Berlin (ots) -
Am 27. Januar gedenken wir der Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden durch die NS-Diktatur. Angesichts schwindender Zeitzeugenschaft, wachsender Bedrohungen durch Hass und Desinformation sowie neuer digitaler Möglichkeiten steht die Erinnerungskultur vor einem Wandel. Mit einer neuen Gedenkstättenkonzeption setzt der Deutsche Bundestag ein klares Zeichen für eine zukunftsfähige, geschützte und lebendige Erinnerung.
Holger Mann, stellvertretender Sprecher für Kultur und Medien:
"Am 27. Januar erinnern wir an die Ermordung von 6 Millionen Juden durch die NS-Diktatur. Dieser Tag mahnt uns, dieses Menschheitsverbrechen nicht zu vergessen und einzustehen - für Menschenwürde, für Demokratie und für Zivilcourage.
Der heutige Holocaust-Gedenktag zeigt uns jedoch auch: Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs steht unsere Erinnerungskultur vor fundamentalen Herausforderungen. Die Zahl der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geht stetig zurück, wie zuletzt der Tod der engagierten Eva Schloss, Ehrenpräsidentin des Anne Frank Trust, deutlich gemacht hat.
Gleichzeitig eröffnen digitale Medien neue Möglichkeiten für niedrigschwellige Bildungsangebote und Austausch. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Tove Friedman zeigen, wie Erinnerung auch junge Menschen erreichen kann. Gemeinsam mit ihrem Enkel Aron nutzt sie soziale Medien, um die Erinnerung an die Shoah in zeitgemäßen Formaten wachzuhalten.
Diesen Chancen stehen jedoch wachsende Risiken gegenüber. Angriffe auf Jüd:innen und Gedenkstätten nehmen zu. Desinformationen, Verschwörungserzählungen und Hassrede verbreiten sich rasant in sozialen Netzwerken. Umso wichtiger ist die Arbeit der NS-Gedenkstätten, deren Arbeit zukunftsfähig aufgestellt werden und entschieden geschützt werden muss. Mit der neuen Gedenkstättenkonzeption schaffen wir im Deutschen Bundestag die Voraussetzungen für eine langfristige Sicherung und Weiterentwicklung unserer Erinnerungskultur."
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/181322/6205129
Am 27. Januar gedenken wir der Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden durch die NS-Diktatur. Angesichts schwindender Zeitzeugenschaft, wachsender Bedrohungen durch Hass und Desinformation sowie neuer digitaler Möglichkeiten steht die Erinnerungskultur vor einem Wandel. Mit einer neuen Gedenkstättenkonzeption setzt der Deutsche Bundestag ein klares Zeichen für eine zukunftsfähige, geschützte und lebendige Erinnerung.
Holger Mann, stellvertretender Sprecher für Kultur und Medien:
"Am 27. Januar erinnern wir an die Ermordung von 6 Millionen Juden durch die NS-Diktatur. Dieser Tag mahnt uns, dieses Menschheitsverbrechen nicht zu vergessen und einzustehen - für Menschenwürde, für Demokratie und für Zivilcourage.
Der heutige Holocaust-Gedenktag zeigt uns jedoch auch: Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs steht unsere Erinnerungskultur vor fundamentalen Herausforderungen. Die Zahl der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geht stetig zurück, wie zuletzt der Tod der engagierten Eva Schloss, Ehrenpräsidentin des Anne Frank Trust, deutlich gemacht hat.
Gleichzeitig eröffnen digitale Medien neue Möglichkeiten für niedrigschwellige Bildungsangebote und Austausch. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie Tove Friedman zeigen, wie Erinnerung auch junge Menschen erreichen kann. Gemeinsam mit ihrem Enkel Aron nutzt sie soziale Medien, um die Erinnerung an die Shoah in zeitgemäßen Formaten wachzuhalten.
Diesen Chancen stehen jedoch wachsende Risiken gegenüber. Angriffe auf Jüd:innen und Gedenkstätten nehmen zu. Desinformationen, Verschwörungserzählungen und Hassrede verbreiten sich rasant in sozialen Netzwerken. Umso wichtiger ist die Arbeit der NS-Gedenkstätten, deren Arbeit zukunftsfähig aufgestellt werden und entschieden geschützt werden muss. Mit der neuen Gedenkstättenkonzeption schaffen wir im Deutschen Bundestag die Voraussetzungen für eine langfristige Sicherung und Weiterentwicklung unserer Erinnerungskultur."
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