Köln (ots) -
Im WDR-Interview hat sich Jacques Tilly geäußert, gegen den am Mittwoch (28.01.2026) vor einem Moskauer Gericht verhandelt wird. Der Wagenbauer selbst wird aber nicht anwesend sein:
"Ich habe bis heute aus Russland, aus Moskau, überhaupt nichts gehört, noch nicht mal ein Brief, irgendeine Vorladung oder irgendetwas. Also, das findet völlig unter ferner liefen statt, dieser Prozess. Und für mich ist die russische Justiz eine Blackbox. Ich weiß nicht, was die machen, ich weiß nicht, wie in einem Unrechtsstaat die Simulation von Rechtsstaatlichkeit funktioniert. Ich habe absolut keine Ahnung und bin genauso Zuschauer wie alle anderen auch".
Tillys Wagen haben Putin unter anderem gezeigt, wie er sich in Badewanne voller Blut schrubbt. In Moskau soll er sich wegen Verunglimpfung der russischen Armee verantworten.
"Es ist schwierig einzuschätzen, was das für Auswirkungen hat. Solange ich nicht in irgendwelche Länder reise, die ein Auslieferungsabkommen mit Moskau haben, passiert erstmal nichts oder Solange nicht wirklich schlimmere Dinge mir gegenüber geplant sind. Aber es kann natürlich in vielen Jahren Auswirkungen haben, wenn wir hier eine andere politische Szene in Deutschland haben, vielleicht die Büchsenspanne Russlands von der AfD hier die Macht ergreift, dann kann das schon mal anders aussehen".
Auch in diesem Jahr werden auf dem Düsseldorfer Rosenmontagszug seine 12 politischen Wagen zu sehen sein. Welche Motive er genau wählen wird, möchte Tilly nicht verraten.
"Es ist die Aufgabe des Narren schon immer gewesen, das ist das jahrhundertealte Privileg, einmal im Jahr der Obrigkeit in die Suppe zu spucken, um das mal deutlich zu sagen und das machen wir natürlich weiterhin. Das wird weiterhin in genau derselben Intensität geschehen, wie die Leute das aus Düsseldorf gewohnt sind. Also da gibt es keine Abstriche, das wäre ja noch schöner, wenn wir da irgendwie jetzt kuschen würden. Das ist ja genau das, was die Moskauer Richter vielleicht oder diejenigen, die den Prozess initiiert haben, vielleicht intendiert haben, dass wir vielleicht jetzt vorsichtiger sind oder was auch immer".
Einschränkend fügt er aber hinzu:
"Und das wird natürlich erstmal, solange es nur bei einem Strafverfahren bleibt und nichts Schlimmeres passiert, dabei bleiben".
Das Interview wird morgen (28.01.2026) im WDR Morgenecho ausgestrahlt. Die Zitate sind ab jetzt frei zur Verwendung.
Pressekontakt:
WDR Newsroom - 0221 220 8787
Original-Content von: WDR Newsroom, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/179961/6205236
Im WDR-Interview hat sich Jacques Tilly geäußert, gegen den am Mittwoch (28.01.2026) vor einem Moskauer Gericht verhandelt wird. Der Wagenbauer selbst wird aber nicht anwesend sein:
"Ich habe bis heute aus Russland, aus Moskau, überhaupt nichts gehört, noch nicht mal ein Brief, irgendeine Vorladung oder irgendetwas. Also, das findet völlig unter ferner liefen statt, dieser Prozess. Und für mich ist die russische Justiz eine Blackbox. Ich weiß nicht, was die machen, ich weiß nicht, wie in einem Unrechtsstaat die Simulation von Rechtsstaatlichkeit funktioniert. Ich habe absolut keine Ahnung und bin genauso Zuschauer wie alle anderen auch".
Tillys Wagen haben Putin unter anderem gezeigt, wie er sich in Badewanne voller Blut schrubbt. In Moskau soll er sich wegen Verunglimpfung der russischen Armee verantworten.
"Es ist schwierig einzuschätzen, was das für Auswirkungen hat. Solange ich nicht in irgendwelche Länder reise, die ein Auslieferungsabkommen mit Moskau haben, passiert erstmal nichts oder Solange nicht wirklich schlimmere Dinge mir gegenüber geplant sind. Aber es kann natürlich in vielen Jahren Auswirkungen haben, wenn wir hier eine andere politische Szene in Deutschland haben, vielleicht die Büchsenspanne Russlands von der AfD hier die Macht ergreift, dann kann das schon mal anders aussehen".
Auch in diesem Jahr werden auf dem Düsseldorfer Rosenmontagszug seine 12 politischen Wagen zu sehen sein. Welche Motive er genau wählen wird, möchte Tilly nicht verraten.
"Es ist die Aufgabe des Narren schon immer gewesen, das ist das jahrhundertealte Privileg, einmal im Jahr der Obrigkeit in die Suppe zu spucken, um das mal deutlich zu sagen und das machen wir natürlich weiterhin. Das wird weiterhin in genau derselben Intensität geschehen, wie die Leute das aus Düsseldorf gewohnt sind. Also da gibt es keine Abstriche, das wäre ja noch schöner, wenn wir da irgendwie jetzt kuschen würden. Das ist ja genau das, was die Moskauer Richter vielleicht oder diejenigen, die den Prozess initiiert haben, vielleicht intendiert haben, dass wir vielleicht jetzt vorsichtiger sind oder was auch immer".
Einschränkend fügt er aber hinzu:
"Und das wird natürlich erstmal, solange es nur bei einem Strafverfahren bleibt und nichts Schlimmeres passiert, dabei bleiben".
Das Interview wird morgen (28.01.2026) im WDR Morgenecho ausgestrahlt. Die Zitate sind ab jetzt frei zur Verwendung.
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