DJ MÄRKTE USA/Freundlich - Anleger warten auf Zahlenausweise und Fed-Entscheid
DOW JONES--Mit freundlicher Tendenz zeigen sich die US-Börsen am Montag im Verlauf. Der Dow-Jones-Index gewinnt gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,4 Prozent auf 49.301 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,6 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,7 Prozent. Etwas Unterstützung erhalten die Aktienkurse von sinkenden Marktzinsen. Die im Wochenverlauf anstehenden Zahlenausweise bedeutender US-Technologieunternehmen, die Fed-Sitzung, deren Ergebnis am Mittwoch bekanntgegeben wird, und die neuen Politikschlagzeilen lassen die Anleger jedoch zurückhaltend agieren.
Zum einen hat US-Präsident Donald Trump mit einer massiven Eskalation im schwelenden Handelsstreit mit der Regierung des kanadischen Premierministers Mark Carney gedroht. Er warnte, dass die USA Zölle von 100 Prozent auf alle kanadischen Importe erhöben, falls "Kanada einen Deal mit China macht". Carney irre sich "gewaltig", wenn er glaube, er könne Kanada zu einem "Abladehafen" für China machen, um Waren in die USA zu schleusen.
Zum anderen dürfte den USA erneut ein teilweiser Regierungsstillstand bevorstehen. Am Freitag läuft die Frist für den US-Kongress ab, einen Haushaltsentwurf für weite Teile der Regierung zu verabschieden, was nicht nur das Heimatschutzministerium (ICE), sondern auch andere Behörden einschließt. Sollte dies nicht geschehen, drohen diesem Ministerium und weiteren Stellen Zwangsurlaub für Mitarbeiter sowie eine Unterbrechung einiger Abläufe. Die Demokraten sind wegen der Tötung eines weiteren US-Bürgers offenbar nicht bereit, die Finanzierung der ICE-Behörde mitzutragen.
Dazu gesellen sich Sorgen um die Zukunft des KI-Infrastrukturprojektes Stargate. Denn mit Softbank zögert laut einem Bericht einer der größten Branchenfinanzierer nun damit, den geplanten Kauf des Datenzentrenbetreibers Switch für 50 Milliarden Dollar in die Tat umzusetzen. "Mit Zweifeln an der KI-Zukunft plus dazu noch der Erwartung von Dollar-Verlusten sind US-Aktien für ausländische Anleger nicht mehr attraktiv", ergänzt ein Händler. Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im November zwar überraschend stark gestiegen, die Daten dürften angesichts der politischen Gemengelage kaum eine Rolle spielen.
Am Rentenmarkt ist von "Sell America" nicht viel zu merken, denn die Renditen von US-Staatsanleihen fallen leicht - die Notierungen steigen entsprechend. Die Rendite zehnjähriger Anleihen fällt um 3 Basispunkte auf 4,21 Prozent. Den Drohungen von Präsident Trump gegen Kanada fehle es an Details und Glaubwürdigkeit, meint Analyst Derek Holt von Scotiabank.
Der Dollar gerät dagegen nicht nur mit den Trump-Drohungen unter Druck, sondern auch durch eine Aufwertung des Yen. Denn sowohl Washington als auch Tokio haben Bereitschaft signalisiert, zugunsten der japanischen Währung am Devisenmarkt zu intervenieren. der Dollar-Index büßt 0,7 Prozent ein. Das schwindende Vertrauen in den Dollar treibe indes die Edelmetallpreise in die Höhe, urteilt Marktanalystin Daniela Hathorn von Capital.com. Gold und Silber erreichten neue Höchststände - der Goldpreis klettert über die Marke von 5.000 Dollar. Die Zolldrohungen von Trump drücken die Ölpreise leicht, weil neue Zölle die Weltkonjunktur abwürgen und die Ölnachfrage dämpfen könnten. Auf der anderen Seite stützen jedoch der schwächere Dollar und die Kältewelle in den USA, die die Nachfrage nach Heizöl nach oben treibt.
Am Aktienmarkt schießen USA Rare Earth um 16,4 Prozent nach oben. Die Trump-Regierung plant, 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen zu investieren und eine Beteiligung aufzubauen. Für andere Aktien aus dem Bereich Seltene Erden geht es dagegen abwärts. MP Materials fallen um 7,8 und Ramaco Resources um fast 20 Prozent.
Micron Technology fallen um 2 Prozent. Laut einem Bericht wird Samsung Nvidia mit Speicherchips der nächsten Generation beliefern. Micron ist der Hauptkonkurrent des südkoreanischen Unternehmens. Nach Vorlage von Viertquartalszahlen sinkt der Kurs von Steel Dynamics um 0,2 Prozent - der Nettoumsatz verfehlte die Markterwartungen. Newmont und Freeport-McMoRan legen um 2,6 bzw. 3,9 Prozent zu, die Bergbautitel profitieren von den Goldpreisen, die zum ersten Mal die Marke von 5.000 Dollar pro Feinunze überschritten hatten.
Revolution Medicines brechen um rund 17 Prozent ein, Merck ist offenbar nicht mehr an Gesprächen über den Kauf des Biotechnologie-Unternehmens interessiert.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD DJIA 49.301,36 +0,4% 202,65 +2,2% S&P-500 6.958,48 +0,6% 42,87 +1,0% NASDAQ Comp 23.669,76 +0,7% 168,51 +1,1% NASDAQ 100 25.780,94 +0,7% 175,48 +1,4% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Fr, 17:20 Uhr % YTD EUR/USD 1,1889 +0,0% 1,1889 1,1754 +1,1% EUR/JPY 183,01 -0,4% 183,77 185,76 -0,5% EUR/CHF 0,9219 +0,0% 0,9215 0,9277 -1,1% EUR/GBP 0,8677 -0,2% 0,8692 0,8666 -0,5% USD/JPY 153,93 -0,4% 154,57 158,04 -1,6% GBP/USD 1,3702 +0,2% 1,3678 1,3564 +1,5% USD/CNY 6,9875 -0,1% 6,9953 6,9953 -0,4% USD/CNH 6,9483 +0,0% 6,9478 6,9632 -0,4% AUS/USD 0,6940 +0,2% 0,6927 0,6869 +3,8% Bitcoin/USD 87.223,10 +0,9% 86.450,10 89.577,30 -2,5% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 60,83 61,07 -0,4% -0,24 +6,6% Brent/ICE 65,68 65,88 -0,3% -0,20 +8,8% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.092,49 4.984,53 +2,2% 107,96 +15,4% Silber 115,46 103,28 +11,8% 12,18 +44,9% Platin 2.409,47 2.342,60 +2,9% 66,87 +33,8% Kupfer 6,00 5,95 +0,9% 0,05 +3,8% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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January 26, 2026 12:43 ET (17:43 GMT)
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