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MÄRKTE USA/Freundlich - S&P-500 erreicht neues Rekordhoch

DJ MÄRKTE USA/Freundlich - S&P-500 erreicht neues Rekordhoch

DOW JONES--Auch am Dienstag hat an der Wall Street positive Stimmung dominiert. Der marktbreite S&P-500 erreichte sogar ein Allzeithoch. Das Prinzip "Sell America" schien am Aktienmarkt anders als beim Dollar keine große Rolle zu spielen. Die jüngste Eskalation mit neuen US-Zolldrohungen gegen Kanada und Südkorea schien Anleger genauso wenig zu schrecken wie die Möglichkeit eines neuen teilweisen Regierungsstillstands ab Freitag. Der Dow-Jones-Index fiel zwar gedrückt vom Einbruch bei Unitedhealth um 0,8 Prozent auf 49.003 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewannen dagegen 0,4 bzw. 0,9 Prozent. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse betrug nach vorläufigen Angaben 1.513 (Montag: 1.411) und die der -verlierer 1.248 (1.354). Unverändert gingen 65 (81) Titel aus dem Handel.

"Diese Woche ist entscheidend für die kurzfristige Marktstimmung im weiteren Verlauf des Jahres 2026. Die Geschichte zeigt, dass ein starker Januar oft den Rahmen für den Rest des Jahres vorgibt, wobei die Anlegerpsychologie eine übergeordnete Rolle spielt", bemühtr Chefmarktstratege Chris Brigati von SWBC die Geschichte. Im Haushaltsstreit um die Finanzierung der Heimatschutzbehörde (ICE) schicktr US-Präsident Donald Trump nach den tödlichen Schüssen von ICE-Beamten seinen Grenzbeauftragten Tom Homan nach Minneapolis. Beobachter wertetn dieses Vorgehen als Versuch der Deeskalation und Aufarbeitung der Geschehnisse.

Am Dienstag begann die zweitägige Sitzung der US-Notenbank. Von der Fed wird keine Änderung des Leitzinses erwartet. Da sich die Amtszeit von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell dem Ende zuneigt, könnte er seine übliche rhetorische Zurückhaltung aufgeben. Insofern versprechen seine Kommentare am Mittwoch spannender zu werden als üblich. Derweil hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im Januar überraschend eingetrübt. Der Index des Verbrauchervertrauens fiel auf 84,5 Punkte, wohingegen Volkswirte einen Stand von 90,0 erwartet hatten.

Die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen stiegen leicht - im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,23 Prozent. Obwohl allgemein erwartet wird, dass die Fed die Zinssätze am Mittwoch unverändert lassen wird, "werden die Märkte sehr empfindlich auf jegliche Zinsprognose reagieren (...)", mutmaßte Analyst Konstantinos Chrysikos von Kudotrade. Entsprechende Verlautbarungen dürften Anleihen und Dollar in Bewegung versetzen.

Der US-Dollar blieb den dritten Tag in Folge unter Druck, der Dollar-Index büßte weitere 1,3 Prozent ein. Der Euro stieg auf rund 1,2030 Dollar. Starke Kapitalzuflüsse in die Schwellenländer gingen wohl zulasten des Greenbacks. Zu den Risiken für den Dollar in dieser Woche zählten möglicherweise schwache US-Emissionen.

Der Goldpreis zog weiter an. Silber legte noch deutlicher zu. Dollar-Schwäche und die geopolitische Verunsicherung stützten. Händler verwiesen zudem auf die hohen Verschuldungsquoten der Staaten und die andauernden Käufe der Notenbanken. Yardeni Research rechnet mit einem Goldpreisanstieg auf 6.000 Dollar je Unze noch in diesem Jahr und mit 10.000 Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts.

Am Erdölmarkt drehten die Preise deutlich ins Plus. Die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen im Iran seien nicht der einzige Grund für den Preisanstieg der vergangenen Wochen, urteilte Analyst Fawad Razaqzada von Forex.com. Er verwies auf den andauernden Krieg in der Ukraine, der trotz stattfindender Friedensgespräche weiter tobe. Damit bleibe es vorerst bei Sanktionen gegen Russland und die dortige Ölbranche. Produktionsausfälle in den USA durch Frost trügen ebenfalls zu Angebotssorgen bei.

Am Aktienmarkt kletterten Werte mit KI-Bezug, nachdem der Sektor in Asien besonders gut gelaufen war. Micron Technology teilte zudem mit, dass das Unternehmen aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Speicherchips in den nächsten zehn Jahren rund 24 Milliarden US-Dollar in Singapur investieren werde - der Kurs stieg um 5,4 Prozent. Berichte über eine Kooperation der südkoreanischen SK Hynix mit Microsoft (+2,2%) kamen ebenfalls gut an. Coreweave sprangen um 10,7 Prozent.

US-Gesundheitstitel gingen auf Talfahrt, nachdem die Trump-Regierung eine sehr niedrige Anhebung der Sätze für die Medicare-Versicherung vorgeschlagen hatte - Analysten hatten mit deutlich höheren Aufschlägen gerechnet. Unitedhealth brachen um 19,6 Prozent ein, zusätzlich belastet von schwachen Geschäftszahlen. Die Krankenversicherung hat im vierten Quartal unter anderem wegen massiver Belastungen nur noch einen marginalen Gewinn verzeichnet. Für das laufende Jahr stellt Unitedhealth einen möglichen Umsatzrückgang in Aussicht. Die Aktien der Mitbewerber Humana und CVS Health stürzten um 21 bzw. 14 Prozent ab.

Boeing verloren 1,6 Prozent nach Vorlage von Geschäftszahlen. Zwar meldete der Flugzeugriese klar bessere Gewinnkennziffern als erwartet, diese waren aber durch den Verkauf von Vermögenswerten getrieben. Zudem war die Aktie zuletzt gut gelaufen. Überraschend gute Geschäftszahlen des Paketlogistikers UPS hievten den Kurs um 0,2 Prozent nach oben.

Eine angekündigte Wertberichtigung hat General Motors (GM) im vierten Quartal tiefrote Zahlen beschert. Der operative Gewinn lag dagegen im Rahmen der Erwartungen - der Kurs zog um 8,8 Prozent an. Der Wehrtechnikkonzern RTX (+3,7%) überzeugte dagegen mit seinem Quartalsausweis. American Airlines (-6,9%) hat die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal verfehlt. Nucor sanken um 2,3 Prozent nach schwachen Viertquartalszahlen des Stahlkonzerns. Agilysys rauschten 20 Prozent gen Süden, der Anbieter von Gastro-Software hatte die Markterwartung in der dritten Periode verfehlt.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.003,41    -0,8%  -408,99     +2,8% 
S&P-500         6.978,60    +0,4%   28,37     +1,5% 
NASDAQ Comp       23.817,10    +0,9%   215,74     +1,5% 
NASDAQ 100       25.939,74    +0,9%   226,53     +1,8% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,2036    +1,3%   1,1878     1,1883  +1,1% 
EUR/JPY          183,34    +0,1%   183,13     183,01  -0,6% 
EUR/CHF          0,9176    -0,6%   0,9233     0,9210  -0,8% 
EUR/GBP          0,8700    +0,1%   0,8686     0,8673  -0,4% 
USD/JPY          152,33    -1,2%   154,16     154,00  -1,7% 
GBP/USD          1,3835    +1,2%   1,3676     1,3701  +1,5% 
USD/CNY          6,9639    -0,3%   6,9874     6,9865  -0,5% 
USD/CNH          6,9328    -0,2%   6,9487     6,9502  -0,4% 
AUS/USD          0,7008    +1,4%   0,6910     0,6928  +3,6% 
Bitcoin/USD       89.408,00    +1,6% 88.042,20   87.394,20  -0,6% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          62,46    60,63   +3,0%      1,83  +5,4% 
Brent/ICE          67,58    65,59   +3,0%      1,99  +7,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.177,89   5.011,05   +3,3%     166,84 +16,0% 
Silber           112,36    103,86   +8,2%      8,49 +45,7% 
Platin          2.183,82   2.172,77   +0,5%     11,05 +23,9% 
Kupfer            5,94     6,02   -1,4%     -0,08  +4,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 27, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das: Jetzt ist die Zeit, um gezielt auf starke Produzenten zu setzen. In unserem neuen Spezialreport stellen wir fünf Gold- und Silberaktien vor, die trotz Rallye weiter attraktives Potenzial bieten, mit robusten Fundamentaldaten und starken Projekten in aussichtsreichen Regionen.

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