Vaduz (ots) -
Im Rahmen der jährlichen Artikel-IV-Konsultationen des Internationalen Währungsfonds (IWF) besuchten Ökonominnen und Ökonomen des IWF vom 14. bis zum 27. Januar Liechtenstein und führten eine Reihe von Gesprächen mit Behörden, Verbänden und Unternehmen. Die zweite Artikel-IV-Konsultation nach dem IWF-Beitritt diente der vertieften Analyse und Diskussion der aktuellen Situation und Aussichten des liechtensteinischen Finanzplatzes und der liechtensteinischen Volkswirtschaft.
In der am 27. Januar veröffentlichten Abschlusserklärung betont der IWF die Herausforderungen, vor denen Liechtenstein und Europa angesichts der laufenden geopolitischen Veränderungen, anhaltender Unsicherheit und der global volatilen Wirtschaftslage aktuell stehen. Als offene und stark industrialisierte Volkswirtschaft ist Liechtenstein von diesen Entwicklungen besonders betroffen. Gleichzeitig hebt der IWF die historische Resilienz des Landes und den guten Staatshaushalt, mit signifikanten Reserven und keiner Staatsverschuldung, hervor. Der liechtensteinische Finanzplatz habe sich in der Vergangenheit widerstandsfähig gezeigt. Eine gute Kapitalisierung und entsprechende Liquiditätspuffer bleiben auch in Zukunft ausserordentlich wichtig für Liechtenstein.
Damit Liechtenstein auch in Zukunft so stabil und erfolgreich bleibt, weist der IWF auf eine Reihe von Risiken hin. Die anhaltende Unsicherheit erfordere ein aufmerksames Beobachten der Lage sowie flexible Anpassungen der Rahmenbedingungen, um die Auswirkungen externer Schocks abzufedern. Angesichts der Grösse und Wichtigkeit des liechtensteinischen Finanzsektors sei die weitere Stärkung der Finanzstabilität wesentlich, unter anderem durch proaktives und systematisches Monitoring von systemischen Risiken sowie eine starke mikro- und makroprudenzielle Aufsicht. Angesichts aktueller internationaler Entwicklungen empfiehlt der IWF zudem hohe Aufmerksamkeit auf die Resilienz sowohl der Banken als auch der anderen Finanzintermediäre, um die Stabilität auch in Zukunft sicherstellen zu können.
Um auf einen Wachstumspfad zurückzukehren und mittel- und längerfristig die Produktivität in Liechtenstein wieder zu steigern, sollen Stärken des liechtensteinischen Arbeitsmarkts wie der hohe Ausbildungsgrad und die duale Berufsbildung erhalten und zielgerichtet gestärkt werden. Auch zukunftsgerichtete Investitionen wie in den Bereichen Digitalisierung und Infrastruktur werden als wichtige Stellschrauben hervorgehoben. Wie im restlichen Europa weist der IWF in diesem Zusammenhang auch auf die steigenden Ausgabenbedürfnisse durch alternde Gesellschaften, die Anpassungen an den Klimawandel und steigende Sicherheitsbedürfnisse hin. Entsprechend wichtig sei umsichtiges Budgetieren und frühzeitige Finanzplanung, um den hohen Lebensstandard und den stabilen Staatshaushalt in Liechtenstein zu erhalten. Der IWF begrüsst in diesem Kontext die Absicht der Regierung, auf diese Entwicklungen frühzeitig zu reagieren und entsprechende Vorschläge für eine zukunftsfähige Altersvorsorge vorzulegen. Generell betont die internationale Organisation zudem die Wichtigkeit von zeitnahen und detaillierten makroökonomischen Daten, um die volkswirtschaftliche Lage besser einschätzen, Risiken früh erkennen und rechtzeitig Massnahmen ergreifen zu können. Daher begrüsst der IWF die von der Regierung gestarteten Initiativen zur Verbesserung der makroökonomischen Daten zu Liechtenstein.
Im Rahmen des Arbeitsbesuchs fanden unter anderem Gespräche mit Regierungschefin und Finanzministerin Brigitte Haas, dem für Infrastruktur und Bildung zuständigen Regierungsrat Daniel Oehry sowie dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA), Mario Gassner, statt. Ebenfalls erfolgten eine Reihe von Gesprächen mit weiteren Experten der FMA, verschiedenen Ämtern sowie Verbänden. Ein Besuch bei der Hoval in Vaduz rundete das Programm ab und brachte dem IWF-Team den innovativen liechtensteinischen Industriestandort nahe.
Die Abschlusserklärung dient als Grundlage für den detaillierteren Artikel-IV-Bericht zu Liechtenstein, welcher Anfang April erscheinen wird. Die Abschlusserklärung ist auf der Webseite des Ministeriums für Präsidiales und Finanzen verfügbar.
Fotos stehen unter www.regierung.li/medienportal zum Download verfügbar.
Pressekontakt:
Ministerium für Präsidiales und Finanzen
Eve Beck, Generalsekretärin
T +423 236 74 37
eve.beck@regierung.li
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Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100938097
Im Rahmen der jährlichen Artikel-IV-Konsultationen des Internationalen Währungsfonds (IWF) besuchten Ökonominnen und Ökonomen des IWF vom 14. bis zum 27. Januar Liechtenstein und führten eine Reihe von Gesprächen mit Behörden, Verbänden und Unternehmen. Die zweite Artikel-IV-Konsultation nach dem IWF-Beitritt diente der vertieften Analyse und Diskussion der aktuellen Situation und Aussichten des liechtensteinischen Finanzplatzes und der liechtensteinischen Volkswirtschaft.
In der am 27. Januar veröffentlichten Abschlusserklärung betont der IWF die Herausforderungen, vor denen Liechtenstein und Europa angesichts der laufenden geopolitischen Veränderungen, anhaltender Unsicherheit und der global volatilen Wirtschaftslage aktuell stehen. Als offene und stark industrialisierte Volkswirtschaft ist Liechtenstein von diesen Entwicklungen besonders betroffen. Gleichzeitig hebt der IWF die historische Resilienz des Landes und den guten Staatshaushalt, mit signifikanten Reserven und keiner Staatsverschuldung, hervor. Der liechtensteinische Finanzplatz habe sich in der Vergangenheit widerstandsfähig gezeigt. Eine gute Kapitalisierung und entsprechende Liquiditätspuffer bleiben auch in Zukunft ausserordentlich wichtig für Liechtenstein.
Damit Liechtenstein auch in Zukunft so stabil und erfolgreich bleibt, weist der IWF auf eine Reihe von Risiken hin. Die anhaltende Unsicherheit erfordere ein aufmerksames Beobachten der Lage sowie flexible Anpassungen der Rahmenbedingungen, um die Auswirkungen externer Schocks abzufedern. Angesichts der Grösse und Wichtigkeit des liechtensteinischen Finanzsektors sei die weitere Stärkung der Finanzstabilität wesentlich, unter anderem durch proaktives und systematisches Monitoring von systemischen Risiken sowie eine starke mikro- und makroprudenzielle Aufsicht. Angesichts aktueller internationaler Entwicklungen empfiehlt der IWF zudem hohe Aufmerksamkeit auf die Resilienz sowohl der Banken als auch der anderen Finanzintermediäre, um die Stabilität auch in Zukunft sicherstellen zu können.
Um auf einen Wachstumspfad zurückzukehren und mittel- und längerfristig die Produktivität in Liechtenstein wieder zu steigern, sollen Stärken des liechtensteinischen Arbeitsmarkts wie der hohe Ausbildungsgrad und die duale Berufsbildung erhalten und zielgerichtet gestärkt werden. Auch zukunftsgerichtete Investitionen wie in den Bereichen Digitalisierung und Infrastruktur werden als wichtige Stellschrauben hervorgehoben. Wie im restlichen Europa weist der IWF in diesem Zusammenhang auch auf die steigenden Ausgabenbedürfnisse durch alternde Gesellschaften, die Anpassungen an den Klimawandel und steigende Sicherheitsbedürfnisse hin. Entsprechend wichtig sei umsichtiges Budgetieren und frühzeitige Finanzplanung, um den hohen Lebensstandard und den stabilen Staatshaushalt in Liechtenstein zu erhalten. Der IWF begrüsst in diesem Kontext die Absicht der Regierung, auf diese Entwicklungen frühzeitig zu reagieren und entsprechende Vorschläge für eine zukunftsfähige Altersvorsorge vorzulegen. Generell betont die internationale Organisation zudem die Wichtigkeit von zeitnahen und detaillierten makroökonomischen Daten, um die volkswirtschaftliche Lage besser einschätzen, Risiken früh erkennen und rechtzeitig Massnahmen ergreifen zu können. Daher begrüsst der IWF die von der Regierung gestarteten Initiativen zur Verbesserung der makroökonomischen Daten zu Liechtenstein.
Im Rahmen des Arbeitsbesuchs fanden unter anderem Gespräche mit Regierungschefin und Finanzministerin Brigitte Haas, dem für Infrastruktur und Bildung zuständigen Regierungsrat Daniel Oehry sowie dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA), Mario Gassner, statt. Ebenfalls erfolgten eine Reihe von Gesprächen mit weiteren Experten der FMA, verschiedenen Ämtern sowie Verbänden. Ein Besuch bei der Hoval in Vaduz rundete das Programm ab und brachte dem IWF-Team den innovativen liechtensteinischen Industriestandort nahe.
Die Abschlusserklärung dient als Grundlage für den detaillierteren Artikel-IV-Bericht zu Liechtenstein, welcher Anfang April erscheinen wird. Die Abschlusserklärung ist auf der Webseite des Ministeriums für Präsidiales und Finanzen verfügbar.
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