81   0% 
EUR/GBP          0,8683    -0,1   0,8692   0,8700  -0,6% 
GBP/USD          1,3665    -0,1   1,3678   1,3490  +1,1% 
USD/JPY          154,06    -0,3   154,57   159,17  -0,7% 
USD/KRW         1.446,36    -1,2  1.446,36  1.469,35  +0,4% 
USD/CNY          6,9953     0,0   6,9953   6,9942  -0,4% 
USD/CNH          6,9513     0,1   6,9478   6,9600  -0,4% 
USD/HKD          7,7945    -0,0   7,7967   7,7982  +0,5% 
AUD/USD          0,6914    -0,2   0,6927   0,6846  +3,4% 
NZD/USD          0,5960    -0,0   0,5961   0,5905  +2,3% 
BTC/USD         87.769,00     1,5 86.450,10 89.539,70  +0,8% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          61,13    61,07   +0,1%   +0,06  +6,6% 
Brent/ICE          65,92    65,88   +0,1%   +0,04  +8,8% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           5.059,20  4.984,53   +1,5%   +74,67 +15,4% 
Silber           106,76  103,2815   +3,4%   +3,48 +44,9% 
Platin          2.349,72  2.342,60   +0,3%   +7,12 +34,3% 
Kupfer            5,93    5,95   -0,3%   -0,02  +3,8% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/hru/ros

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January 26, 2026 00:53 ET (05:53 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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