Berlin (ots) -
Das aktuelle INSM-Marktwirtschaftsbarometer 2026 zeichnet das Bild einer verunsicherten Gesellschaft. Die Deutschen sind gespalten zwischen Staatsgläubigkeit und marktwirtschaftlicher Haltung. Der Mittelwert des Barometers liegt bei -3 (auf Skala von -100 b bis +100). Dieser Wert ist sehr mittig, tendiert ganz leicht Richtung Planwirtschaft. Laut Selbsteinschätzung halten sich 60,1 Prozent für marktwirtschaftlich, 15,8 Prozent wollen mehr staatliche Eingriffe (also Planwirtschaft).
Das heißt: Angesichts stagnierenden Wachstums und internationalen Wettbewerbsdrucks wächst in der Bevölkerung der Wunsch nach staatlicher Absicherung, Umverteilung und Regulierung. Gleichzeitig offenbart die repräsentative Civey-Umfrage jedoch tief verwurzelte marktwirtschaftliche Überzeugungen, insbesondere wenn es um Leistungsgerechtigkeit und Innovationen geht.
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist das klare Bekenntnis zur Chancengerechtigkeit: Rund 70 Prozent der Befragten halten gleiche Startbedingungen für wichtiger als einen am Ende gleichen Wohlstand. Damit stützt die Bevölkerung den Kern der Sozialen Marktwirtschaft, in dem individuelle Leistung und Aufstiegsmöglichkeiten akzeptiert werden, solange der Wettbewerb fair bleibt.
Diese marktwirtschaftliche Grundhaltung zeigt sich auch bei der Lohnfindung: Eine Mehrheit von rund 54 Prozent spricht sich dafür aus, dass der Mindestlohn durch Tarifpartner ausgehandelt und nicht rein politisch festgesetzt werden sollte.
Im starken Kontrast dazu steht ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis in der Daseinsvorsorge. Etwa vier Fünftel der Deutschen fordern, dass zentrale Infrastrukturen wie Krankenhäuser oder Telekommunikation überwiegend in öffentlicher Hand bleiben sollten.
Zudem befürwortet eine Mehrheit staatliche Preisregulierungen bei lebensnotwendigen Gütern wie Strom und Nahrung. Auch der Ruf nach Umverteilung bleibt laut: Über die Hälfte der Bürger spricht sich für stärkere staatliche Eingriffe zur Verringerung von Einkommensunterschieden sowie für eine höhere Besteuerung von Vermögen aus.
Trotz des Rufs nach "mehr Staat" lehnen die Deutschen selektive Markteingriffe wie die Rettung einzelner Großunternehmen mehrheitlich ab. Nur gut ein Fünftel der Befragten unterstützt den Kauf von Staatsanteilen bei drohender Insolvenz, was auf ein intaktes Verständnis des Haftungsprinzips hindeutet.
"Auch beim Klimaschutz setzt die Bevölkerung klare Prioritäten: Mit 47 Prozent vertrauen deutlich mehr auf technologische Innovationen aus Wirtschaft und Wissenschaft als auf rein staatliche Regulierungsansätze (11 Prozent).
Insgesamt zeigt das Barometer ein ambivalentes Meinungsbild. INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben: "Die Menschen halten sich für marktwirtschaftlich, sind es aber in vielen Fragen nur begrenzt. Während beim Thema Klimaschutz dem Markt deutlich mehr vertraut wird als staatlicher Regulierung. Bei der sozialen Absicherung dominiert der Wunsch nach einem starken öffentlichen Schutzschirm. Aus marktwirtschaftlicher Sicht beunruhigend ist die Sehnsucht nach staatlich geregelten Preisen für Miete und Nahrung. Hier fehlt offenbar die Kenntnis, dass Marktkräfte viel besser und effizienter Missstände abstellen können als staatliche Regulierung."
Pressekontakt:
Carl-Victor Wachs
Leiter Kommunikation & Pressesprecher
wachs@insm.de
T +49 176 616 49 030
INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH
Georgenstraße 22
D - 10117 Berlin
www.insm.de
Handelsregister Amtsgericht Charlottenburg, HRB 74215B
Umsatzsteuerident-Nummer: DE1230523BB
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Thorsten Alsleben
Original-Content von: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/39474/6205625
Das aktuelle INSM-Marktwirtschaftsbarometer 2026 zeichnet das Bild einer verunsicherten Gesellschaft. Die Deutschen sind gespalten zwischen Staatsgläubigkeit und marktwirtschaftlicher Haltung. Der Mittelwert des Barometers liegt bei -3 (auf Skala von -100 b bis +100). Dieser Wert ist sehr mittig, tendiert ganz leicht Richtung Planwirtschaft. Laut Selbsteinschätzung halten sich 60,1 Prozent für marktwirtschaftlich, 15,8 Prozent wollen mehr staatliche Eingriffe (also Planwirtschaft).
Das heißt: Angesichts stagnierenden Wachstums und internationalen Wettbewerbsdrucks wächst in der Bevölkerung der Wunsch nach staatlicher Absicherung, Umverteilung und Regulierung. Gleichzeitig offenbart die repräsentative Civey-Umfrage jedoch tief verwurzelte marktwirtschaftliche Überzeugungen, insbesondere wenn es um Leistungsgerechtigkeit und Innovationen geht.
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist das klare Bekenntnis zur Chancengerechtigkeit: Rund 70 Prozent der Befragten halten gleiche Startbedingungen für wichtiger als einen am Ende gleichen Wohlstand. Damit stützt die Bevölkerung den Kern der Sozialen Marktwirtschaft, in dem individuelle Leistung und Aufstiegsmöglichkeiten akzeptiert werden, solange der Wettbewerb fair bleibt.
Diese marktwirtschaftliche Grundhaltung zeigt sich auch bei der Lohnfindung: Eine Mehrheit von rund 54 Prozent spricht sich dafür aus, dass der Mindestlohn durch Tarifpartner ausgehandelt und nicht rein politisch festgesetzt werden sollte.
Im starken Kontrast dazu steht ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis in der Daseinsvorsorge. Etwa vier Fünftel der Deutschen fordern, dass zentrale Infrastrukturen wie Krankenhäuser oder Telekommunikation überwiegend in öffentlicher Hand bleiben sollten.
Zudem befürwortet eine Mehrheit staatliche Preisregulierungen bei lebensnotwendigen Gütern wie Strom und Nahrung. Auch der Ruf nach Umverteilung bleibt laut: Über die Hälfte der Bürger spricht sich für stärkere staatliche Eingriffe zur Verringerung von Einkommensunterschieden sowie für eine höhere Besteuerung von Vermögen aus.
Trotz des Rufs nach "mehr Staat" lehnen die Deutschen selektive Markteingriffe wie die Rettung einzelner Großunternehmen mehrheitlich ab. Nur gut ein Fünftel der Befragten unterstützt den Kauf von Staatsanteilen bei drohender Insolvenz, was auf ein intaktes Verständnis des Haftungsprinzips hindeutet.
"Auch beim Klimaschutz setzt die Bevölkerung klare Prioritäten: Mit 47 Prozent vertrauen deutlich mehr auf technologische Innovationen aus Wirtschaft und Wissenschaft als auf rein staatliche Regulierungsansätze (11 Prozent).
Insgesamt zeigt das Barometer ein ambivalentes Meinungsbild. INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben: "Die Menschen halten sich für marktwirtschaftlich, sind es aber in vielen Fragen nur begrenzt. Während beim Thema Klimaschutz dem Markt deutlich mehr vertraut wird als staatlicher Regulierung. Bei der sozialen Absicherung dominiert der Wunsch nach einem starken öffentlichen Schutzschirm. Aus marktwirtschaftlicher Sicht beunruhigend ist die Sehnsucht nach staatlich geregelten Preisen für Miete und Nahrung. Hier fehlt offenbar die Kenntnis, dass Marktkräfte viel besser und effizienter Missstände abstellen können als staatliche Regulierung."
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